The Orville

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Fernsehserie
Titel The Orville
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Genre Science-Fiction, Comedy
Erscheinungsjahre seit 2017
Länge 43–86 Minuten
Episoden 36 in 3 Staffeln (Liste)
Produktions-
unternehmen
Idee Seth MacFarlane
Musik Bruce Broughton
Erstausstrahlung 10. Sep. 2017 auf Fox
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
27. Feb. 2018 auf ProSieben
Besetzung & Synchronisation

The Orville (ab 3. Staffel: The Orville – New Horizons) ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Fernsehserie, die auf einer Idee von Seth MacFarlane basiert, der auch Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller ist. Sie ist eine Hommage an die Star-Trek-Serien. Nachdem zunächst die Persiflage auf das Vorbild im Vordergrund stand, wandelte The Orville sich im Verlauf zu einer ernsthafteren Serie.[1] Die Erstausstrahlung fand am 10. September 2017 beim US-Sender Fox statt. In Deutschland war die Serie in Erstausstrahlung ab dem 27. Februar 2018 auf dem Sender ProSieben zu sehen.[2] Die zweite Staffel wurde ab dem 17. Juni 2019 ebenfalls auf dem Sender ProSieben ausgestrahlt,[3] die dritte Staffel ist dort am 2. Januar 2023 gestartet.[4]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2419 übernimmt Ed Mercer das Kommando des Forschungsraumschiffs Orville. Mit seiner aus Menschen und Außerirdischen bestehenden Crew soll er nun verschiedene Abenteuer bestehen. Für Mercer, der gerade eine Scheidung hinter sich hat, ist dies ein vielversprechender Neuanfang, doch dann wird ihm ausgerechnet seine Ex-Frau als erster Offizier zugeteilt.

Spezies[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calivon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Calivon leben in einem verbotenen Raumsektor und unterhalten dort einen Weltraumzoo, in dem andere primitivere Spezies als Ausstellungsstücke gehalten werden. Die Calivon pflegen nur Kontakte mit Spezies, die auf einem ähnlichen Entwicklungsstand sind.

Gelee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gelees bestehen vollständig aus einer gallertartigen Substanz. Ihre Körper können jede physische Form annehmen. Sie vermehren sich durch Mitose, identifizieren sich aber immer noch als männlich oder weiblich.

Inval[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inval sind eine humanoide Spezies, deren Blut in Kontakt mit Stickstoff hochexplosiv ist. Daher besteht ein Abkommen, das ein Zusammentreffen der Inval mit der Union verbietet.

Janisi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matriarchalische Gesellschaft, die Männer als minderwertig ansieht.

Kaylon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kaylon sind eine künstliche, mechanische Spezies. Aufgrund ihrer Physiologie sehen sie sich biologischen Arten als überlegen an. Ihr Aussehen ist grundsätzlich humanoid (2 Arme, 2 Beine, 1 Kopf mit zwei Leuchtpunkten anstelle der Augen). Einst von ihren Erbauern geschaffen, um diesen als künstliche Lebensform zu dienen, lehnten sie sich gegen ihre Herren auf und vernichteten sie. Dank ihrer KI entwickeln sie sich weiter mit dem Ziel, alle biologischen Lebensformen im Universum auszulöschen. Sie beginnen einen verlustreichen Krieg mit der planetarischen Union. Erst als sie dank der Crew der Orville erkennen, dass nicht alle biologischen Lebensformen so grausam sind wie ihre Erbauer, sind die Kaylon bereit, mit der planetarischen Union Frieden zu schließen.

Katrudian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Katrudian sind eine sehr redselige blumenartige Spezies.

Krill[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Krill sind eine militant und autoritär organisierte, reptiloide Spezies. Aufgrund ihrer religiösen Überzeugung betrachtet die Mehrheit der Krill andere Spezies als seelenlos und minderwertig. Daher befinden sie sich in einem ständigen Konflikt mit praktisch allen anderen Arten, einschließlich der Planetarischen Union. Neben ihrer Aggressivität und ihrem religiösen Fundamentalismus zeichnen sie sich durch eine ungewöhnlich hohe Lichtempfindlichkeit aus.

Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menschen (Homo sapiens) sind eine Spezies vom Planeten Erde.

Moclaner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Moclaner sind eine kriegerische Spezies, welche offiziell nur aus Männern besteht. Die Wirtschaft der Moclaner ist auf Waffenentwicklungen spezialisiert. Moclaner legen Eier, die 21 Tage lang ausgebrütet werden. Daraus entsteht im Regelfall ein männlicher Nachkomme, angeblich entsteht jedoch durchschnittlich alle 75 Jahre ein weibliches Neugeborenes, das sofort zum Mann umoperiert wird. Ebenso urinieren Moclaner nur einmal im Jahr und zelebrieren das mit einem Ritual. Tatsächlich gibt es aber eine geheime Kolonie mit über 6000 Moclanerinnen. Als diese von der planetarischen Union anerkannt und unter deren Schutz gestellt wird, kommt es zu Spannungen zwischen den Moclanern und der Union, aus der diese nach weiterer Eskalation schließlich ausgeschlossen werden und ein Bündnis mit den Krill schließen.

Regorianer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner von Regor 2 sind Humanoide auf dem technologischen Stand, Botschaften ins All schicken zu können. Beim ersten Kontakt mit der Union offenbart sich, dass ihr Wertesystem auf Astrologie basiert.

Retepsianer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Retepsianer sind eine Spezies mit der Eigenschaft, sehr starke Pheromone auszusenden. In der retepsianischen Kultur gilt es als unhöflich, Angebote für Geschlechtsverkehr abzulehnen.

Shak’tal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Krill begannen, Welten der Shak’tal zu annektieren, da sie sich aufgrund ihrer Religion dazu im Recht sahen, wurden die Shak’tal zu erbitterten Feinden der Krill, die nach Kämpfen nie Überlebende zurücklassen. Sie scheinen den Krill zumindest ebenbürtig zu sein.

Xelayaner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Xelayaner bewohnen einen Planeten, auf dem die Schwerkraft um ein Vielfaches höher ist als auf der Erde. Dadurch sind Xelayaner in Umgebungen, die der Erde angepasst sind, kräftiger und schneller als andere Spezies. Sie sehen – mit Ausnahme der Ohren und der hakenähnlichen Wülste auf Nase und Stirn – wie Menschen aus.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entsteht nach Dialogbüchern von Katrin Kabbathas und unter der Dialogregie von Harald Wolff durch die Synchronfirma Cinephon Filmproduktion GmbH in Berlin.[5]

Hauptfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Funktionsbereich Rollenhintergrund Spezies Hauptrolle
(Folgen)
Gastauftritt
(Folgen)
Darsteller Synchronsprecher
Captain Ed Mercer Kommandant der USS Orville Kelly Graysons Ex-Mann, ließ sich von Grayson scheiden, weil diese eine Affäre mit dem Retepsianer Darulio hatte Mensch 1.01– Seth MacFarlane Frank Röth
Cmdr. Kelly Grayson Erster Offizier Ed Mercers Ex-Frau; setzte sich bei Admiral Halsey für Mercer ein, damit dieser das Kommando über die USS Orville bekommt, einerseits aus Reue wegen ihrer Affäre, und andererseits, weil sie der Überzeugung ist, dass Mercer aufgrund seiner Kompetenz ein Kommando verdient Mensch 1.01– Adrianne Palicki Susanne Geier
Lt. Cmdr. Dr. Claire Finn Leitender medizinischer Offizier Fachärztin für Molekularchirurgie, Gentechnik und Psychiatrie; alleinerziehende Mutter von Marcus und Ty, die sie durch künstliche Befruchtung bekam, führt eine Beziehung mit Isaac, den sie am Ende der dritten Staffel heiratet Mensch 1.01– Penny Johnson Jerald Heide Domanowski
Lt. Gordon Malloy Steuermann Ed Mercers bester Freund, wurde von diesem explizit für die USS Orville angefordert, weil er trotz seiner draufgängerischen Art und seinem Hang zu Scherzen als bester Steuermann der gesamten Flotte gilt Mensch 1.01– Scott Grimes Michael Deffert (Staffel 1–2)
Markus Pfeiffer (Staffel 3)
Lt. Cmdr. Bortus Zweiter Offizier Dienstältester Führungsoffizier auf der USS Orville, Ehemann von Klyden und einer der beiden Väter von Topa Moclaner 1.01– Peter Macon Marco Kröger
Lt. Alara Kitan Sicherheitsoffizier Verfügt wegen der extrem hohen Schwerkraft ihres Heimatplaneten über außergewöhnlich hohe Körperkraft, muss später aus gesundheitlichen Gründen auf ihren Heimatplaneten Xelaya zurückkehren und wird von der Xelayanerin Talla Keyali als Sicherheitsoffizier abgelöst Xelayaner 1.01–2.03 2.14, 3.10 Halston Sage Victoria Frenz
Lt./Lt. Cmdr. John LaMarr Navigator (bis 1.10),
Chefingenieur (ab 1.11)
Ursprünglich Navigator der USS Orville, löst Lt. Cmdr. Steve Newton als Chefingenieur ab, als dieser die Orville für seinen neuen Job als Designer von Raumstationen verlässt Mensch 1.01– J. Lee Fabian Oscar Wien
Isaac Wissenschaftsoffizier Abgesandter der synthetischen Spezies der Kaylon, wendet sich aus Loyalität gegenüber seinen Kameraden von der USS Orville gegen seine eigene Spezies, als die Kaylon ihren Plan umsetzen wollen, alle biologischen Lebensformen in der Galaxis auszulöschen Kaylon 1.01– Mark Jackson Nic Romm
Lt./Lt. Cmdr. Talla Keyali Sicherheitsoffizier Löst Alara Kitan als Sicherheitsoffizierin der USS Orville ab; Captain Mercer forderte explizit wieder jemanden von Xelaya als neuen Sicherheitsoffizier für die USS Orville an, weil Xelayaner wegen der hohen Schwerkraft auf ihrem Heimatplaneten über überragende Körperkraft verfügen Xelayaner 2.05– Jessica Szohr Britta Steffenhagen
Ensign Charly Burke Navigatorin Ursprünglich Astrometikerin auf der USS Quimby; nachdem diese in der ersten Schlacht gegen die Kaylon zerstört wird, löst sie auf der USS Orville den zum Chefingenieur beförderten John LaMarr als Navigatorin ab und hegt anfangs wegen der Zerstörung der Quimby eine tiefe Abneigung gegenüber Isaac. Sie wird bei der Zerstörung einer von ihr selbst mitentwickelten Superwaffe getötet und verhindert damit die Vernichtung der gesamten Kaylonier-Zivilisation. Mensch 3.01–3.09 Anne Winters Giovanna Winterfeldt

