Thézac (Charente-Maritime)

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Thézac
Thézac (Frankreich)
Thézac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Charente-Maritime
Arrondissement Saintes
Kanton Thénac
Gemeindeverband Gémozac et la Saintonge Viticole
Koordinaten 45° 40′ N, 0° 47′ WKoordinaten: 45° 40′ N, 0° 47′ W
Höhe 22–49 m
Fläche 12,42 km2
Einwohner 326 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 26 Einw./km2
Postleitzahl 17600
INSEE-Code

Thézac – Ortsansicht mit Kirche Notre-Dame

Thézac ist eine westfranzösische Gemeinde mit 326 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Charente-Maritime in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt in der Saintonge etwa 19 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich von Saintes bzw. etwa 26 Kilometer östlich der Gironde-Mündung bei Royan. Der Hauptort des Kantons, Saujon, liegt nur etwa 14 Kilometer westlich; die Nachbargemeinde Saint-Romain-de-Benet ist etwa 5 Kilometer in nordwestlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 350 321 295 302 304 333 326

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft und Weinbau bestimmen seit Jahrhunderten das Wirtschaftsleben des Ortes. Seit den 1980er Jahren ist der Tourismus (Vermietung von Ferienwohnungen) als Einnahmequelle hinzugekommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Geschichte von Thézac ist so gut wie nichts bekannt bzw. publiziert. Manchmal wird jedoch behauptet, dass die ehemals aufwendig gestaltete Kirche zu einem Priorat der mehr als 300 Kilometer entfernten Abtei von La Chaise-Dieu (Auvergne) gehörte, was aufgrund der großen Distanz eher unwahrscheinlich ist. Wie dem auch sei, bildete das Priorat den Kristallisationskern für die weitere Entwicklung des Ortes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thézac, Kirche Notre-Dame
  • Die Kirche Notre-Dame mit ihrem imposanten romanischen Vierungsturm ist die Hauptattraktion von Thézac und schon von ferne sichtbar. Der Turm wird nicht in ein Oktogon übergeführt, sondern behält seinen quadratischen Grundriss auch in den beiden jeweils leicht zurückgestuften Obergeschossen bei, von denen das untere nach allen Richtungen fünf Blendarkaden zeigt, während das Obergeschoss mit je drei gleich hohen Schallarkaden aufwartet. Die mit exakt behauenen Steinen errichtete Außenapsis ist kaum gegliedert und verfügt über keinerlei Baudekor, wie es an anderen Kirchen der Region (Saint-Trojan (Rétaud) und Notre-Dame (Rioux)), in überreichem Maße zu finden ist. Diese Tatsache verweist auf eine frühe Bauzeit (um 1100), während der Turm wohl um erst um 1150 entstanden sein dürfte. Große Teile der Kirche sind in den Wirren der vergangenen Jahrhunderte zerstört worden und so führt das – vollkommen schmucklose – Eingangsportal aus der Zeit um 1500 direkt in das Untergeschoss des Turmes mit seiner ungewöhnlichen achtteiligen Rippenkuppel, deren Eckzwickel von stützenden Trompen unterfangen werden. Chorjoch und das deutlich aufwendiger gestaltete Innere der Apsis waren ehemals eingewölbt, sind jedoch schon seit Jahrhunderten mit einem hölzernen Dachstuhl eher notdürftig abgedeckt; die Kapitelle zeigen handwerklich perfekt gearbeitete vegetabilische Motive. Das Bauwerk ist seit 1903 als Monument historique[1] anerkannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Notre-Dame, Thézac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Charente-Maritime. Flohic Editions, Band 2, Paris 2002, ISBN 2-84234-129-5, S. 1064–1065.
  • Thorsten Droste: Poitou. Westfrankreich zwischen Poitiers und Angoulême – die Atlantikküste von der Loire bis zur Gironde. DuMont-Verlag, Köln 1999, ISBN 3-7701-4456-2, S. 219.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thézac (Charente-Maritime) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien