The Cratez

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The Cratez ist ein deutsches Musikproduzenten-, Songwriter- und Musiker-Duo aus Göttingen,[1] bestehend aus David Kraft (* 8. Juli 1990 in Göttingen) und Tim Wilke (* 31. Mai 1989 in Göttingen).

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David Kraft und Tim Wilke produzieren seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Musik und boten ihre Produktionen zunächst über diverse nationale und internationale Plattformen im Internet an. Ihre Instrumentals wurden international bekannt und 2010 schlossen sie sich unter dem Namen The Cratez als Produzenten-Duo zusammen.[2]

Internationale Aufmerksamkeit erreichte die von The Cratez und TheBeatPlug produzierte Single I’m not Racist des US-amerikanischen Rappers Joyner Lucas (2017). Die Single wurde für 1.000.000 Verkäufe in den USA mit einer Platin-Schallplatte ausgezeichnet und das Video zur Single wurde für einen Grammy nominiert. Das Video ging auf YouTube viral und hat (Stand: 15. Oktober 2020) mehr als 142,3 Millionen Aufrufe erzielt. Mit dem Song Ivor, auf dem international viel beachteten Platin Album Mwaka Moon (2017) des französischen Künstlers Kalash, waren The Cratez ebenfalls vertreten.

Auch deutsche Künstler wurden auf die Produktionen aufmerksam. Nach Zusammenarbeit mit Credibil, (EP Molokopf und das Rapalbum des Jahres 2015 auf iTunes Renœssance, das auf Platz 29 in den deutschen Albumcharts platziert war) und Ali As, (Album Insomnia 2017, Platz 10 deutsche Albumcharts), folgte 2017 in Deutschland der Durchbruch mit der Single Was du Liebe nennst des Rappers Bausa, die von The Cratez in Kooperation mit Jugglerz produziert wurde.[3] Die meistverkaufte deutschsprachige Rapsingle konnte als erster deutscher Rapsong den Diamantstatus (1.000.000 Einheiten) erreichen. Die Single hielt sich neun Wochen an der Spitze der deutschen Singlecharts, solange wie keine andere Deutschrapsingle zuvor.[4] Weltweit wurde die Single mehr als 1,5 Millionen Mal verkauft und gehört damit zu einer der meistverkauften Singles des Landes. Das auf YouTube veröffentlichte Musik-Video zur Single erreichte bisher mehr als 148,1 Millionen Aufrufe (Stand: 15. Oktober 2020).

The Cratez produzierten für Künstler wie RAF Camora, Bonez MC, Gzuz, Kontra K, Ufo361, Capital Bra, Bausa, Maxwell, LX, AK Ausserkontrolle, Bushido, Joshi Mizu und viele weitere Interpreten 160 Songs in den deutschen Singlecharts (Stand: 16. Oktober 2020). Von diesen Songs konnten sich 68 in den Top-10 platzieren. Zwischen Februar und Oktober 2018 waren sie mit neun verschiedenen Songs an der Spitze der deutschen sowie der österreichischen Singlecharts. Mit der im Juni 2020 veröffentlichten Single Big Body Benz von Bonez MC erreichten sie in Deutschland die zwölfte und in Österreich die sechzehnte produzierte Nummer-eins-Single in den Charts. Mit dem Song Fuckst mich nur ab von Bonez MC vom 4. September 2020 folgte die dreizehnte deutsche Nummer-eins-Single. Somit gehören The Cratez zu den Autoren mit den meisten Nummer-eins-Singles in Deutschland. In der Liste von Interpreten mit den meisten durch den BVMI zertifizierten Tonträgerverkäufen sind sie mit mehr als 7,0 Millionen Verkäufen in Deutschland erfolgreicher als Künstler wie Modern Talking, Sarah Connor oder Sido. Weltweit kommen sie auf mehr als 8.280.000 zertifizierte Verkäufe.

Seit 2020 stehen sie bei Sony Music unter Vertrag.[5] Am 28. Februar 2020 erschien ihr erstes eigenes ausschließlich digital veröffentlichtes Produzentenalbum Nonstop.[6] Die Single Skifahren mit Bausa & Maxwell feat. Joshi Mizu vom Produzentenalbum wurde im März 2020 in Deutschland für 200.000 Verkäufe mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH US US
2020 Nonstop DE78
(1 Wo.)DE
AT43
(1 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2020

Diskografie als Autor und Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unzählige Erfolge mit Capital Bra, Gzuz und Bausa: So lief das letzte Jahr für The Cratez. In: BACKSPIN WEB #allesbackspin. 4. Februar 2019, abgerufen am 29. April 2020 (deutsch).
  2. The Cratez bei Genius.com
  3. Johannes Hagen: Deutschraps Platinmaschinerie – The Cratez im Portrait. In: Hiphop.de. 23. Juni 2018, abgerufen am 18. Juli 2018.
  4. Offizielle deutsche Charts: Platz 1 für „Sing meinen Song“, Rekord für Bausa. offiziellecharts.de, 1. Dezember 2017, abgerufen am 10. Dezember 2017.
  5. Sony Music festigt Zusammenarbeit mit The Cratez. Abgerufen am 29. April 2020.
  6. Lukas Breit: The Cratez: „Nonstop“-Sampler mit Beteiligung zahlreicher Rapper. In: rap.de. 28. Februar 2020, abgerufen am 29. April 2020 (deutsch).