The Jezabels

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The Jezabels
The Jezabels auf dem Falls Festival 2012
The Jezabels auf dem Falls Festival 2012
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock
Gründung 2007
Website thejezabels.com
Aktuelle Besetzung
Gesang
Hayley Mary (eigentlich: Hayley Frances McGlone)
Gitarre
Sam(uel) Lockwood
Keyboard, Piano
Heather Shannon
Schlagzeug, Perkussion
Nik(olas) Kaloper
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1]
Prisoner
  AU 2 02.10.2011 (11 Wo.)
  DE 67 16.03.2012 (1 Wo.)
  CH 87 18.03.2012 (1 Wo.)
The Brink
  AU 2 10.02.2014 (5 Wo.)
  DE 79 28.02.2014 (1 Wo.)
Synthia
  AU 4 22.02.2016 (… Wo.)
Singles[1]
Dark Storm
  AU 40 17.10.2010 (1 Wo.)
Endless Summer
  AU 39 28.08.2011 (2 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

The Jezabels sind eine vierköpfige australische Alternativerockband aus Sydney.

Bandname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Band bezieht sich auf die alttestamentarische Frauengestalt der Jezebel (dt. Isebel), die gemeinhin einen schlechten Ruf als Prostituierte genießt, was aber laut Frontfrau Hayley Mary eine bewusste Fehlinterpretation ist: Jezebel stand am Übergang von einer polytheistischen zu einer patriarchalisch-monotheistischen Gesellschaft und weil sie nicht willens war, ihre alten Götter aufzugeben, wurde sie Mary zufolge von den neuen Machthabern diffamiert.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hayley Mary und Keyboarderin Heather Shannon stammen (ebenso wie das spätere Bandmitglied Sam Lockwood) aus Byron Bay und gingen gemeinsam auf die Byron Bay High School. Dort bildeten sie ein Folkduo, wobei Mary sang und Shannon Violine spielte. Shannon erhielt eine klassische Klavierausbildung, u. a. am Konservatorium in Sydney. An der University of Sydney trafen sie Sam Lockwood, der als Gitarrist einen Country- und Bluegrass-Hintergrund hatte. Zuletzt stieß Drummer Nik Kaloper hinzu. Er kam vom Thrashmetal-Punk. Sie schlossen sich 2007 zusammen und nahmen an einem Bandcontest an ihrer Universität teil, bei dem sie den zweiten Platz belegten. Ihre ersten Veröffentlichungen waren EPs, die zwei Auszeichnungen bei den Independent Music Awards gewannen. Ein inoffizielles Musikvideo mit dem Mountain Biker Danny MacAskill, in dem zu seinen Tricks im Hintergrund A Little Piece lief, verschaffte ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit in der Netzgemeinde. In ihren frühen Bandjahren (vor 2009) spielten sie im Vorprogramm australischer Bands, wie Regurgitator, Bluejuice, Duke Of Windsor, Van She, Ghostwood, Cassette Kids, Damn Arms und Sparkadia. Die Kanadier Tegan and Sara engagierten sie 2010 als Vorband für ihre Australientour. 2011 spielten sie auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg, 2012 bei T in the Park und de-Affaire.

Mit Dark Storm aus ihrer dritten EP konnten sie sich erstmals in den australischen Charts platzieren, und auch wenn das Lied nur auf Platz 40 kam, wurde es schließlich mit Gold[2] ausgezeichnet.

2011 erschien ihr von Lachlan Mitchell produziertes Debütalbum Prisoner, das im Oktober auf Platz 2 der australischen Albumcharts einstieg. Es gewann einen ARIA Award der australischen Musikindustrie als bestes Independent-Album, in sieben weiteren Kategorien war es nominiert.[3] Zudem gewannen The Jezabels den mit 30.000 australischen Dollar dotierten Australian Music Prize für ihr Album.

2012 traten The Jezabels unter anderem beim Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien auf. Ihr Album Prisoner wurde im Ausland veröffentlicht und schaffte es in Deutschland und der Schweiz in die Charts.

Ihr drittes Album Synthia erschien 2016. Der Albumtitel spielt auf die neuen Synthesizer, die sich Shannon für das Album angeschafft hatte, und den Vornamen Cynthia an. Das Album stieg auf Platz 4 der australischen Charts ein. In den "Carlton Dry Independent Music Charts" erreichte es Platz 1. Die dazugehörige Welttournee musste kurz vor Erscheinen des Albums abgesagt werden, weil Heather Shannon wegen ihres Eierstockkrebses behandelt werden musste. Da sie sich mittlerweile ausreichend erholt hatte, konnte die Band im Juli verkünden, dass die Tour ab September nachgeholt werden könne. Die erzwungene Auszeit vom Tourleben nutzte Shannon für eine Kollaboration mit Peter Garrett (Midnight Oil) auf dessen Solodebüt A New Version Of Now.

Synthia bekam 5 von 5 möglichen Punkten vom Kritiker des Guardian. Der australische Rolling Stone sprach von „einer starken Rückkehr zu alter Form“ („strong return to form“). Der deutsche Rolling Stone attestierte dem Album dagegen „eine ordentliche Portion Mainstreampathos“ und verlieh 2,5 von 5 Punkten. Der Musikexpress hielt das Album für eher schwach („Zu vieles bleibt [...] im aufgebauschten Schönklang stecken.“) und vergab 2,5 von 6 Punkten. Uwe Wohlmacher, Moderator und Kritiker für Tonart bei Deutschlandradio Kultur, vermisste das „gewisse Extra“ und schrieb: „Hübsch anzuhören und ein Schritt nach vorne, aber immer noch nicht wieder so gut wie beim Debüt“.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den australischen Mystery-Kurzfilm The Garden (2011) steuerte die Band Musik bei.

Die Episode Hope for the Hopeless der TV-Serie Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte beinhaltete 2012 den Song Easy to Love.

Nobody Nowhere fand im Juli 2012 in der 7. Episode (In the Beginning) der 5. Staffel von True Blood Verwendung.

Endless Summer ist Schlusslied des australischen Surferdramas Drift (2013).

Eden, die letzte Folge der 4. Staffel der Netflix-Serie The Killing, enthielt 2014 Piece of Mind als Hintergrundmusik.

Heather Shannon und Sam Lockwood erreichten 2014 das "Tropscore"-Finale bei Australiens größtem Filmmusikwettbewerb. Außerdem schrieben sie den Original Score für das Sportlerdrama Broke (2016) und spielten ihn ein.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • Prisoner (2011)
  • Live at the Hordern Pavilion (2012, in Deutschland nur als mp3 erhältlich)
  • The Brink (2014)
  • Synthia (2016)

EPs

  • The Man Is Dead (2009)
  • She’s So Hard (2009)
  • Dark Storm (2010)

Lieder

  • Hurt Me (2009)
  • Dark Storm (2010)
  • Endless Summer (2011)
  • Trycolour (2011)
  • Rosebud (2012)
  • City Girl (2012)
  • The End (2013)
  • Look of Love (2014)
  • Come Alive (2015)
  • Pleasure Drive (2016)
  • My Love Is My Disease (2016)
  • Smile (2016)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Deutschland - Schweiz - Australien
  2. Auszeichnungen Gold/Platin, Australien 2011
  3. ARIA Awards, Datenbankeinträge für The Jezabels

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]