The Atlantic

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Februar-Ausgabe 1862 des The Atlantic Monthly, mit The Battle Hymn of the Republic auf der Titelseite.

The Atlantic (bis 2007 offiziell The Atlantic Monthly, auch zuvor aber schon umgangssprachlich (The) Atlantic) ist eine amerikanische Zeitschrift. Sie kommentierte ursprünglich vor allem literarische und kulturelle Themen und enthält heute Artikel und Kommentare zur Politik und Außenpolitik sowie Rezensionen.

Ursprünglich eine Monatszeitschrift, erscheint The Atlantic heute zehnmal jährlich und hat 425.000 Abonnenten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Atlantic Monthly wurde 1857 in Boston als Monatszeitschrift von einer Gruppe von Schriftstellern gegründet, zu denen Ralph Waldo Emerson, Henry Wadsworth Longfellow, Oliver Wendell Holmes, Sr., und James Russell Lowell gehörten.

Julia Ward Howes Battle Hymn of the Republic erschien zuerst in The Atlantic Monthly (am 11. Februar 1862), ebenso William Parkers The Freedman’s Story (im Februar und März 1866). Im August 1963 publizierte die Zeitschrift die Verteidigung des zivilen Ungehorsams durch Martin Luther King, Jr. in seinem Letter from Birmingham Jail. Die Zeitschrift war ein Verbindungspunkt zwischen Emily Dickinson und Thomas Wentworth Higginson – nachdem sie einen Artikel von Higginson im Atlantic gelesen hatte, bat Dickinson ihn, ihr Mentor zu werden. The Atlantic Monthly hat auch viele der Arbeiten von Mark Twain publiziert, darunter einen Text, der erst 2001 veröffentlicht wurde.

Die Zeitschrift veröffentlichte auch verschiedene spekulative Artikel, die die Entwicklung neuartiger Technologien inspirierten. Das klassische Beispiel ist Vannevar Bushs Essay As We May Think im Juli 1945, der Ted Nelson und Douglas Engelbart zur Entwicklung der Hypertext-Technologie inspirierte.

The Atlantic ist unter den literarischen Magazinen immer durch seine spezielle Bindung an Neuengland aufgefallen, was es von Magazinen wie Harper’s und später dem The New Yorker, die beide in New York City beheimatet sind, unterscheidet.

Seit dem dritten Jahr ihres Erscheinens wurde die Zeitschrift vom Verlag Ticknor and Fields verlegt, der später ein Teil von Houghton Mifflin wurde. Die Zeitschrift wurde während des Ersten Weltkriegs von ihrem damaligen Herausgeber Ellery Sedgwick gekauft, blieb aber in Boston.

Am 27. September 1999 wurde abermals ein Verkauf der Zeitschrift öffentlich angekündigt, dieses Mal von Mort Zuckerman an David Bradley, dem Besitzer von beltway die zur National Journal Group gehört. Bradley besuchte die Büros und versprach, es werde keine größeren Änderungen geben, eingeschlossen einen Umzug nach Washington D.C.[1]

Die Herausgeber des Magazins verkündeten im April 2005, dass die Redaktionsräume aus dem angestammten Sitz 77 North Washington St., Boston umziehen würden, um zu der Werbe- und Vertriebsabteilung nach Washington, D.C. zu stoßen; dies wurde mit den hohen Immobilienpreisen in Boston begründet.[2] Im August sagte Bradley dem New York Observer, dass die Kostenersparnis nur $ 200.000–300.000 betrage und durch Aufwendungen für Abfindungen wieder aufgebraucht würde. Der Grund des Umzugs war demnach, die besten Köpfe von Bradleys Publikationen an einem Ort zu versammeln, wo sie zusammenarbeiten könnten. Von den Mitarbeitern in Boston waren nur wenige mit einem Umzug einverstanden, was es Bradley erlaubte, sich nach neuen Redaktionsmitgliedern umzusehen.[3] Ebenfalls im Jahr 2005 kündigte The Atlantic an, in Zukunft keine Kurzgeschichten mehr in den regulären Ausgaben zu veröffentlichen und dafür eine jährliche Sonderausgabe herauszubringen.

Nachdem schon die Zeitschrift schon 2001 nur noch elfmal (Zusammenlegung von Juli- und Augustausgabe) und inzwischen nur noch zehnmal jährlich erschien, benannte sie sich Ende 2007 von The Atlantic Monthly in The Atlantic um.[4]

Die Zeitschrift veröffentlicht seit langer Zeit cryptic crosswords, die von Emily Cox und Henry Rathvon erstellt werden.

Herausgeber[Bearbeiten]

  • 1857–1861: James Russell Lowell
  • 1861–1871: James Thomas Fields
  • 1871–1881: William Dean Howells
  • 1881–1890: Thomas Bailey Aldrich
  • 1890–1898: Horace Elisha Scudder
  • 1898–1899: Walter Hines Page
  • 1899–1909: Bliss Perry
  • 1909–1938: Ellery Sedgwick
  • 1938–1966: Edward A. Weeks
  • 1966–1980: Robert Manning
  • 1980–1999: William Whitworth
  • 1999–2003: Michael Kelly
  • 2003–2006: Cullen Murphy
  • seit 2006: James Bennet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Atlantic Monthly – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. No jobs at risk, Atlantic's new owner says. In: Boston Globe. 20. September 1999
  2. Atlantic, 148-year institution, leaving city magazine of Twain, James, Howells heads to capital. In: Boston Globe. 15. April 2005
  3. Atlantic owner scours country for cinder-editor. In: New York Observer. 29. August – 5. September 2005
  4. Alex Kuczynski (7. Mai 2001). MediaTalk. This summer, it's The Atlantic Not-Monthly. New York Times
    Keith J. Kelly (14. Dezember 2007). So, what's the frequency at the atlantic? New York Post (beide engl.; abgerufen 30. Oktober 2008)