The Running Man (2025)
| Film | |
| Titel | The Running Man |
|---|---|
| Produktionsland | USA, Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 133 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Edgar Wright |
| Drehbuch | Edgar Wright, Michael Bacall |
| Produktion | Edgar Wright, Audrey Chon, Simon Kinberg, Nira Park |
| Musik | Steven Price |
| Kamera | Chung Chung-hoon |
| Schnitt | Paul Machliss |
| Besetzung | |
| |
The Running Man ist ein dystopischer Science-Fiction-Film von Edgar Wright. Er basiert auf dem Roman Menschenjagd von Stephen King. Glen Powell spielt den Protagonisten Ben Richards, Josh Brolin den Produzenten der titelgebenden Spielshow „The Running Man“ Dan Killian und Colman Domingo deren Moderator. Der Film kam im November 2025 in die Kinos.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einer nahen Zukunft beherrschen Medienkonzerne Staat und Öffentlichkeit; Nachrichten, Unterhaltung und Politik verschwimmen, während die Mehrheit der Menschen verarmt in riesigen Wohnkomplexen lebt.[2] Die Regierung stützt sich auf spektakuläre Shows, die Gewalt als Unterhaltung verkaufen und Kritik ersticken. Ben Richards, ein arbeitsloser Arbeiter, kämpft um Medikamente für seine kranke Tochter und nimmt aus Not das Angebot an, an einer Verfolgungsshow teilzunehmen: Wer einen Monat lang den Jägern und der aufgehetzten Bevölkerung entkommt, gewinnt ein Vermögen. Noch bevor er startet, zerstört das Netzwerk seinen Ruf mit gefälschten Berichten und macht ihn zum landesweiten Feindbild. Ben flieht durch mehrere Städte, verliert seine Mitkandidaten und entgeht nur knapp mehreren Anschlägen. Zugleich begegnet er Menschen, die die Propaganda nicht mehr glauben und heimlich dokumentieren, wie weit die offiziellen Darstellungen von der Realität entfernt sind. Ihre Hilfe macht ihn ungewollt zur Symbolfigur des wachsenden Widerstands, worauf das Netzwerk mit Deepfakes und neuen Lügen reagiert, um ihn zu diskreditieren. Eine Begegnung mit Amelia Williams, die erst der Propaganda vertraut, führt ihn zu einem abgelegenen Flugfeld, wo sich die vermeintliche Chance auf Flucht als Falle des Netzwerks entpuppt. Ben überlebt den Hinterhalt, entkommt und wird offiziell für tot erklärt. Doch Aktivisten veröffentlichen Beweise, die die Version des Netzwerks widerlegen und dessen Autorität erschüttern. Als die nächste Livesendung beginnt, schlägt die Stimmung um, Proteste breiten sich im Studio aus, und das gesamte Konstrukt gerät ins Wanken. Ben taucht erneut auf und beendet die Show – und mit ihr das System, das ihn verfolgt und später unfreiwillig zur Symbolfigur gemacht hat.
Produktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literarische Vorlage und Filmstab
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film basiert auf dem Roman Menschenjagd von Stephen King, den dieser unter seinem Pseudonym Richard Bachman schrieb. Der Roman spielt im Jahr 2025 und handelt von dem arbeitslosen Familienvater Benjamin Stuart Richards, der mit seiner Frau Sheila Catherine und seiner schwerkranken Tochter Catherine Sarah in der so genannten Co-op-City lebt, einer slumähnlichen Wohnsiedlung.
Regie führte Edgar Wright, der gemeinsam mit Michael Bacall auch Kings Roman für den Film adaptierte.[3] Der überwiegend als Schauspieler tätige Bacall arbeitete als Autor in der Vergangenheit mit Regisseuren wie Jordan Melamed und Jonah Hill zusammen.
Besetzung und Dreharbeiten
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Glen Powell übernahm die Rolle von Ben Richards, der in dem Film von 1987 von Arnold Schwarzenegger gespielt wurde. Weiter auf der Besetzungsliste finden sich Josh Brolin, Katy O’Brian und Daniel Ezra.[3] Colman Domingo spielt den Moderator der Spielshow „The Running Man“ Bobby Thompson.[4] Lee Pace spielt den Jäger Evan McCone und Jayme Lawson Ben Richards’ Ehefrau Sheila. Die im Februar 2025 verstorbene Lynne Marie Stewart spielt Edith Wiggins, eine der Damen im Publikum der Show.[5] Das Casting übernahm Francine Maisler.
Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2024 statt. Aufnahmen entstanden in Glasgow, so in der Gegend St Vincent Street / Blythswood Square und Bothwell Street / Wellington Street. Im November 2024 wurden die Dreharbeiten beendet.[6][7] Als Kameramann fungierte der Südkoreaner Chung Chung-hoon, mit dem Wright bereits Last Night in Soho drehte.
