The Rugby Championship

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The Rugby Championship
The-Rugby-Championship-logo.jpgVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Aktuelle Saison Saison 2020
Verband SANZAAR
Sportart Rugby Union
Erstaustragung 1996
Mannschaften 4
Spielmodus Rundenturnier
Titelträger NeuseelandNeuseeland Neuseeland (17. Titel)
Rekordsieger NeuseelandNeuseeland Neuseeland (17 Titel)
Rekordspieler NeuseeländerNeuseeländer Richie McCaw (58)
Meiste Punkte NeuseeländerNeuseeländer Daniel Carter (554)
Meiste Versuche SüdafrikanerSüdafrikaner Bryan Habana (21)
Website www.super.rugbyVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite

The Rugby Championship (englisch für Die Rugbymeisterschaft) ist ein seit 1996 jährlich stattfindendes Turnier in der Sportart Rugby Union. Teilnehmer sind die vier besten Nationalmannschaften der südlichen Hemisphäre: die „Pumas“ aus Argentinien, die „Wallabies“ aus Australien, die „All Blacks“ aus Neuseeland und die „Springboks“ aus Südafrika. Die Mannschaften spielen in einem Heim- und einem Auswärtsspiel je zweimal gegeneinander. Vor der Teilnahme Argentiniens war das Turnier von 1996 bis 2011 unter dem Namen Tri Nations (deutsch: Drei-Nationen-Turnier) bekannt. Organisator des Turniers ist das Konsortium SANZAAR, bestehend aus den Verbänden Rugby Australia, New Zealand Rugby, South African Rugby Union und Unión Argentina de Rugby.

Im Rahmen des Turniers spielen Australien und Neuseeland zusätzlich um den traditionsreichen Bledisloe Cup, Südafrika und Neuseeland um den Freedom Cup, Australien und Südafrika um die Mandela Challenge Plate sowie Argentinien und Australien um die Puma Trophy.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australien und Neuseeland spielten erstmals 1903 gegeneinander, während Südafrika 1921 beiden Ländern erstmals einen Besuch abstattete. Im Gegensatz zu Five Nations (heute Six Nations) in der nördlichen Hemisphäre gab es jedoch in der Südhemisphäre keinen regelmäßigen Wettbewerb. Die drei Länder trafen sporadisch aufeinander, Australien und Neuseeland regelmäßig im Rahmen des Bledisloe Cup.

Letztes Logo der Tri Nations

Die Professionalisierung des Sports Mitte der 1990er Jahre führte zur Ausarbeitung des Tri-Nations-Konzepts. Während der Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995 führten die Verbände Australiens, Neuseelands und Südafrikas Verhandlungen und gründeten schließlich das Konsortium SANZAR. Das Konsortium schloss für die nächsten zehn Jahre Werbeverträge im Wert von über einer halben Milliarde Euro ab. Das erste Turnier im Jahr 1996 dominierten die Neuseeländer, die unbesiegt blieben. 1998 gewann erstmals Südafrika das Turnier. Im Jahr 2000 sicherte sich Australien, der damalige amtierende Weltmeister, den ersten Turniersieg. 109.874 Zuschauer verfolgten das Eröffnungsspiel im Stadium Australia in Sydney, was für diese Sportart einen neuen Weltrekord bedeutete.

2012 wurde das Turnier mit der Aufnahme Argentiniens um eine Mannschaft erweitert und in The Rugby Championship umbenannt. Somit können alle zehn Nationalmannschaften, die in der ersten Stärkeklasse eingeteilt sind, regelmäßig an einem Turnier teilnehmen. Vor allem Südafrika begrüßte dieses Vorhaben, weil dadurch der Nachteil der langen Flugreisen ausgeglichener wird. 2016 trat die Unión Argentina de Rugby dem organisierendem Konsortium bei, das seitdem SANZAAR heißt. Im Jahr 2019 konnte Südafrika als bisher einzige Mannschaft im selben Jahr die Rugby Championship und die Weltmeisterschaft gewinnen.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken bezüglich der COVID-19-Pandemie verzichtete Südafrika im Jahr 2020 auf die Teilnahme, weshalb das Turnier vorübergehend wieder Tri Nations hieß.[1]

Format[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ablauf des Turniers wurde im Laufe der Jahre mehrmals geändert. In der Vergangenheit spielte jede Mannschaft je zweimal gegen die zwei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Nach einigen Veränderungen am Spielplan setzte sich folgende Lösung durch: Das Turnier beginnt mit je zwei Spielen in Südafrika oder Neuseeland, im darauf folgenden Jahr in jenem Land, wo die Eröffnungsspiele nicht stattfanden. Aus diesem Grund waren die Spiele Australiens immer in der Mitte des Turniers angesetzt.

Im Jahr 2006 erfolgte eine Formatänderung, nachdem SANZAR mit Fernsehanstalten in Großbritannien, Australien, Neuseeland und Südafrika neue Übertragungsrechte ausgehandelt hatte. Jede Mannschaft spielt nun je dreimal gegen die beiden anderen. Tri Nations 2006 begann mit einem Spiel in Neuseeland. Die ersten vier Runden wurden alternierend in Neuseeland und Australien ausgetragen. Das fünfte Spiel fand wiederum in Australien statt. Nach einer einwöchigen Pause folgten die drei Heimspiele Südafrikas. Jede Mannschaft hatte zwei Heimspiele gegen einen Gegner und nur eines gegen den anderen. Das Turnier 2007 wurde jedoch wegen der Weltmeisterschaften in zeitlicher Nähe wieder mit nur je zwei Spielen jeder gegen jeden (Hin- und Rückspiel) ausgetragen.

