The Missing (Film)

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Filmdaten
Deutscher TitelThe Missing
OriginaltitelThe Missing
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch, Spanisch, Chiricahua[1]
Erscheinungsjahr2003
Länge137 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[2]
JMK 16[3]
Stab
RegieRon Howard
DrehbuchKen Kaufman
ProduktionBrian Grazer
Ron Howard
Daniel Ostroff
MusikJames Horner
KameraSalvatore Totino
SchnittDaniel P. Hanley
Mike Hill
Besetzung

The Missing ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Ron Howard aus dem Jahr 2003 mit Tommy Lee Jones und Cate Blanchett in den Hauptrollen. Die Handlung beruht auf dem Roman The Last Ride von Thomas Eidson aus dem Jahr 1995.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung spielt in New Mexico am Ende des 19. Jahrhunderts. Maggie Gilkeson lebt mit ihren Töchtern Dot und Lilly von einer Farm und ihrer Tätigkeit als Heilerin. Sie hat eine Beziehung mit ihrem Nachbarn Brake Baldwin, der ihr hilft. Als ihr Vater Samuel Jones wieder auftaucht, der, als Maggie noch ein Kind war, seine Familie verlassen hatte und bei den Indianern lebte, wirft sie ihn aus dem Haus.

Eine Gang aus desertierten Apachen-Scouts überfällt später Brake, den Dot und Lilly zur Arbeit begleiten. Brake wird ermordet und Lilly entführt, um in Mexiko zusammen mit weiteren entführten Mädchen verkauft zu werden. Dot kann sich verstecken und berichtet nachher ihrer Mutter über die Katastrophe. Als der örtliche Sheriff von Maggie erfährt, was passiert ist, weigert er sich, die Verfolgung der Indianer aufzunehmen. Maggie macht sich daher zusammen mit Dot und ihrem Vater, dessen Hilfe sie nun doch notgedrungen akzeptiert, an die Verfolgung. Während des langen Ritts kommen Vater und Tochter sich allmählich wieder näher.

Zwei Chiricahua, die den dreien zu Hilfe kommen, werden in die folgenden Kämpfe verwickelt. Maggie und ihr Vater schaffen es mit ihrer Hilfe, die Mädchen zu befreien und die Apachen zu dezimieren, aber einer der Chiricahua stirbt, während sie dann später von den Resten der Bande verfolgt werden. Sie können sich aber auf einem felsigen Hochplateau vorläufig in Sicherheit bringen.

Dort kommt es nachts zum Showdown zwischen den Befreiern und ihren Verfolgern. Während dieses Gefechts stirbt Samuel, indem er den Anführer der Verfolger tötet und dabei selber stirbt, wobei er dadurch Maggie das Leben rettet. Sein Tod führt zur Niederlage der Gang, dessen Überlebende sich daraufhin zurückziehen. Nach ihrem Verschwinden birgt Maggie ihren Vater, verzeiht ihn und bringt ihn, ihre Töchter, den durch die Kämpfe verletzten Chiricahua und die anderen geretteten Mädchen nach Hause.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in New Mexico in den Monaten Februar bis Juni 2003 gedreht. Seine Produktionskosten beliefen sich auf etwa 65 Millionen US-Dollar; er spielte in den US-Kinos 27 Millionen US-Dollar ein.[4] Im Film wird die originalgetreue Sprache Chiricahua gesprochen, ein Dialekt der Apachen. Dafür haben Tommy Lee Jones und die anderen Indianer-Darsteller monatelang bei den Apachen dafür gelernt. Dabei haben sie ebenfalls über ihre Kultur gelernt, um den Film realitätsnah zu gestalten.[5]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard Schickel lobte am 17. November 2003 auf www.time.com (veröffentlicht in der Printausgabe von TIME vom 24. November 2003) die Darstellung der Maggie Gilkeson durch Cate Blanchett. Der als Western untypische Film erinnere an die Werke von James Fenimore Cooper. Er beinhalte außerdem mystische Elemente wie die Zauberei des Schamanen Chidin.[6]

Lisa Schwarzbaum schrieb am 19. November 2003 in Entertainment Weekly, dass dem Film die Seele fehle, lobte aber Cate Blanchett.[7]

Kenneth Turan schrieb in der Los Angeles Times vom 26. November 2003, dass der Film düster und bedrohlich wirke. Er lobte die Intensität der Darstellungen von Tommy Lee Jones und Cate Blanchett.[8]

Peter Körte bezeichnete den Film in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 7. Februar 2004 als „respektablen Spätausläufer des Genres“. Sein „Blick auf die Realitäten des Westens“ sei nüchtern, seine „physische Direktheit überzeugend“. Es entstehe jedoch das Gefühl, dass die Hauptdarsteller „in einen anderen Film gehörten, den man lieber gesehen hätte“.[9]

Cristina Nord schrieb in der TAZ vom 7. Februar 2004, der Film fülle „alten Wein in schöne Schläuche; nicht nur seine Indianer wirken wie aus der Mottenkiste des 19. Jahrhunderts“. Die „sanfte Modernisierung“ des Genres habe „seltsame Verschiebungen zur Folge: Maggie etwa ist die Rückprojektion einer modernen, toughen, berufstätigen single mom; ihr Vater wirkt wie ein in New Age und Unwürde ergrauter Hippie.[10]

„Grandiose Bilder, fabelhafte Schauspieler und eine mitreißende Story lassen keine Wünsche offen.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film nahm an der Berlinale 2004 als Wettbewerbsbeitrag teil, wodurch Ron Howard für den Goldenen Bären nominiert wurde. Cate Blanchett, Jenna Boyd und der Film als bester Thriller wurden 2004 für den Saturn Award nominiert. Jenna Boyd gewann 2004 den Young Artist Award; Evan Rachel Wood wurde für den Young Artist Award nominiert. James Horner wurde 2004 für den Golden Satellite Award nominiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktionsbericht auf SonyPictures.com
  2. Freigabebescheinigung für The Missing. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Februar 2004 (PDF; Prüf­nummer: 96 827 K).
  3. Alterskennzeichnung für The Missing. Jugendmedien­kommission.
  4. Business Data for The Missing
  5. The Missing Kultura-Extra. Abgerufen am 12. März 2018.
  6. Kritik von Richard Schickel
  7. Kritik von Lisa Schwarzbaum
  8. Kritik von Kenneth Turan
  9. Filmkritik von Peter Körte, abgerufen am 11. Februar 2008
  10. Filmkritik von Cristina Nord, abgerufen am 11. Februar 2008
  11. THE MISSING Cinema. Abgerufen am 12. März 2018.