Thallium(I)-fluorid

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Kristallsystem

orthorhombisch

Allgemeines
Name Thallium(I)-fluorid
Andere Namen
  • Thalliumfluorid (mehrdeutig)
  • Thalliummonofluorid
Verhältnisformel TlF
CAS-Nummer 7789-27-7
PubChem 62675
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 223,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

8,36 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

327 °C[1]

Siedepunkt

655 °C[1]

Löslichkeit
  • sehr gut löslich in Wasser[1]
  • wenig löslich in Ethanol[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​330​‐​373​‐​411
P: 260​‐​264​‐​273​‐​284​‐​301+310​‐​310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
Sehr giftig Umweltgefährlich
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(T+) (N)
R- und S-Sätze R: 26/28​‐​33​‐​51/53
S: (1/2)​‐​13​‐​28​‐​45​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Thallium(I)-fluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thalliumverbindungen und Fluoride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thallium(I)-fluorid lässt sich durch Reaktion von Thallium(I)-carbonat mit reinem Fluorwasserstoff gewinnen.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thallium(I)-fluorid liegt als harte glänzende weiße Kristalle mit orthorhombischer Kristallstruktur (deformierte Steinsalzstruktur, a = 518,48, b = 609,80, c = 549,16(2) pm, Z = 4, Raumgruppe Pm2a (Raumgruppen-Nr. 28, Stellung 2)[6]) vor. Als Flüssigkeit ist es gelblich. Es ist nicht hygroskopisch, zerfließt aber beim Anhauchen, um sofort wieder zu erstarren. Die konzentrierte wässrige Lösung zeigt starke alkalische Reaktionen.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thallium(I)-fluorid kann zur Herstellung fluorhaltiger Ester verwendet werden.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Georg Brauer; Handbuch der präparativen anorganischen Chemie, Band 2; ISBN 3-432-87813-3, S. 876.
  2. a b Datenblatt Thallium(I) fluoride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 24. April 2011 (PDF).
  3. Nicht explizit in EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff thallium compounds, with the exception of those specified elsewhere in this Annex im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Nicht explizit in EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Thalliumverbindungen“; Eintrag aus der CLP-Verordnung zu Thalliumverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. März 2009 (JavaScript erforderlich).
  6. Crystal structure and lattice energy of thallium(I) fluoride: inert-pair distortions, doi:10.1039/DT9740001907.