The Dave Clark Five

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

The Dave Clark Five (DC5) waren eine britische Musikgruppe, die Mitte der 1960er erfolgreich war. Sie waren eine der wenigen Bands, die an die kommerziellen Erfolge der Beatles heranreichen konnten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dave Clark Five bestanden in ihrer erfolgreichsten Besetzung aus Dave Clark (Schlagzeug), Mike Smith (Keyboard, Gesang), Lenny Davidson (Gitarre), Rick Huxley (Bass) und Denis Payton (Saxofon).

Die Gruppe hatte eine Reihe von Hits, darunter Glad All Over, das im Januar 1964 die Beatles von der Position 1 der britischen Charts verdrängte. Kennzeichnend für die frühen Platten der Band waren ein straffer Rhythmus und ein akustisch hervortretendes Schlagzeug. Sie war besonders populär in den USA, wo sie in ausverkauften Hallen spielte und 18 Mal in der Ed Sullivan Show zu Gast war. Insgesamt konnte sie dort 24 Aufnahmen in die Billboard Top 100 bringen, darunter zwischen 1964 und 1967 17 Top-40-Hits. Mit ihrem Titel „Over And Over“ erreichten sie Platz 1 der US-Singlecharts.[1] Aber auch in ihrer Heimat verkauften sich ihre Platten gut: davon zeugen acht Top-Ten- und insgesamt 22 Top-Fifty-Hits in der britischen Hitparade.

Nachdem die Beatles 1964 den Film A Hard Day's Night herausgebracht hatten, nahmen auch die Dave Clark Five einen Film auf, Catch Us If You Can (1965, Regie John Boorman). Ab 1967 ließ der Erfolg der Gruppe in den USA nach, während ihr in Großbritannien noch einige Top-Ten-Hits gelangen. Musikalisch kehrte sie mit der 1969 erschienenen LP The Dave Clark Five Play Good Old Rock&Roll, von denen zwei erfolgreiche EPs ausgekoppelt wurden, zu ihren Wurzeln zurück, löste sich aber, nachdem sie im Sommer 1970 noch einen Hit mit Jerry Kellers „Here Comes Summer“ hatte, Ende dieses Jahres auf.

Im Dezember 2006 verstarb der ehemalige Saxofonist Denis Payton. Am 10. März 2008 wurde die Dave Clark Five in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Wenige Tage vor der Zeremonie verstarb Mike Smith am 28. Februar 2008. Smith war seit einem Sturz im September 2003 gelähmt gewesen. Als drittes Originalmitglied verstarb Rick Huxley am 11. Februar 2013 im Alter von 72 Jahren.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1964 Glad All Over
300! 300! 300! 3
GoldGold

(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
A Session With The Dave Clark Five
300! 300! 3
(18 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1964
The Dave Clark Five Return!
300! 300! 300! 5
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
American Tour
300! 300! 300! 11
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
1965 Coast To Coast
300! 300! 300! 6
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
Weekend In London
300! 300! 300! 24
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
Catch Us If You Can
300! 300! 8
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1965
Having A Wild Weekend
300! 300! 300! 15
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
1966 I Like It Like That
300! 300! 300! 32
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
The Dave Clark Five’s Greatest Hits
300! 300! 300! 6
GoldGold

(62 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Try Too Hard
300! 300! 300! 77
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Satisfy With You
300! 300! 300! 127
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
The Dave Clark Five/More Greatest Hits
300! 300! 300! 103
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
1967 5 By 5
300! 300! 300! 119
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
You Got What It Takes
300! 300! 300! 149
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
1978 25 Thumping Great Hits
300! 300! 7
GoldGold

(10 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1978
1993 Glad All Over Again
300! 300! 28
(5 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1993
The History Of The Dave Clark Five
300! 300! 300! 127
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1993
2008 The Hits
300! 300! 15
(5 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 2008

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1963 Do You Love Me?
300! 300! 30
(6 Wo.)
11
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1963
Glad All Over
16
(16 Wo.)
300! 1
(20 Wo.)
6
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1963
Bits And Pieces
20
(8 Wo.)
300! 2
(11 Wo.)
4
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1963
1964 Can’t You See That She’s Mine
43
(4 Wo.)
300! 10
(11 Wo.)
4
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
I Knew It All The Time
300! 300! 300! 53
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
Because
300! 300! 300! 3
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
Memphis Tennessee
20
(4 Wo.)
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 1964
Thinking Of You Baby
300! 300! 26
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1964
Any Way You Want It
300! 300! 25
(5 Wo.)
14
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
Everybody Knows (I Still Love You)
300! 300! 37
(4 Wo.)
15
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1964
1965 Reelin’ And Rockin’
300! 300! 24
(8 Wo.)
23
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
Come Home
300! 300! 16
(8 Wo.)
14
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
I Like It Like That
300! 300! 300! 7
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
Catch Us If You Can
300! 300! 5
(11 Wo.)
4
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
Over And Over
12
(10 Wo.)
300! 45
(4 Wo.)
1
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1965
1966 At The Scene
300! 300! 300! 18
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Try Too Hard
300! 300! 300! 12
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Look Before You Leap
300! 300! 50
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1966
Please Tell Me Why
300! 300! 300! 28
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Satisfy With You
300! 300! 300! 50
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
Nineteen Days
300! 300! 300! 48
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1966
1967 I’ve Got To Have A Reason
300! 300! 300! 44
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
You Got What It Takes
300! 300! 28
(8 Wo.)
7
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
You Must Have Been A Beautiful Baby
300! 300! 300! 35
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
A Little Bit Now
300! 300! 300! 67
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
Red And Blue
300! 300! 300! 89
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
Everybody Knows (I Still Love You) [1967]
36
(2 Wo.)
300! 2
(14 Wo.)
43
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1967
1968 No One Can Break A Heart Like You
300! 300! 28
(7 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1968
The Red Ballon
13
(8 Wo.)
18
(4 Wo.)
7
(11 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1968
Live In The Sky
300! 300! 39
(6 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1968
1969 Put A Little Love In Your Heart
34
(4 Wo.)
300! 31
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1969
Good Old Rock ’n’ Roll
300! 300! 7
(12 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1969
1970 Everybody Get Together
300! 300! 8
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1970
Here Comes Summer
300! 300! 44
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1970
More Good Old Rock ’n’ Roll
300! 300! 34
(6 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1970
1993 Glad All Over [1993]
300! 300! 37
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 1993

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irwin Stambler: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 122–124, ISBN 0-312-02573-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zu dem Titel siehe: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. New York City, New York: Billboard Publications, 1992 S. 189
  2. The Dave Clark Five bassist Rick Huxley dies, abgerufen am 13. Februar 2013 (englisch)
  3. a b Chartquellen: DE AT UK US
  4. Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Dave Clark Five – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien