The Breeders

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The Breeders
The Breeders beim Summercase Festival 2008
The Breeders beim Summercase Festival 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock
Gründung 1988
Website http://thebreedersmusic.com/
Aktuelle Besetzung
Kim Deal
Gesang, Gitarre
Kelley Deal
Jim Macpherson
Josephine Wiggs
Ehemalige Mitglieder
Jose Medeles, Mando Lopez, Cheryl Lyndsey, Tanya Donelly, Carrie Bradley, Richard Presley, Nate Farley, Britt Walford, Jon Mattock

The Breeders sind eine amerikanische Alternative-Rock-Band, die 1988 als Nebenprojekt von Kim Deal von den Pixies und Tanya Donelly von den Throwing Muses gegründet wurden. Zu ihnen gesellten sich die britische Bassistin Josephine Wiggs und der Schlagzeuger von Slint, Britt Walford, unter dem Pseudonym „Shannon Dorton“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unzufrieden mit ihrer untergeordneten Rolle als Bassistin bei den Pixies, tat sich Kim Deal 1988 mit der mit ihrer Rolle bei den Throwing Muses ebenfalls nicht glücklichen Tanya Donelly zusammen. Als Namen für ihre ursprünglich als reines Nebenprojekt geplante Band entschieden sich die beiden Musikerinnen für The Breeders, welcher von Deal bereits vor den Pixies für eine Band mit ihrer Schwester Kelley verwendet worden war. Der Ausdruck ‚Breeders‘ ‚Züchter‘, ist im Englischen eine abfällige Bezeichnung von Homosexuellen für Heterosexuelle.

Pod und Last Splash[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das erste Album rekrutierten Deal und Donelly die britische Bassistin Josephine Wiggs von der Band The Perfect Disaster und Britt Walford (unter dem Pseudonym Shannon Doughton) von Slint am Schlagzeug. Pod wurde von Steve Albini produziert und während einer Großbritannien-Tour der Pixies in Edinburgh aufgenommen. Der Stil des Albums lehnt sich stark an den der Pixies an, mit laut schallenden Gitarren, bedrohlich wirkenden Melodien und kompromisslosen Texten. So ist das Lied „Hellbound“ aus der Sicht eines abgetriebenen Fötus geschrieben, während „Iris“ graphisch die weibliche Menstruation beschreibt.

Nach der Aufnahme von Pod beschäftigten sich die Bandmitglieder wieder mit ihren jeweiligen Hauptbands. Erst 1992 folgten weitere Aufnahmen, bei denen erstmals Kims Schwester Kelley Deal als zusätzliche Gitarristin mitwirkte, obwohl sie das Instrument dafür erst lernen musste. Die vier entstandenen Lieder wurden als EP unter dem Namen Safari veröffentlicht.

Nach der Trennung der Pixies rekrutierte Kim Deal den Schlagzeuger Jim Macpherson aus der örtlichen Band-Szene ihrer Heimatstadt Dayton, Ohio, wodurch die Breeders endlich eine vollwertige Band waren. Allerdings stieg Donelly aus der Band aus, weil sie sich wie bei den Throwing Muses zu wenig beachtet fühlte. In der Besetzung Deal / Deal / Wiggs / Macpherson absolvierten die Breeders 1992 ihre ersten hochkarätigen Konzerte, indem sie für Nirvana als Vorband auf deren Europa-Tournee spielten. 1993 erschien schließlich das kommerziell erfolgreichste Album der Breeders, Last Splash, mit der Hitsingle Cannonball, bei deren Musikvideo Spike Jonze Regie führte. Das Album wurde auch bei den Kritikern gelobt, welche Kim Deals gereifte Songschreiber-Qualitäten priesen, und machte die Band zu echten Alternative-Rock-Stars. 1994 wurde Last Splash von der RIAA mit Platin ausgezeichnet – für über eine Million verkaufte Einheiten.