Mit der Erweiterung des Wettbewerbs um Argentinien spielt jede Mannschaft wieder je zweimal gegen die drei anderen Mannschaften, mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Der Sieger eines Spiels erhält vier Tabellenpunkte, bei einem Unentschieden erhält jeder zwei, der Verlierer bekommt keinen Punkt. Einen Bonuspunkt kann jede Mannschaft erhalten, die vier oder mehr Versuche in einem Match erzielt. Der Verlierer erhält einen Tabellenpunkt, wenn er mit sieben oder weniger Spielpunkten Unterschied verliert.

Siegerliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbereitung zum Haka der Neuseeländer vor dem letzten Spiel der Tri Nations 2005 gegen Australien im Eden Park, Auckland
Turnier Mannschaft
Tri Nations 1996 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 1997 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 1998 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 1999 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2000 Flag of Australia.svg Australien
Tri Nations 2001 Flag of Australia.svg Australien
Tri Nations 2002 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2003 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2004 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 2005 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2006 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2007 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2008 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2009 Flag of South Africa.svg Südafrika
Tri Nations 2010 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Tri Nations 2011 Flag of Australia.svg Australien
Tri Nations 2020 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Turnier Mannschaft
The Rugby Championship 2012 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2013 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2014 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2015 Flag of Australia.svg Australien
The Rugby Championship 2016 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2017 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2018 Flag of New Zealand.svg Neuseeland
The Rugby Championship 2019 Flag of South Africa.svg Südafrika

Gesamttabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaftsstatistik beim Tri Nations (1996 bis 2011, 2020)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 76 52 0 24     2054:1449     + 605 35 243 11
AustralienAustralien Australien 76 30 3 43     1591:1817     − 226 34 160 03
SudafrikaSüdafrika Südafrika 72 28 1 43     1480:1831     − 351 24 138 03
ArgentinienArgentinien Argentinien 4 1 2 1     56:84     − 28 0 8 00
Mannschaftsstatistik bei der Rugby Championship (seit 2012)
Land Spiele Siege Unent. Ndlg. Spiel-
punkte
Diff. Bonus-
punkte
Tabellen-
punkte
Titel
NeuseelandNeuseeland Neuseeland 42 36 2 4 1423:751 + 672 26 174 06
SudafrikaSüdafrika Südafrika 42 19 4 19 1048:974 + 74 19 103 01
AustralienAustralien Australien 42 19 3 20 952:1088 − 136 9 91 01
ArgentinienArgentinien Argentinien 42 5 1 36 766:1376 − 610 11 33 00

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktive Spieler in Fettschrift
(Stand 5. Dezember 2020)

Meiste Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: ESPN.[2]

# Spiele Name Mannschaft Jahre
01. 58 Richie McCaw NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2002–2015
02. 54 Bryan Habana SudafrikaSüdafrika Südafrika 2005–2016
54 Keven Mealamu NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2003–2015
54 Kieran Read NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2009–2019
04. 53 Tendai Mtawarira SudafrikaSüdafrika Südafrika 2008–2019
53 Sam Whitelock NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2010–2020
07. 51 Jean de Villiers SudafrikaSüdafrika Südafrika 2004–2015
08. 49 Victor Matfield SudafrikaSüdafrika Südafrika 2001–2015
09. 48 George Gregan AustralienAustralien Australien 1996–2007
10. 47 Adam Ashley-Cooper AustralienAustralien Australien 2005–2016
47 Nathan Sharpe AustralienAustralien Australien 2002–2012
47 Tony Woodcock NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2005–2015

Meiste erzielte Versuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: ESPN.[3]

# Versuche Name Mannschaft Jahre
01. 21 Bryan Habana SudafrikaSüdafrika Südafrika 2005–2016
02. 18 Ben Smith NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2012–2019
03. 17 Richie McCaw NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2002–2015
04. 16 Christian Cullen NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1996–2002
05. 15 Joe Rokocoko NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2003–2010
06. 14 Beauden Barrett SudafrikaSüdafrika Südafrika 2012–2020
14 Israel Folau AustralienAustralien Australien 2013–2018
08. 13 Adam Ashley-Cooper AustralienAustralien Australien 2005–2016
13 Doug Howlett NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2001–2007
13 Rieko Ioane NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2017–2020
13 Julian Savea NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2012–2016

Meiste erzielte Punkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: ESPN.[4]

# Punkte Name Mannschaft Jahre
01. 554 Daniel Carter NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2003–2015
02. 390 Morné Steyn SudafrikaSüdafrika Südafrika 2009–2016
03. 329 Nicolás Sánchez ArgentinienArgentinien Argentinien 2012–2020
04. 328 Andrew Mehrtens NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1996–2004
05. 288 Beauden Barrett NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2012–2020
06. 271 Matt Burke AustralienAustralien Australien 1996–2004
07. 266 Matt Giteau AustralienAustralien Australien 2003–2016
08. 233 Bernard Foley AustralienAustralien Australien 2013–2019
09. 210 Percy Montgomery SudafrikaSüdafrika Südafrika 1997–2008
10. 198 Stirling Mortlock AustralienAustralien Australien 2000–2009

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: The Rugby Championship – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SANZAAR confirm 2020 Tri-Nations Series to kick-off 31 October. Rugby Australia, 16. Oktober 2020, abgerufen am 15. November 2020 (englisch).
  2. Total matches played (descending). ESPNscrum, 15. November 2020, abgerufen am 15. November 2020 (englisch).
  3. Total tries scored (descending). ESPNscrum, 15. November 2020, abgerufen am 15. November 2020 (englisch).
  4. Total points scored (descending). ESPNscrum, 15. November 2020, abgerufen am 15. November 2020 (englisch).