Nebenfiguren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Funktion / Rolle Spezies Nebenrolle
(Folgen)
Darsteller Synchronsprecher
Admiral Halsey Direkter Vorgesetzter und guter Freund von Ed Mercer und Kelly Grayson Mensch 1.01, 1.09, 1.11, 2.08–2.09, 2.12–2.13, 3.02, 3.04, 3.07–3.10 Victor Garber Reinhard Kuhnert
Lt. Yaphit Ingenieur Gelee 1.01, 1.03–1.05, 1.08–1.09, 1.11, 2.01–2.03, 2.06–2.07, 2.09–2.11, 2.13–3.01, 3.05 Norm MacDonald Davis Schulz
Computerstimme Bordcomputer der Orville 1.04–1.05, 1.08, 1.10, 2.01 Rachael MacFarlane Christin Quander
Lt. Cmdr. Steve Newton Chefingenieur Mensch 1.02–1.05, 1.08, 1.10–1.11 Larry Joe Campbell Tobias Lelle
Klyden Bortus’ Ehemann Moclaner 1.02–1.04, 1.09, 1.12, 2.01–2.02, 2.05–2.09, 2.11–2.13, 3.05, 3.08–3.10 Chad Coleman Milton Welsh
Topa Bortus’ und Klydens Tochter/Sohn Moclaner 1.03–1.04, 1.09 unbekannt — (keine Sprechrolle)
2.01–2.02, 2.05–2.09, 2.12 Blesson Yates Thoralf Theusner
3.05, 3.08–3.10 Imani Pullum Emilia Raschewski
Marcus Finn Dr. Finns älterer Sohn Mensch 1.08–1.09, 1.11, 2.01, 2.06, 2.08–2.09, 2.14–3.01, 3.10 BJ Tanner Oliver Szerkus
Ty Finn Dr. Finns jüngerer Sohn Mensch 1.08–1.09, 1.11, 2.01, 2.06, 2.08–2.09, 2.14–3.01, 3.05, 3.10 Kai Wener Carlos Fanselow (Staffel 1)
Julius Ernst (ab Staffel 2)
Lt. Henry Park Krankenpfleger Mensch 1.09–1.10, 2.02 Gavin Lee Jeremias Koschorz
Lt. Dann Ingenieur 1.09, 1.11, 2.01–2.02, 2.05–2.08, 2.10, 3.01 Mike Henry Hans Hohlbein
Olix Barkeeper auf der USS Orville 2.01, 2.03, 2.05, 2.08 Jason Alexander Sven Brieger

Gastauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Funktion / Rolle Spezies Nebenrolle
(Folgen)
Darsteller Synchronsprecher
Darulio Archäologe, Kelly Graysons Affäre Retepsianer 1.01, 1.09 Rob Lowe Dietmar Wunder
Dr. Aronow Wissenschaftler und Leiter der Forschungsstation Epsilon II Mensch 1.01 Brian George Helmut Gauß
Admiral Tucker Admiral der Planetarischen Union Mensch 1.02, 1.07, 2.12 Ron Canada Jürgen Kluckert
Ben Mercer Vater von Ed Mercer Mensch 1.02 Jeffrey Tambor Rainer Gerlach
Jeannie Mercer Mutter von Ed Mercer Mensch 1.02 Holland Taylor Kerstin Sanders-Dornseif
Strafrichter der Moclaner Moclaner 1.03 Jonathan Adams Thomas Kästner
Heveena Schriftstellerin und moclanische Rebellenführerin Moclaner 1.03, 2.12, 3.05, 3.08 Rena Owen Sabine Arnhold
Hamelac Religiöser Führer und Diktator Dorahlian 1.04 Robert Knepper Bernd Vollbrecht
Captain Jahavus Dorahl Kommandant eines dohralianischen Generationenschiffs Dorahlian 1.04 Liam Neeson Bernd Rumpf
Pria Lavesque Zeitreisende aus der Zukunft Mensch 1.05 Charlize Theron Bianca Krahl
Admiral Ozava Kommandantin des Flaggschiffs USS Olympia Mensch 1.06, 1.12, 2.02, 2.12, 3.04, 3.06, 3.08–3.09 Kelly Hu Gundi Eberhard
Teleya / Lt. Janel Tyler Lehrerin, Undercover-Agentin, Kanzlerin Krill 1.06, 2.01, 2.04, 3.04, 3.09 Michaela McManus Mareile Moeller
Lysella Barista auf dem Planeten Sargus 4 Sargun 1.07, 3.10 Giorgia Whigham Maria Hönig
Drogen Überlebender eines Krieges 1.08 Brian Thompson Leon Boden
Kanoot Karaoke-Ansager 1.09 Ralph Garman Nico Birnbaum
Navarianischer Botschafter Navarianer 1.09 J. Paul Boehmer Matthias Scherwenikas
Bruidianischer Botschafter Bruidianer 1.09 Derek Mears Thomas Petruo
Ildis Kitan Vater von Alara Kitan Xelayaner 1.10, 2.03 Robert Picardo Stefan Staudinger
Drenala Kitan Mutter von Alara Kitan Xelayaner 1.10, 2.03 Molly Hagan Andrea Aust
Mooska Barkeeper auf der USS Orville 2.01, 2.13 Will Sasso Nikolaus Gröbe
Cassius Lehrer und (Ex-)Freund von Kelly Mensch 2.01, 2.04–2.07 Chris Johnson Till Endemann
Cambis Borrin Vater von Prof. Galdus Harona Xelayaner 2.03 John Billingsley Tonio von der Meden
Solana Kitan Schwester von Alara Kitan Xelayaner 2.03 Candice King Yvonne Greitzke
Lt. Tharl Interim-Sicherheitsoffizier 2.03–2.04 Patrick Warburton Hans-Eckart Eckhardt
Präfekt Regierungschef auf Regor 2 Regorianer 2.05 John Rubinstein Hans Bayer
Admiral Perry Admiral der Planetarischen Union Mensch 2.05, 2.10, 2.12, 3.04, 3.09 Ted Danson Peter Reinhardt
Locar Ingenieur, Ex-Freund von Bortus Moclaner 2.07 Kevin Daniels Ralf David
Groogen Freund von Cassius Katrudianer 2.07 Bruce Willis Manfred Lehmann
Captain Marcos Captain der Planetarischen Union Mensch 2.09 Carlos Bernard Otto Strecker
Laura Huggins New Yorkerin aus dem 21. Jahrhundert Mensch 2.11, 3.06 Leighton Meester Mia Diekow
Dr. Sherman Historiker Mensch 2.11 Tim Russ Christian Toberentz
Lehrerin auf der USS Orville Mensch 2.12 Marina Sirtis Arianne Borbach
Vorsitzender des Planetarischen Unionsrates Xelayaner 2.12 F. Murray Abraham Thomas Kästner
Dojin Moclanischer Delegierter Moclaner 2.12 Tony Todd Oliver Stritzel
Admiral Christie Admiral der Planetarischen Union 3.02 James Read Helmut Gauß
Dinal Forscherin aus ferner Zukunft 3.03 Elizabeth Gillies Patrizia Carlucci
Alcuzan Präsident der Planetarischen Union 3.04, 3.08–3.09 Bruce Boxleitner Joachim Tennstedt
Dolly Parton Sängerin und Inspiration für Heveena Mensch/Simulation 3.08 Dolly Parton Philine Peters-Arnolds

