The Commuter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
Deutscher Titel The Commuter
Originaltitel The Commuter
Produktionsland Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2018
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Jaume Collet-Serra
Drehbuch Byron Willinger,
Philip de Blasi,
Ryan Engle
Produktion Andrew Rona,
Alex Heineman
Musik Roque Baños
Kamera Paul Cameron
Schnitt Nicolas De Toth
Besetzung
Synchronisation

The Commuter (englisch für Der Pendler) ist ein US-amerikanisch-britisch-französischer Actionfilm mit Liam Neeson in der Hauptrolle. Der Film, bei dem der Spanier Jaume Collet-Serra Regie führte, erschien am 11. Januar 2018 in den deutschen Kinos.[2] Er ist bereits das vierte gemeinsame Projekt von Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra. Seit Mai 2021 wird der Film im deutschsprachigen TV unter dem Titel The Commuter – Die Fremde im Zug ausgestrahlt.[3][4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Versicherungsmakler und ehemalige Polizist Michael MacCauley, ein irischer Einwanderer, pendelt bereits seit zehn Jahren mit der Bahn aus dem kleinen Vorort, in dem er mit seiner Familie lebt, nach Manhattan. Als er eines Tages ohne jede Vorwarnung entlassen wird, trifft er sich voller Verzweiflung mit Alex Murphy, seinem früheren Partner bei der Polizei, auf einen Drink; danach steigt er abends zum vorerst letzten Mal in den Zug, der ihn nach Hause bringen soll. Genau diese Fahrt gestaltet sich jedoch anders als üblich. Zunächst wird Michaels Handy gestohlen. Dann spricht ihn eine fremde Frau an, die sich ihm als Joanna vorstellt, und macht ihm nach einiger Zeit ein scheinbar hypothetisches Angebot: Wenn er es schafft, vor der Endstation des Zuges einen bestimmten Passagier oder eine bestimmte Passagierin namens „Prynne“ ausfindig zu machen, winken ihm 100.000 Dollar. Der Haken an der Sache ist, dass er von der Frau nur zwei sehr vage Hinweise zu der unbekannten Person bekommt und die Endstation bereits in weniger als einer Stunde erreicht sein wird.

Bedingt durch seine überraschende Arbeitslosigkeit und den Wunsch, seinem Sohn dennoch die teuren Studiengebühren finanzieren zu können, nimmt er die erste Anzahlung von 25.000 Dollar und somit das Angebot an. Später wird jedoch deutlich, dass nicht nur das Leben aller Mitreisenden, sondern auch das von Michaels Familie in Gefahr gerät, sollte er sich weigern, die Person ausfindig zu machen. So bleibt ihm keine andere Wahl, als sich auf die Suche nach dem gefragten Passagier zu machen. Im Laufe der Suche verwickelt MacCauley die Fahrgäste in Gespräche. Er schafft es, sechs Passagiere auszumachen, auf die die Beschreibung passt, und wird durch einen Mittelsmann von „Joanna“ aufgefordert, die verdächtige Person zu identifizieren, damit dieser sie töten kann. Nach einem heftigen Handgemenge schmeißt er den Mittelsmann stattdessen aus dem Zug. Joanna meldet sich bei ihm und verlangt, dass nun er selbst die Zielperson ermorden müsse, um seine Familie zu retten.

MacCauley erkennt, dass eine junge Frau die gesuchte Person sein muss, und statt sie zu töten, fordert er den Zugbegleiter mit vorgehaltener Waffe dazu auf, die Notbremse zu ziehen, um keine Menschenleben zu riskieren. Doch die Bremse ist manipuliert, das Bremssystem fällt aus und der Zug droht zu entgleisen. Zuvor gelingt es MacCauley zusammen mit dem Zugbegleiter jedoch immerhin, den letzten Waggon, in dem sich sämtliche Passagiere befinden, vom Rest des Zuges zu trennen. Der dennoch unvermeidliche Unfall fällt daher glimpflich aus, doch der Zugbegleiter wird dabei getötet. Es stellt sich heraus, dass die gesuchte Person die Zeugin eines Mordes ist, den Polizisten begangen haben, und daher liquidiert werden soll.

Der entgleiste Waggon wird von Polizisten umstellt, die MacCauley als Geiselnehmer verdächtigen. Es kommt zum Showdown zwischen MacCauley und seinem ehemaligen Kollegen Murphy, der sich als Auftragskiller im Dienst einer unbekannten Behörde herausstellt. Nach einem heftigen Kampf wird Murphy von den Scharfschützen erschossen, da MacCauley dessen Transponder, der ihn für die Scharfschützen als einen der ihren identifiziert, unbemerkt an sich genommen hat und Murphy deshalb für MacCauley gehalten wird. MacCauleys Frau und sein Sohn bleiben unversehrt und treffen kurz danach an der Unglücksstelle ein.

