The Crystal Method

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Crystal Method (2006)

The Crystal Method ist ein Produzenten- und DJ-Duo aus Las Vegas. Seine Musik bewegt sich im Bereich Big Beat und Breaks. Oft wird es als US-amerikanische Antwort auf The Chemical Brothers und The Prodigy bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine der wenigen Big-Beat-Gruppen aus den USA hat sich The Crystal Method einen durchaus großen Namen aufgebaut. Ken Jordan und Scott Kirkland lernten sich ursprünglich beim Schulradio kennen und kamen erst über ein paar Hürden zu dem Stil, für den sie heute weltberühmt sind. Stark beeinflusst von der Los-Angeles-Rave-Szene und Heavy Metal gründen sie 1993 The Crystal Method, was zuvor noch eine Witzphrase eines Freundes gewesen war, der sich damit über die Tatsache lustig machte, dass die beiden auf dieselbe Frau standen (namens Crystal). Des Weiteren sagten sie später auch, dass der Name im Bezug zur Droge Crystal Meth stehe, was auch damit belegt werden kann, dass das zweite Studioalbum Tweekend genannt wurde (engl. to tweek ist ein Ausdruck des Konsums von Crystal Meth). Der erste Release aus dem gemeinsam gegründeten Bomb Shelter Studio war Now Is The Time, der Folgerelease Keep Hope Alive sorgte dann binnen kürzester Zeit für Weltbekanntheit.

Albengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem 1997 das Album Vegas veröffentlicht worden war, stand die Szene quasi Kopf. Da in den USA sämtlicher elektronischer Sound schlichtweg als Techno bezeichnet wird, war es anfänglich hart, Fuß zu fassen. Dennoch erreichten Scott und Ken mit dem Album bald auch Europa und Australien, wo ihre Produktionen mit offenen Armen empfangen wurden. Fast jeder Track von Vegas wurde mindestens einmal für eine Film- (The Replacement Killers, Romeo Must Die, Zoolander, Nur noch 60 Sekunden, Spawn, Blade: Trinity, Driven, Stigmata etc.), Videospiel- (Need for Speed, Splinter Cell, FIFA Soccer etc.), Trailer- (The Matrix, Verrückt/Schön) oder Fernsehproduktion (Third Watch – Einsatz am Limit, CSI: Den Tätern auf der Spur etc.) verwendet.

2002 sollte die kreative Pause und damit lange Wartezeit der Fans mit Tweekend belohnt werden. Kollaborationen mit Scott Weiland von den Stone Temple Pilots, DJ Swamp von Beck, Fiona Apple und Tom Morello von Rage Against the Machine sollten ebenso für Abwechslung sorgen. Das Album präsentierte sich in einem düsteren Gewand, groovig, funky, dreckig und gewohnt dick. Name of the Game bescherte ihnen sogar bei den MTV Music Awards 2002 eine Nominierung als Best Newcomer.

Das kommerziell am meisten anerkannte Album ist Legion of Boom, das 2004 in die Läden kam. Features mit Rahzel von The Roots, Ex-Kyuss-Sänger John Garcia und Wes Borland von Limp Bizkit machten zwar Schlagzeilen, dennoch kam das Album bei den Fans eher durchschnittlich an. Dem Pop-Standard der Zeit entsprechend ist das Werk stark mit Kompressoren bearbeitet worden, sodass kaum mehr Dynamik vorhanden ist. Es erinnert inhaltlich stark an frühere Werke.

Radioshow und DJing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Radiosender Indie 103.1 hatten Scott und Ken bis 2008 eine Show, die ganz dem Big Beat gewidmet war und vor allem versuchte, aufstrebenden Künstlern eine Plattform zu bieten, die auch wahrgenommen wird. Dies spiegelte sich im 2004 veröffentlichten DJ-Mix-Album Community Service wider, das 2005 auch gleich einen Nachfolger fand und sich vor allem der britischen Big-Beat-Szene widmet.

Als DJs sind die Künstler von The Crystal Method weltweit begehrt und bei Shows meistens ausgebucht. Der von ihnen gespielte Sound wird vor allem für Clubbings, Fashion-Shows oder Produktpräsentationen (und folgende Aftershow-Partys) verwendet.

Remixing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen Künstlern des Genres verhält sich The Crystal Method bezüglich Remixing überraschend zurückhaltend. Nur wenige Remixes sind bis jetzt veröffentlicht worden. Die bekanntesten hier sind sicherlich Points of Authority von Linkin Park (dieses Lied auf der iTunes Deluxe-Version von Hybrid Theory erhältlich), Renegades of Funk von Rage Against the Machine und Boom von P.O.D. Obwohl Community Service und Community Service II auch stark von selbst hinzugefügten Elementen geprägt sind, finden sich ungewöhnlich wenige Remix-Releases auf dem öffentlichen Markt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[1] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1997 Vegas
92
(43 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. August 1997
2001 Tweekend
32
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Juli 2001
2004 Legion of Boom
36
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2004
2009 Divided by Night
38
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2009
2014 The Crystal Method
56
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Januar 2014
2018 The Trip Home
300!
Erstveröffentlichung: 28. September 2018

Remixalbum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[1] Anmerkungen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2002 Community Service
160
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juli 2002

Weitere Veröffentlichungen

  • 1998: N2O: Nitrous Oxide (Soundtrack)
  • 2005: London (Soundtrack)
  • 2005: Community Service II
  • 2006: Drive: Nike + Original Run
  • 2009: X Games 3D: The Movie

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[2] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1996 Keep Hope Alive
Vegas
71
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1996
1997 Busy Child
Vegas
81
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1997
(Can’t You) Trip Like I Do
Spawn (O.S.T)
39
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1997
(mit Filter)
1998 Comin’ Back
Vegas
73
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1998
2003 Born Too Slow
Legion Of Boom
76
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2003

Computerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Crystal Method – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b The Crystal Method in den US-amerikanischen Billboard-Charts
  2. The Crystal Method in den Official UK Charts (englisch)