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Seth MacFarlane ging mit der Produktion der Serie ein Kindheitstraum in Erfüllung.[6] Er ist ein großer Fan von Serien wie Star Trek und The Twilight Zone und wollte schon seit langem in einem vergleichbaren Projekt mitspielen.[7] Im Mai 2016 gab Fox dem Projekt grünes Licht und bestellte eine erste Staffel mit 13 Episoden.[8] Die Produktion der Pilotepisode begann Ende 2016.[8] Die Dreharbeiten für die weiteren Folgen begannen im Frühjahr 2017 und endeten am 23. August 2017.[8][9] Die US-Ausstrahlung begann am 10. September 2017 auf Fox. Die ersten beiden Episoden wurden dabei jeweils im Anschluss an eine Football-Übertragung der NFL gezeigt. Aus Termingründen wurden nur zwölf Episoden ausgestrahlt; die dreizehnte erschien im Rahmen der zweiten Staffel.[10]

Im Mai 2019 wurde die Serie um eine dritte Staffel verlängert,[11] deren Ausstrahlung ursprünglich für Ende 2020 geplant war und den Zusatztitel „New Horizons“ tragen soll.[12] Aufgrund der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 wurden die bereits stattfindenden Dreharbeiten im März unterbrochen. Laut Seth MacFarlane waren die aufwendigen Maskeneffekte und der damit verbundene Körperkontakt mit vielen Menschen einer der Gründe für die Unterbrechung.[13] Im Februar 2022 wurde eine erneute Verschiebung des zunächst für März 2022 neu angesetzten Starttermins[14] der dritten Staffel bekanntgegeben, diese wird nun seit dem 2. Juni 2022 beim US-Streaminganbieter Hulu (international auf Disney+) ausgestrahlt.[15] Die deutschsprachige Erstausstrahlung sendet der deutsche Free-TV-Sender ProSieben ab 2. Januar 2023. Aufgrund von Exklusivrechten für ProSieben und Joyn veröffentlichte Disney+ die neuen Folgen im deutschsprachigen Raum erst mit zwei Wochen Verzögerung.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Länge der Folgen überschreitet in der 3. Staffel häufig eine Stunde und erreicht mehrmals Spielfilmlänge.
  • Es erfolgen mehrere Gastauftritte von Serienstars der 80er und 90er Jahre, diese Zeiten hat McFarlane mehrmals als seine Lieblingsjahrzehnte bezeichnet.

