The Body Shop

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The Body Shop International plc
Logo
Rechtsform plc
Gründung 1976
Sitz Littlehampton, England
Umsatz 606 Mio. Euro (2005)
Branche Konsumgüter
Website www.thebodyshop.com

The Body Shop ist eine britische Handelskette für Kosmetikprodukte und ein Tochterunternehmen von L'Oréal. Sie wirbt mit dem Verzicht auf Tierversuche sowie mit der Einhaltung weiterer ethischer Grundsätze. Weltweit gab es im Jahr 2010 mehr als 2800 Filialen in 65 Ländern[1], im Jahr 2005 wurde ein Umsatz von 606 Millionen Euro erwirtschaftet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine The Body Shop-Filiale in Hongkong
Eine The Body Shop-Filiale in Darmstadt

The Body Shop wurde 1976 von Anita Roddick in Brighton (England) gegründet.

The Body Shop führt seit Jahren regelmäßig Kampagnen durch um auf Missstände hinzuweisen und gegen diese vorzugehen. Die erste dieser Kampagnen wurde 1986 zur Rettung der Wale ins Leben gerufen. Es folgten u.a. Kampagnen zur Bewusstmachung der Notstände des Ogoni-Volkes, gegen Tierversuche, für erneuerbare Energien. 2003 startete die Kampagne "Stoppt häusliche Gewalt".[3]

Am 17. März 2006 wurde The Body Shop für 652 Millionen britische Pfund an den weltweit größten Kosmetikhersteller L'Oréal verkauft. Dieser Verkauf wurde zum Teil kontrovers bewertet. So erweiterte die Organisation Naturewatch daraufhin ihren Boykottaufruf gegen L'Oréal auch auf The Body Shop.[4]. Andere Gruppen wie PETA hofften dagegen, dass der Verzicht auf Tierversuche von L'Oréal übernommen wird.

Im Herbst 2006 hat The Body Shop mit The Body Shop At Home das in den USA und Kanada erfolgreich getestete Direktvertriebsmodell nach Europa übertragen. Neben dem stationären Geschäft werden die Produkte von The Body Shop seitdem auch in Deutschland im Direktvertrieb verkauft. Dabei stützen sich die Vertriebsmitarbeiter zumeist auf das sogenannte Partysystem, mit dem auch andere Direktvertriebsunternehmen, wie zum Beispiel Tupperware, ihre Produkte verkaufen. Dieser Direktvertrieb wurde Ende Juni 2008 beendet. Seit dem 19. April 2007 war The Body Shop At Home Mitglied im Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. und hat damit dessen Verhaltensstandards für einen fairen Direktvertrieb anerkannt.

Am 31. August 2009 startete eine dreijährige weltweite Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern. Diese Kampagne findet in Zusammenarbeit mit ECPAT (Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung) statt. In Deutschland werden Unterschriften gesammelt, mit denen man die Bundesregierung auffordert, sich besser um die Nachbetreuung von Opfern sexueller Ausbeutung zu kümmern. Außerdem gibt es den Filialen eine spezielle Handcreme zu kaufen, von deren Reingewinn 6,32 Euro an die ECPAT e.V. Deutschland geht.

Die Schweizer Coop übernahm im März 2010 die 37 Schweizer Filialen zu einem nicht genannten Preis vom L'Oréal-Konzern, an dem der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé maßgeblich beteiligt ist. Diese Läden werden seither unter dem Namen The Body Shop Switzerland geführt.[1]

Ethische Grundsätze[Bearbeiten]

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Die Produktlinie von The Body Shop basiert nach eigenen Angaben auf fünf Säulen:

  • Tierschutz – Die Firma verzichtet auf Tierversuche, da sie ihrer Meinung nach in der Kosmetikindustrie weder notwendig, noch moralisch vertretbar sind.
  • Hilfe durch fairen Handel – Natürliche Inhaltsstoffe werden von kleinen Händlern weltweit zugekauft mit dem Ziel eine langfristige, faire Handelsbeziehung aufzubauen.
  • SelbstachtungThe Body Shop geht davon aus, dass jeder Mensch schön ist und auch stolz darauf sein sollte.
  • Menschenrechte – Die Achtung der Menschenrechte ist ein zentrales Anliegen der Geschäftslinie, um diese zu unterstützen werden verschiedene Initiativen unterstützt.
  • Umweltschutz – Die Verantwortung der Unternehmen die Ressourcen der Welt zu schonen ist ein weiteres Anliegen.

Kritik[Bearbeiten]

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The Body Shop wurde in der Vergangenheit häufig dafür kritisiert, dass Werte und Realität auseinander klaffen.[5][6] Insbesondere das Programm Hilfe durch fairen Handel wurde als reine PR-Maßnahme ohne Nutzen für die Lieferanten bezeichnet.[7] Den Verzicht auf Tierversuche beschränkt The Body Shop auf Inhaltsstoffe, für die nach 1991 keine Tests mehr durchgeführt wurden.[8] In den Produkten werden zwar natürliche Inhaltsstoffe verwendet, aber nicht ausschließlich.

Literatur[Bearbeiten]

  • Marion Hume, Susan Irvine, Juliet Warkentin, Corinna Böhm, Caroline Shepherd, Jason Brooks (Illustrationen); Gudrun Ruoff (Hrsg.): The Body-Shop-Book. Die schönsten Seiten der Körperpflege (Originaltitel: Body Shop). Übersetzt von Susanne Bunzel-Harris. Hahn, München 1996, ISBN 3-87287-427-6.
  • Anita Roddick: Die Body Shop Story. Die Vision einer aussergewöhnlichen Unternehmerin (Originaltitel: Business as Unusual). Übersetzt von Nikolaus Gatter. Econ, München 2001, ISBN 3-430-17878-9.
  • Anita Roddick: Body and Soul. Erfolgsrezept Öko-Ethik (Originaltitel: Body and Soul). Übersetzt von Joachim Pente und Rainer Schmidt. 2. Auflage. Econ, Düsseldorf / Wien / New York, NY / Moskau 1992 (Erstausgabe 1991), ISBN 3-430-17791-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Coop übernimmt alle 37 Body-Shop-Filialen in der Schweiz. Abgerufen am 12. Juni 2010.
  2. Der Standard vom 18./19. März 2006 Seite 28
  3. http://www.thebodyshop.com/_en/_ww/values-campaigns/campaign-history.aspx
  4. Boycott the Body Shop
  5.  Große Kluft. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1994 (5. September 1994, online).
  6. New York Times: Market Place; Body Shop's Green Image Is Attacked, 2. September 1994
  7. Neoliberal Ecopolitics and Indigenous Peoples: The Kayapo, The “Rainforest Harvest,” and The Body Shop, Terence Turner
  8. Öko-Kosmetik: Flecken auf der grünen Weste

Weblinks[Bearbeiten]