Filmmusik, Marketing und Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Filmmusik komponierte der Brite Steven Price, mit dem Wright bereits für Baby Driver und Last Night in Soho zusammenarbeitete und der zuletzt die Musik für Filme wie Wilhelm Tell, Joy und Heads of State beisteuerte. Für seine Arbeit für Gravity wurde er 2014 mit dem Oscar ausgezeichnet.[8] Das Soundtrack-Album mit insgesamt 25 Musikstücken wird am 14. November 2025 von Milan Records als Download veröffentlicht.[9]
Anfang Juli und Mitte Oktober 2025 wurden Trailer vorgestellt.[10][11] Die Premiere war am 5. November 2025 in der Londoner Odeon Luxe Leicester Square.[12] Am 13. November 2025 kam der Film in die deutschen und am darauffolgenden Tag in die US-Kinos.[13][14]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. In der Freigabebegründung heißt es, der Film habe eine düstere Atmosphäre, zeige eine zynische Medienwelt und enthalte einige deutlich bebilderte Gewalt- und Tötungsszenen. Jugendliche ab 16 Jahren seien jedoch in der Lage, diese Darstellungen in den gesellschafts- und medienkritischen Handlungskontext einzuordnen und sie entsprechend zu verarbeiten. Gewalt und Brutalität würden zudem nicht verharmlost, sondern schockierend und erschreckend inszeniert, und wenn der positiv gezeichnete Protagonist Gewalt anwendet, handele er stets in Notwehr.[15]
Die Kritiken fielen gemischt aus.[16]
In einer Kritik bei moviejones.de heißt es, ein großer Gewinn des Films sei dessen eigene Dynamik, weg vom 1987er-Stil im Arena-Blockbustermodus, hin zu einem intensiven, klaustrophobischen Road-Movie-Effekt, in dem der Protagonist ständig auf der Flucht ist. Glen Powell in der Rolle des Ben Richards überzeuge, weil er gerade nicht der übermächtige Actionheld ist, sondern Mensch unter Druck. In The Running Man zeige er ein breites Spektrum, körperlich fordernd, emotional geladen und doch mit Bodenhaftung. Für Actionfans stelle die 2025er-Version eine spannende Option dar, und der Mix aus dystopischem Setting, nervenaufreibender Jagd und sozialkritischer Note schaffe einen Film, der nicht nur optisch überzeugt, sondern auch anders nachhalle. Wer den Originalfilm Running Man liebt, werde angenehm überrascht sein, denn der neue Ansatz lade nicht zum Nostalgietrip ein, sondern zum Neubeginn. Während der Klassiker mit Arnold Schwarzenegger als grelle Gesellschaftssatire für 1980er-Jahre-Kult steht, bringe Edgar Wrights Version mehr Tiefe, Tempo und psychologischen Realismus mit.[17]
Thomas Schultze schreibt in seiner Kritik, anders als Paul Michael Glasers Verfilmung Running Man halte sich Wright vergleichsweise eng an die Vorlage. Mit der Anmutung eines RoboCop und Total Recall bewege sich der neue The Running Man durch eine episodische Anordnung, wobei man sich erst einmal an die eigenwilligen Schnittfolgen und Szenenüberblendungen gewöhnen müsse, die für erzählerische Ökonomie und Tempo sorgen sollen, aber einen als Zuschauer erst einmal auf Distanz hielten, bis der Film seinen Groove finde und Powell sein Charisma ausspielen und zeigen dürfe, was er draufhat und wie beneidenswert gut sein Körper trainiert ist.[18]
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Anspielung auf die Rolle Arnolds Schwarzeneggers in der Adaption von 1987 ist das Porträt Schwarzeneggers auf den Banknoten im Film zu sehen.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Running Man bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für The Running Man. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 274279/K).
- ↑ Review: The Running Man is One Powell After Another. In: liveforfilm.com, 11. November 2025.
- ↑ a b Jordan Ruimy: Josh Brolin Set to Play Villain in Edgar Wright’s ‘Running Man’. In: worldofreel.com, 17. Oktober 2024.
- ↑ Jordan Ruimy: Colman Domingo Cast in Edgar Wright’s ‘Running Man’. In: worldofreel.com, 9. Januar 2025.
- ↑ Danielle Ryan: It’s 2025 And I Just Watched The Running Man For The First Time – These Are My Honest Thoughts. In: slashfilm.com, 6. November 2025.
- ↑ Paul Trainer: Road restrictions as Edgar Wright’s The Running Man remake films in Glasgow this week. In: glasgowworld.com, 16. Oktober 2024.
- ↑ Jonathan Blackburn: Actor Glen Powell heads to Glasgow pub for wrap party after city centre filming. In: glasgowlive.co, 22. November 2024.
- ↑ Steven Price Scoring Edgar Wright’s ‘The Running Man’. In: filmmusicreporter.com, 29. September 2025.
- ↑ ‘The Running Man’ Soundtrack Album Details. In: filmmusicreporter.com, 12. November 2025.
- ↑ Jordan Ruimy: Edgar Wright’s ‘The Running Man’ Trailer Delivers Pop‑Fueled Action. In: worldofreel.com, 1. Juli 2025 (abgerufen am 13. Oktober 2025).
- ↑ Jordan Ruimy: Edgar Wright Drops Trailer for’ The Running Man,’ And It Won’t Follow the Book or ’87 Movie Ending. In: worldofreel.com, 13. Oktober 2025 (abgerufen am 13. Oktober 2025).
- ↑ Caroline Peacock: Emilia Jones turns heads in a racy cut-out gown as she joins co-stars Glen Powell and Hayley Atwell at The Running Man premiere in London. In: dailymail.co, 5. November 2025.
- ↑ Starttermine Deutschland. In: insidekino.com (abgerufen am 11. November 2025).
- ↑ Jordan Ruimy: ‘The Running Man’ Delayed by a Week to November 14. In: worldofreel.com, 14. August 2025 (abgerufen am 13. Oktober 2025).
- ↑ The Running Man. In: fsk.de. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ The Running Man. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ Man sollte nur rennen, wenn man gejagt wird. ‘The Running Man’ Kritik. In: moviejones.de. Abgerufen am 11. November 2025.
- ↑ https://the-spot-mediafilm.com/reviews/review-kino-the-running-man/