Bezüge zu Star Trek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzept der Serie ist an das von Raumschiff Enterprise und dessen Nachfolgeserien angelehnt. Mehrere Star-Trek-Veteranen wie Brannon Braga, Jonathan Frakes und Robert Duncan McNeill sind in der Regie von The Orville involviert.[16] Penny Johnson Jerald, die Darstellerin von Dr. Finn, hatte bereits einen Auftritt in einer Folge von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert und eine wiederkehrende Nebenrolle in der Serie Star Trek: Deep Space Nine. Scott Grimes, Darsteller von Gordon Malloy, hatte 1989 einen Gastauftritt in der dritten Staffel von Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert. Zwei Dialogszenen mit ihm fielen allerdings dem Schnitt zum Opfer, so dass es in der finalen Fassung nur bei einem Statistenauftritt blieb.[17] Robert Picardo, der holografische Doktor aus Star Trek: Raumschiff Voyager, ist in zwei Episoden in einer Gastrolle als Vater von Alara Kitan zu sehen. Molly Hagan, welche die Mutter von Alara Kitan darstellt, spielte in der Star-Trek-Deep-Space-Nine-Episode „Der Plan des Dominion“ eine Vorta, Eris, und war damit die erste Vertreterin dieser Spezies. Ebenso hatten John Billingsley, Darsteller von Doktor Phlox aus Star Trek: Enterprise, Tim Russ, Darsteller von Tuvok in Star Trek: Raumschiff Voyager und Marina Sirtis, Darstellerin von Counselor Deanna Troi aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert einen Gastauftritt in Staffel 2. Zahlreiche Nebenrollen wurden mit ehemaligen Nebenrollendarstellern aus den Star-Trek-Serien besetzt.

Auch bei den dargestellten Technologien gibt es verschiedene Ähnlichkeiten zur Star-Trek-Technologie. So können in beiden fiktiven Universen Objekte außerhalb des Raumschiffs mit Traktorstrahlen gehalten oder an Bord genommen werden. Die Reise mit Überlichtgeschwindigkeit wird bei Star Trek mit dem Warp-Antrieb ermöglicht, bei The Orville mit dem Quantenantrieb. Statt Holodeck wird auf der Orville die Bezeichnung Simulator verwendet, statt Replikatoren werden mit Synthesizern Nahrungsmittel und andere Objekte hergestellt. Physikalische und medizinische Größen werden bei Star Trek mit handlichen Tricordern gemessen, auf der Orville mit Comscannern. Auch die Plätze auf der Brücke für den Kapitän, den Ersten Offizier, die Steuerleute und die technischen Abteilungen sind auf der Enterprise und der Orville ähnlich angeordnet.

Die Vereinigung vieler Völker zur friedlichen Koexistenz und gemeinsamen Verteidigung, deren Mitglied auch die Menschheit ist, nennt sich im Star-Trek-Universum Die Vereinigte Föderation der Planeten, im Orville-Universum nennt sie sich Planetare Union.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie wurde im Vergleich mit dem fast zeitgleich gestarteten Star Trek: Discovery auch als die „bessere Star-Trek-Serie“ bezeichnet.[18] Als „ein Kind des linearen Fernsehen“ entfalte die Serie einen „TNG-Retro-Charme, der fast unwiderstehlich ist“. Wie einst TNG stelle die Serie „Menschlichkeit und harmonisches Miteinander in den Mittelpunkt“.[19]

Serienjunkies.de vergab zum Serienstart 3,5 von 5 Sternen für die Episode Alte Wunden und beschrieb die Serie als „verdammt lustig“. Weiter wurde konstatiert, dass „nicht jeder Gag“ treffe, „einige Charaktere noch rudimentär gezeichnet und die Handlung des Auftakts altbekannt“ seien. Dafür machten jedoch der „Retrocharme […], viele Momente zum Schmunzeln und ein Herz am rechten Fleck“ vieles wett.[20]

Quotenmeter.de schrieb, dass die zweite Staffel „lustiger“ und „noch besser“ sei. Die zunächst eher als Klamauk beworbene Serie sei demnach mit der zweiten Staffel „nebenbei auch noch erwachsen“ geworden.[21]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: The Orville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scott Grimes: The Orville braucht eine ernsthafte Geschichte. Abgerufen am 4. Januar 2023 (deutsch).
  2. Glenn Riedmeier: "The Orville": Sci-Fi-Satire von „Family Guy“-Schöpfer startet Ende Februar auf ProSieben. In: Wunschliste.de. 14. Januar 2018, abgerufen am 14. Januar 2018.
  3. The Orville: Erstausstrahlung Staffel 2. Abgerufen am 16. Juni 2019.
  4. Bjarne Bock: "Heute neu: Staffel 3 von The Orville bei ProSieben. In: Serienjunkies.de. 2. Januar 2023, abgerufen am 3. Januar 2023.
  5. The Orville. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 23. Juni 2023.
  6. Seth MacFarlane to Create, Executive-Produce and Star in New Series. In: Fox.com. Archiviert vom Original am 8. Mai 2016; abgerufen am 13. September 2017.
  7. Seth MacFarlane Talks New Comedy ‘Orville’. In: YouTube.com. 17. Mai 2017, abgerufen am 13. September 2017.
  8. a b c Nellie Andreeva: Seth MacFarlane To Create & Star In Fox Sci-Fi Dramedy Series For 2017–18 Season. In: Deadline.com. 4. Mai 2016, abgerufen am 13. September 2017.
  9. Seth MacFarlane: That is a wrap on season 1 of TheOrville. In: Twitter.com. 23. August 2017, abgerufen am 13. September 2017.
  10. Tim Surette: The Orville’s Season Will Be Cut Short. TV Guide, 14. November 2017, abgerufen am 29. August 2018 (englisch).
  11. Denise Petski: ‘The Orville’ Renewed For Season 3 By Fox. In: Deadline. 11. Mai 2019, abgerufen am 11. Mai 2019 (englisch).
  12. Adam Arndt: The Orville: 3. Staffel bei Hulu statt FOX und Start erst Ende 2020. In: Serienjunkies. 21. Juli 2019, abgerufen am 21. Juli 2019.
  13. Arthur A: "The Orville": Seth MacFarlane gibt ein Update zur Produktion von Staffel 3. In: Filmfutter. Abgerufen am 21. November 2020 (deutsch).
  14. ‘The Orville’ Season 3 Release Date Announced—Watch “New Horizons” Teaser. In: trekmovie.com. 23. September 2021, abgerufen am 25. September 2021 (englisch).
  15. Gerald Wurm: The Orville - Staffel 3 wird auf Juni 2022 verschoben (+ Sneak Peek) (Schnittberichte.com). Abgerufen am 9. Februar 2022.
  16. Charles Evans: ‘The Orville’ packed with Star Trek alums
  17. Scott Grimes. In: Memory Alpha. Abgerufen am 20. März 2019.
  18. heise online: The Orville, Staffel 2: Seth Trek wird zum besseren Star Trek. Abgerufen am 4. Januar 2023.
  19. Torsten Dewi: Wir müssen über THE ORVILLE reden... 16. Juli 2022, abgerufen am 4. Januar 2023 (deutsch).
  20. Björn Sülter: The Orville – Review 1x01: Old Wounds. In: Serienjunkies.de. 9. November 2017, abgerufen am 23. Juli 2019.
  21. «The Orville»: Plötzlich erwachsen. 30. Juni 2019, abgerufen am 31. Juli 2020.