Einige Zeit später wird „Joanna“ von MacCauley während einer weiteren Zugfahrt gefunden. Er unterhält sich mit ihr auf die gleiche Art wie damals und schlussfolgert, dass nicht Murphy die Zeugin in seinen üblichen Zug gesetzt hat, sondern sie es war, die ihn und Murphy manipuliert hat. Auf ihre Frage, was jetzt passiere, hält er ihr seine Polizeimarke unter die Augen: Er hat durch sein beherztes Handeln wieder seinen alten Beruf als Polizist aufgenommen.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation übernahm die Interopa Film GmbH nach einem Dialogbuch von Sven Hasper unter der Dialogregie von Antonia Ganz.

Rolle Schauspieler Synchronsprecher[5]
Michael MacCauley Liam Neeson Bernd Rumpf
Joanna Vera Farmiga Claudia Urbschat-Mingues
Alex Murphy Patrick Wilson Alexander Doering
Walt Jonathan Banks Erich Räuker
Captain Hawthorne Sam Neill Wolfgang Condrus
Karen MacCauley Elizabeth McGovern Elisabeth Günther
FBI-Agent Dylan Killian Scott Imme Aldag
Vince Shazad Latif Ozan Ünal
Tony Andy Nyman Michael Iwannek
Eva Clara Lago Maja Maneiro
Gwen Florence Pugh Derya Flechtner
Danny MacCauley Dean-Charles Chapman David Kunze
Sam Colin McFarlane Milton Welsh
Jimmy Adam Nagaitis Jeremias Koschorz

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt von Kritikern gemischte Bewertungen. Rotten Tomatoes zählte 118 positive und 95 negative Rezensionen.[6] Metacritic zählte 19 positive, 22 gemischte und 3 negative Veröffentlichungen.[7] Auf der Seite der Internet Movie Database wurde bei 105.917 Nutzern die gewichtete Durchschnittsnote 6,3 von 10 ermittelt.[8]

Knut Elstermann von MDR Kultur befand: „Regisseur Jaume Collet-Serra lässt es sehr unterhaltsam krachen, gibt seinem Star zum Glück aber immer genügend Raum, um den gut gereiften Charme zu entfalten“.[9]

Frank Schnelle von der epd Film meint: „Im klassischen Hollywood wäre er ein waschechter B-Filmer gewesen, zu Hause in allen Genres, mit den Regeln des Handwerks bestens vertraut, spezialisiert auf geradlinige Geschichten. B-Filme gibt es schon lange nicht mehr, jedenfalls nicht im Kino, aber Jaume Collet-Serra dreht trotzdem welche: in technischer Hinsicht pompös, mit großen Stars besetzt, im Kern aber eben doch ‚nur‘ dreckige kleine Thriller, die nicht mehr wollen, als packend zu unterhalten“. Er lobt vor allem die Kameraführung im Film, kritisiert jedoch das zum Ende unglaubwürdig wirkende Drehbuch.[10]

Der Filmdienst urteilt: „Der glänzend ausgearbeitete und suggestiv fotografierte Thriller streift das moralische Dilemma des Protagonisten eher am Rande. Dafür beeindruckt umso mehr das atmosphärische Design des klaustrophobischen Handlungsortes und die stringent dynamische Inszenierung.“[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für The Commuter. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. The Commuter auf filmstarts.de
  3. The Commuter – Die Fremde im Zug im ZDF, abgerufen am 17. Januar 2022
  4. The Commuter – Die Fremde im Zug im Österreichischer Rundfunk, abgerufen am 11. Mai 2021
  5. The Commuter. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 15. Februar 2019.
  6. The Commuter auf Rotten Tomatoes, abgerufen am 11. Mai 2021
  7. The Commuter. In: Metacritic. CBS, abgerufen am 11. Mai 2021 (englisch).
  8. The Commuter. Internet Movie Database, abgerufen am 11. Mai 2021 (englisch).
  9. „The Commuter“ – Mit Liam Neeson wird Pendeln zum Actionthriller (Memento vom 14. Januar 2018 im Internet Archive) auf mdr.de, abgerufen am 12. Januar 2018.
  10. The Commuter Filmkritik auf epd film, abgerufen am 12. Januar 2018.
  11. The Commuter. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 12. Januar 2018.