Spätere Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den folgenden Jahren tourten die Breeders ausgiebig und widmeten sich anschließend anderen Projekten; Kim Deal z. B. der Band The Amps. Erst im Jahr 2002 erschien das Album Title TK, bei dem wieder neue Mitglieder mitwirkten.

Am 4. April 2008 veröffentlichte die Band das Album Mountain Battles, auf dem neben englischsprachigen Stücken auch Titel auf Deutsch und Spanisch zu finden sind.

2012 formierten sich die Breeders erneut in der Besetzung, die das Album Last Splash eingespielt hatte. In dieser klassischen Besetzung mit den Deal-Schwestern, Wiggs und Macpherson ging die Band auf Tour, um die im folgenden Jahr erscheinende 20th Anniversary Edition von Last Splash zu promoten. In der Folge arbeiteten die Breeders an neuen Liedern, um schließlich am 2. März 2018 das erste Studioalbum seit zehn Jahren zu veröffentlichen. All Nerve wurde wie alle anderen Studioalben der Band auf dem britischen Independent-Label 4AD veröffentlicht und beinhaltet elf Tracks, darunter die Single Wait In The Car, welche bereits im Jahr 2017 erschienen war.[1] Von den Kritikern wurde das neue Werk durchaus positiv aufgenommen, AllMusic und der Rolling Stone vergaben 4 von möglichen 5 Sternen[2][3] und der Record Collector sogar 5 von 5[4].

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 Pod
300! 300! 300! 22
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 28. Mai 1990
1993 Last Splash
68
(9 Wo.)
300! 300! 5
SilberSilber

(5 Wo.)
33
PlatinPlatin

(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 1993
2002 Title TK
91
(1 Wo.)
300! 300! 51
(2 Wo.)
130
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2002
2008 Mountain Battles
300! 300! 300! 46
(2 Wo.)
98
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. April 2008
2018 All Nerve
83
(1 Wo.)
48
(1 Wo.)
60
(1 Wo.)
9
(2 Wo.)
79
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. März 2018

Weitere Veröffentlichungen

  • 2013: LSXX (20th Anniversary Edition von Last Splash)

EPs und Live-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1992 Safari
300! 300! 300! 69
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 6. April 1992
1994 Head to Toe
300! 300! 300! 68
(2 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 11. Juni 1994

Weitere Veröffentlichungen

  • 1994: Live in Stockholm 1994
  • 2009: Fate to Fatal

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Cannonball
Last Splash
300! 300! 300! 40
(3 Wo.)
44
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. August 1993
Divine Hammer
Last Splash
300! 300! 300! 59
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 1993
2002 Son of Three
Title TK
300! 300! 300! 72
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 2. September 2002

Weitere Singles[6]

  • 1994: No Aloha
  • 1994: Saints
  • 1997: Climbing The Sun
  • 2002: Off You
  • 2002: Huffer
  • 2008: Bang On
  • 2008: We're Gonna Rise
  • 2008: Walk It Off
  • 2017: Wait In The Car

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: „Collage“ (auf dem Soundtrack des Kinofilms Mod Squad – Cops auf Zeit)
  • 2003: „Wicked Little Town (Hedwig version)“ (auf der Kompilation Wig in a Box)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Colin Larkin: The Encyclopedia of Popular Music. 5. Auflage. Omnibus Press, London 2011, ISBN 978-0-85712-595-8 (englisch).
  • Stephen Thomas Erlewine: The Breeders Biography. In: allmusic.com. Abgerufen am 11. November 2018 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Breeders – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Müller: The Breeders All Nerve. In: rollingstone.de. 8. März 2018, abgerufen am 10. November 2018.
  2. https://www.allmusic.com/album/all-nerve-mw0003140587
  3. https://www.rollingstone.com/music/music-album-reviews/review-the-breeders-return-to-dynamic-drama-of-nineties-heyday-on-all-nerve-203932/
  4. https://recordcollectormag.com/reviews/nerve
  5. a b c Chartquellen: DE CH UK US
  6. https://www.discogs.com/artist/39778-The-Breeders?filter_anv=0&subtype=Singles-EPs&type=Releases