Teydefink

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teydefink
Teidefink (Fringilla teydea), Männchen

Teidefink (Fringilla teydea), Männchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Edelfinken (Fringillinae)
Gattung: Edelfinken (Fringilla)
Art: Teydefink
Wissenschaftlicher Name
Fringilla teydea
Webb, Berthelot & Moquin-Tandon, 1841
Teidefinkweibchen
Ei des Teydefinks

Der Teydefink (Fringilla teydea), auch Teidefink, ist ein zur Familie der Finken (Fringillidae) gehöriger Singvogel. Er wurde nach dem höchsten Berg der Insel Teneriffa, dem Teide, benannt. Es ist das Tiersymbol der Insel Teneriffa.[1]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Länge von 16 bis 18 Zentimeter ist der Teydefink sichtbar größer als der Buchfink. Der Schnabel, der Kopf und die Brust sind kräftiger als beim Buchfink.

Die Zeichnung des Gefieders ist unscheinbar. Die Flügel weisen zwei schmale, grauweiße Binden auf, die durch die hellen Endsäume der mittleren und großen Armdecken entstehen. Der dunkle Schwanz enthält kein Weiß.

Das Männchen hat einen blaugrauen Kopf und Mantel (oberer Rücken), die Kehle, Brust und Flanken sind heller bleigrau. Die Unterschwanzdecken sind weiß. Das Weibchen hat eine braungraue Oberseite und eine grauweiße Unterseite.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Teydefink ist eine endemische Vogelart von der Insel Teneriffa. Er gilt als potentiell gefährdet und steht auf den Kanaren seit 1980 unter Schutz. Die auf Gran Canaria vorkommende Form galt früher als Unterart Fringilla teydea polatzeki. 2016 wurde sie als eigenständige Art Fringilla polatzeki klassifiziert. Der Gran-Canaria-Fink ist stark gefährdet und selten anzutreffen.

Der Teydefink ist die Schwesterart des Buchfinken.[2]

Stimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ruf ist ein zweisilbiges "tjrooit", mit leicht quietschendem Klang. Der Gesang ist kürzer und weniger kraftvoll als beim Buchfink und wird zum Ende hin langsamer. Er besteht aus mehreren absteigenden und etwas rau klingenden Tönen, von denen der Letzte langgezogen wird. Z. B. "sitt-itt-sitt-rüha-rüha-rrüüAAH".

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lebensraum sind Kiefernwälder. In diesen findet die Brut in 1200 bis 1800 Meter Höhe statt. Die Nahrungssuche erfolgt ebenfalls in Kiefernwäldern, teilweise an Berghängen mit dichtem Buschbestand, in harten Wintern auch in Kulturlandschaften bis hinunter in 500 Meter Höhe.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ley 7/1991, de 30 de abril, de símbolos de la naturaleza para las Islas Canarias
  2. H. D. Marshall, A. J. Baker: Rates and patterns of mtDNA sequence evolution in Fringilline finches (Fringilla spp.) and the Greenfinch (Carduelis chloris). In: Mol. Biol. Evol. 15, 1998, S. 638–646.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • H. G. Bauer, E. Bezzel, W. Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Passeriformes-Sperlingsvögel. 2., vollst. überarb. Auflage. AULA-Verlag, Wiebelsheim 2005, ISBN 3-89104-648-0.
  • L. Svensson, P. J. Grant, K. Mullarney, D. Zetterström: Der neue Kosmos-Vogelführer - Alle Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-440-07720-9.
  • C. Perrins (Hrsg.): Vögel der Welt - Die BLV Enzyklopädie. BLV Verlagsgesellschaft, München 2004, ISBN 3-405-16682-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fringilla teydea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien