The Cabin in the Woods

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Filmdaten
Deutscher Titel The Cabin in the Woods
Originaltitel The Cabin in the Woods
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Drew Goddard
Drehbuch Drew Goddard,
Joss Whedon
Produktion Joss Whedon
Musik David Julyan
Kamera Peter Deming
Schnitt Lisa Lassek
Besetzung

The Cabin in the Woods ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 2012 mit parodistischen Elementen. Regie führte Drew Goddard. Das Drehbuch schrieben er und Joss Whedon, der auch als Produzent fungierte. Der deutsche Kinostart fand am 6. September 2012 statt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf junge Leute, die schüchterne Dana, Jules und ihr Freund Curt, Holden und der stets kiffende Marty, wollen in einer einsamen Hütte Urlaub machen. Ohne ihr Wissen wurden aber sowohl die Vorbereitungen der Reise von einer geheimen Organisation bzw. Behörde akribisch geplant als auch das Verhalten der Studenten auf geschickte Art und Weise beeinflusst. Von Mitarbeitern der Organisation werden sie rund um die Uhr mit im Haus versteckten Kameras beobachtet und durch verborgene Mechanismen wie Gas- und Hormondüsen manipuliert, während die Angestellten der rätselhaften Behörde versuchen, ihre offensichtliche Anspannung mit Humor und Geschmacklosigkeiten zu überdecken. So finden die Protagonisten den Keller, der mit seltsamen, antiken Dingen gefüllt ist. Das Vorlesen aus einem Tagebuch führt schließlich dazu, dass die Organisation eine Zombiefamilie freilässt, die sich auf den Weg macht, die Jugendlichen zu töten. Jules wird der Kopf abgetrennt und Marty verschleppt. Die drei Verbliebenen flüchten im Wohnmobil. Als sie einen Tunnel passieren wollen, stürzt dieser durch eine von der Organisation in letzter Sekunde ausgelöste Sprengung ein. Als Curt versucht, mit dem Motorrad über einen Graben zu springen und Hilfe zu holen, zerschellt er an einem unsichtbaren Kraftfeld. Dana und Holden erkennen, dass sie gefangen sind, und kehren mit dem Wohnmobil zum Haus zurück. Dabei wird Holden von einem Zombie getötet. Der Camper stürzt ins Wasser und Dana kann sich ans Ufer retten.

In der Zentrale der Organisation wird in diesem Moment das durch die Tötungen ausgeführte Ritual für beendet erklärt, da alle bis auf Dana ermordet wurden bzw. umgekommen sind; da Danas Tod für den Erfolg des Rituals nicht notwendig ist, beginnt man zu feiern. Doch Marty hat überraschend überlebt, rettet Dana vor einem weiteren Zombieangriff und flüchtet mit ihr über einen geheimen Zugang, den er entdeckt hat, in die unterirdische Zentrale der Organisation. Dort treffen sie auf eine Vielzahl unterschiedlicher Horrorwesen, die von der Organisation gefangen gehalten werden. Bei den Mitarbeitern bricht Panik aus, da das Ritual überall sonst gescheitert ist und nun alles von ihnen abhängt. Per Durchsage teilt man den beiden Teenagern mit, dass Marty leider sterben müsse; in die Enge getrieben, befreien die beiden die Horrorgeschöpfe, die nun durch die Gänge der Zentrale ziehen und Menschen töten. Marty und Dana können im Chaos bis in die unterste Etage vordringen, wo sie auf die Anführerin der Organisation treffen. Von ihr erfahren sie die Wahrheit über die Hütte im Wald und das gesamte Vorhaben. In der Erde leben demnach die grauenvollen „uralten Götter“, die einst die Welt beherrschten und einmal im Jahr durch die ritualisierte Ermordung von mindestens vier jungen Menschen besänftigt werden müssen, damit die Menschheit weiterbestehen kann. Die Anführerin versucht Dana zu überreden, Marty zu töten, um das Ritual vor Sonnenaufgang abzuschließen. Dana ist kurz davor, ihr zu gehorchen, da entbrennt ein Kampf, in dem Dana von einem Werwolf schwer verwundet und die Anführerin vom letzten Mitglied der Zombiefamilie getötet wird. In dem Wissen, dass das Ritual nicht abgeschlossen ist, erwarten Dana und Marty danach das bevorstehende Erwachen der Götter, nachdem sie entschieden haben, dass die Menschheit es unter diesen Umständen verdient habe, ausgelöscht zu werden. Dann stürzen der unterirdische Tempelraum und die Hütte ein, und eine riesige Hand greift aus der Tiefe empor und senkt sich in Richtung der Kamera.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von März bis Mai 2009 im kanadischen Vancouver gefilmt. Joss Whedon war Co-Autor des Skripts gemeinsam mit Cloverfield-Drehbuchautor Drew Goddard, der zusätzlich mit The Cabin in the Woods sein Regiedebüt gab. Goddard hatte bereits bei den Fernsehserien Buffy und Angel mit Whedon zusammengearbeitet.

Whedon beschrieb den Film als einen Versuch, das Horror-Genre wiederaufblühen zu lassen. Er bezeichnete den Film als einen loving hate letter für das Genre.

“On another level it’s a serious critique of what we love and what we don’t about horror movies. I love being scared. I love that mixture of thrill, of horror, that objectification/identification thing of wanting definitely for the people to be alright but at the same time hoping they’ll go somewhere dark and face something awful. The things that I don’t like are kids acting like idiots, the devolution of the horror movie into torture porn and into a long series of sadistic comeuppances. Drew and I both felt that the pendulum had swung a little too far in that direction.”

„Auf einer anderen Ebene ist es eine ernsthafte Kritik daran, was wir an Horrorfilmen lieben und was nicht. Ich liebe es, Angst zu haben. Ich liebe diesen Mix aus Nervenkitzel und Horror, diese Objektifizierungs-/Identifikationssache, bei der man eindeutig will, dass es den Leuten gut geht, aber gleichzeitig hofft, dass sie an einen dunklen Ort gehen und etwas Entsetzlichem begegnen. Was ich nicht mag, sind Jugendliche, die sich wie Idioten verhalten, die Entartung des Horrorfilms hin zum Torture Porn und zu einer langen Serie wohlverdienter sadistischer Bestrafungen. Drew und ich fanden beide, dass das Pendel etwas zu sehr in diese Richtung ausgeschlagen hat.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche Kritiker bewerteten The Cabin in the Woods fast durchweg positiv.

Filmstarts.de urteilte: „The Cabin in the Woods ist so anders, so intelligent und so unterhaltsam, dass ihn sich nicht nur Horrorfilm-Fans auf keinen Fall entgehen lassen sollten!“[2]

Gamona.de schrieb: „Genug mit den Klischees. Weniger ein wackerer Horrorfilm als vielmehr ein Streifen, der die Mechanismen des Genres fein säuberlich zerlegt.“[3]

Filmszene.de schrieb: „Dies ist einer der raren Filme, bei dem PR-Geseiere wie „dieser Film wird das Genre verändern“ tatsächlich und ausnahmsweise mal stimmt. Denn Whedon und Goddard sind so gnadenlos in ihrer Dekonstruktion des Horrorgenres und seiner Klischees, dass man nach diesem Film eigentlich keinen Horrorfilm mehr gucken kann, ohne nicht an „The Cabin In The Woods“ und seine grandiose Grundidee zu denken.“[4]

Bei Film-rezensionen.de hieß es als Fazit: „Fünf Jugendliche, die ein Wochenende in einer abgelegenen Hütte verbringen und dort nach und nach abgeschlachtet werden – nein, sonderlich originell ist das nicht. Normalerweise. Aber bei The Cabin in the Woods ist recht wenig normal. Denn hier treffen Horror und Satire zu etwas ganz eigenem zusammen.“[5]

Der Filmdienst hingegen schrieb: "Das alles macht so wenig Sinn wie die Drehbücher, deren hanebüchene Vorlagen fürs schauträchtige Gemetzel hier angeblich aufs Korn genommen werden. Wenn man mit den Sehgewohnheiten der Zuschauer spielt, sollte wenigstens die innere Logik des Films gewahrt bleiben. Was bei „Scream“ gelingt, scheitert hier komplett. Goddard und Whedon wollen zu viel: einen Sci-Fi-, Horror-, Monster- und Endzeitfilm, einen für Fans und Kritiker, die versteckte Filmzitate erraten, eine Reflexion übers Genre und überdies einen nicht zu komplizierten Unterhaltungsfilm mit Starpotenzial. Herausgekommen ist dabei allerdings nur ein weiterer Genrefilm, der lediglich dann Spaß macht, wenn man nicht zu genau über ihn nachdenkt."[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Total Film: Joss Whedon talks The Cabin in the Woods. TotalFilm.com. Abgerufen am 17. April 2012.
  2. Kritik auf Filmstarts.de
  3. Kritik auf gamona.de
  4. Kritik auf filmszene.de
  5. film-rezensionen.de: Kritik
  6. Kritik auf Filmdienst.de