Thüringer Landespokal

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Thüringer Landespokal
Voller Name Köstritzer-Pokal
Verband TFV
Gründung 1990
Mannschaften 73 (2018/19)
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger Wacker Nordhausen (4. Titel)
Rekordsieger FC Rot-Weiß Erfurt
FC Carl Zeiss Jena (je 10 Titel)
Qualifikation für DFB-Pokal
Karte Lage von ThüringenVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
↓ 9 Kreispokale

Der Thüringer Landespokal (offiziell Köstritzer Pokal – Thüringen[1], teilweise auch TFV-Pokal oder Thüringischer Landespokal) ist der Verbandspokal des Thüringer Fußball-Verbandes. Der Sieger des TFV-Pokals qualifiziert sich automatisch für den DFB-Pokal.

Qualifikation und Spielmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Thüringer Landespokal sind automatisch alle Drittliga-, Regionalliga-, Oberliga-, Thüringenliga- und Landesklassevereine Thüringens qualifiziert. Außerdem qualifizieren sich die neun Kreispokalsieger. Seit der Saison 2007/08 darf jedoch pro Verein nur noch eine Mannschaft teilnehmen.

Er wird in sechs Runden im K.-o.-System ausgetragen. Die jeweiligen Paarungen werden im Losverfahren ermittelt.[1] Jede Mannschaft hat pro Runde nur ein Spiel, welches bei einem Unentschieden nach 90 Minuten verlängert und ggf. im Elfmeterschießen entschieden wird. Die Drittligisten, sowie einige ausgeloste Mannschaften haben in der ersten Runde des Wettbewerbes ein Freilos.

Bisherige Endspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Austragungsort Sieger Endspielgegner Ergebnis
1991 Gera SV 1910 Kahla FV Zeulenroda 6:4 n. E.
1992 Gotha Wacker Nordhausen FSV Wismut Gera 2:1
1993 Rudolstadt FC Carl Zeiss Jena II SV JENAer Glas 5:3 n. E.
1994 Waltershausen FC Rot-Weiß Erfurt 1. Suhler SV 4:0
1995[2] Weida FC Carl Zeiss Jena FV Zeulenroda 1:0
1996 Sondershausen Wacker Nordhausen FC Rot-Weiß Erfurt 1:0
1997 Heldrungen Wacker Nordhausen FC Rot-Weiß Erfurt 3:2
1998 Bad Langensalza FC Rot-Weiß Erfurt Wacker Nordhausen 4:1
1999 Suhl FC Carl Zeiss Jena Wacker Nordhausen 3:1
2000 Erfurt FC Rot-Weiß Erfurt SSV Erfurt Nord 3:1
2001 Gera FC Rot-Weiß Erfurt FC Carl Zeiss Jena 2:0
2002 Gotha FC Rot-Weiß Erfurt FC Carl Zeiss Jena 7:5 n. E.
2003 Gotha FC Rot-Weiß Erfurt FC Carl Zeiss Jena 2:0 n. V.
2004[3] Gotha FC Carl Zeiss Jena FC Rot-Weiß Erfurt II 5:3 n. E.
2005 Gera FC Rot-Weiß Erfurt II FC Carl Zeiss Jena 7:6 n. E.
2006[2] Meuselwitz FC Carl Zeiss Jena 1. FC Gera 03 4:2
2007 Pößneck 1. FC Gera 03 FC Rot-Weiß Erfurt 1:0
2008 Gera FC Rot-Weiß Erfurt ZFC Meuselwitz 1:0 n. V.
2009 Erfurt FC Rot-Weiß Erfurt FC Carl Zeiss Jena 3:2
2010 Pößneck ZFC Meuselwitz VfB 09 Pößneck 2:0
2011 Heiligenstadt ZFC Meuselwitz 1. SC 1911 Heiligenstadt 2:2 n. V., 4:3 i. E.
2012 Meuselwitz FC Carl Zeiss Jena ZFC Meuselwitz 2:0
2013 Jena SV Schott Jena FC Rot-Weiß Erfurt 1:0
2014 Jena FC Carl Zeiss Jena FC Rot-Weiß Erfurt 5:0
2015 Meuselwitz FC Carl Zeiss Jena ZFC Meuselwitz 2:1 n. V.
2016 Jena FC Carl Zeiss Jena FC Rot-Weiß Erfurt 2:0
2017 Erfurt FC Rot-Weiß Erfurt Wacker Nordhausen 1:0
2018 Erfurt FC Carl Zeiss Jena BSG Wismut Gera 5:0
2019 Erfurt Wacker Nordhausen FSV Preußen Bad Langensalza 5:0

Bisherige Titelträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Verein Pokalsiege[4] Finalteilnahmen
1 FC Rot-Weiß Erfurt 10 17
2 FC Carl Zeiss Jena 10 15
3 Wacker Nordhausen 4 7
4 ZFC Meuselwitz 2 5
5 1. FC Gera 03 1 2
SV Schott Jena[5] 1 2
7 SV 1910 Kahla 1 1
8 BSG Wismut Gera[6] 2
FV Zeulenroda 2
10 1. Suhler SV 1
SSV Erfurt Nord 1
VfB Pößneck 1
1. SC 1911 Heiligenstadt 1
FSV Preußen Bad Langensalza 1

Mit je zehn Titeln sind der FC Carl Zeiss Jena und der FC Rot-Weiß Erfurt Rekordpokalsieger.

Zuschauerrekord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchste Zuschauerzahl in der Geschichte des Wettbewerbes wurde am 15. November 2005 in Erfurt erreicht. Nachdem die beiden großen Rivalen Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena in den vergangenen Jahren immer erst im Finale aufeinander trafen, wurde das Duell erstmals bereits für das Viertelfinale ausgelost. Vor 11.000 Zuschauern siegten die Jenaer mit 4:2 nach Elfmeterschießen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Köstritzer Pokal - Thüringen 2014/2015. In: tfv-erfurt.de. 28. April 2008, abgerufen am 7. Juni 2015.
  2. a b Da der FC Carl Zeiss Jena als Aufsteiger in die 2. Bundesliga automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert war, trat auch der im Finale unterlegene Gegner in der folgenden Saison im DFB-Pokal an.
  3. Aus Protest gegen die Ansetzung des Pokalendspieles zwei Tage nach einem Regionalligaspiel verweigerten die Spieler von Rot-Weiß Erfurt nach dem Pokalsieg 2003 die Siegerehrung. Aufgrund dieser Unsportlichkeit wurde die Mannschaft für den TFV-Pokal 2004 gesperrt und konnte ihren Titel nicht verteidigen.
  4. einschließlich 2. Mannschaften
  5. einschließlich SV JENAer Glas
  6. einschließlich FSV Wismut Gera

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]