The Delfonics

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The Delfonics waren eine US-amerikanische Soulband der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Sie gelten als wichtige Vertreter des Phillysound.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

alle: Gesang

  • William Hart (* 17. Januar 1945)
  • Wilbert Hart (* 19. Oktober 1947)
  • Randy Cain (* 2. Mai 1946; † 9. April 2009), bis 1971
  • Major Harris, ab 1971

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brüder William und Wilbert Hart gründeten zusammen mit Randy Cain Anfang der 1960er The Delfonics in der High School. In ihrer Heimatstadt Philadelphia wurden sie schnell zu einem Begriff der lokalen Musikszene. Ihren landesweiten Durchbruch schafften The Delfonics 1968 mit der Veröffentlichung der Single La-La (Means I Love You), die als erste Aufnahme für die Sigma Sound Studios in Philadelphia gilt.

Der Stil der Delfonics war sanfter als traditionelle Soulmusik. Sie war stark von Phil Spectors Wall of Sound-Produktionen beeinflusst. Die Band war produktiv und schuf zahlreiche Soulklassiker; neben Didn’t I (Blow Your Mind This Time), Ready Or Not Here I Come (Can’t Hide from Love) auch La-La (Means I Love You), von dem Prince auf seinem Album Emancipation im Jahr 1996 eine Coverversion veröffentlichte.

1971 verließ Cain die Gruppe und wurde durch Major Harris ersetzt. Mitte der 1970er Jahre ließ der kommerzielle Erfolg von The Delfonics nach, und im Jahr 1975 löste sich die Band auf. Major Harris hatte daraufhin Erfolg als Solist: Love Won’t Let Me Wait erreichte 1975 Platz eins der R&B- und Platz fünf der Pop-Charts.

Die Musik der Delfonics erlebte Mitte der 1990er Jahre eine kleine Renaissance, als der US-amerikanische Regisseur Quentin Tarantino in seinem Film Jackie Brown die zwei Songs La-La (Means I Love You) und Didn’t I (Blow Your Mind This Time) in einer zentralen Szene sowie Across 110th Street von Bobby Womack als musikalisches Leitmotiv des Films benutzte. 1999 erschien die CD Forever New.

Major Harris starb 2012.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US R&B R&B
1968 La-La (Means I Love You) US100
(6 Wo.)US
1969 Sound of Sexy Soul US155
(6 Wo.)US
1970 The Delfonics US61
(18 Wo.)US
The Delfonics Super Hits US111
(18 Wo.)US
1972 Tell Me This Is A Dream US123
(11 Wo.)US

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
UK UK US US R&B R&B
1968 La-La (Means I Love You)
La-La (Means I Love You)
UK19
(10 Wo.)UK
US4
(15 Wo.)US
R&B2
(15 Wo.)R&B
Im Vereinigten Königreich erst 1971 in den Charts
I’m Sorry
La-La (Means I Love You)
US42
(9 Wo.)US
He Don’t Really Love You
US92
(4 Wo.)US
Break Your Promise
La-La (Means I Love You)
US35
(10 Wo.)US
R&B12
(10 Wo.)R&B
Ready Or Not Here I Come (Can’t Hide from Love)
Sound of Sexy Soul
UK41
(4 Wo.)UK
US35
(9 Wo.)US
R&B14
(7 Wo.)R&B
Im Vereinigten Königreich erst 1971 in den Charts
1969 Somebody Loves You
Sound of Sexy Soul
US72
(3 Wo.)US
Funny Feeling
The Delfonics
US94
(2 Wo.)US
You Got Yours and I’ll Get Mine
US40
(10 Wo.)US
R&B6
(11 Wo.)R&B
1970 Didn’t I (Blow Your Mind This Time)
The Delfonics
UK22
(9 Wo.)UK
US10
Gold
Gold

(14 Wo.)US
R&B3
(14 Wo.)R&B
Im Vereinigten Königreich erst 1971 in den Charts
Trying To Make A Fool Of Me
The Delfonics
US40
(9 Wo.)US
R&B8
(9 Wo.)R&B
When You Get Right Down to It
The Delfonics
US53
(8 Wo.)US
R&B12
(8 Wo.)R&B
1971 Over And Over/Hey! Love
The Delfonics
US52
(7 Wo.)US
R&B9
(6 Wo.)R&B
Walk Right Up to the Sun
Tell Me This Is a Dream
US81
(6 Wo.)US
R&B13
(8 Wo.)R&B
1972 Tell Me This Is a Dream
Tell Me This Is a Dream
US86
(3 Wo.)US
R&B15
(11 Wo.)R&B
1973 I Don’t Want to Make You Wait
Alive & Kicking
US91
(4 Wo.)US
R&B15
(11 Wo.)R&B

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. 3. überarbeitete Auflage, New York City, New York: St. Martin’s Press, 1989, S. 168 – ISBN 0-312-02573-4.
  • Warner, Jay: The Billboard Book Of American Singing Groups. A History 1940-1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992, S. 354f.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen:
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]