The Score (2001)

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Filmdaten
Deutscher Titel The Score
Originaltitel The Score
Produktionsland USA, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2001
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 14
Stab
Regie Frank Oz
Drehbuch Daniel E. Taylor, Kario Salem, Lem Dobbs, Scott Marshall Smith
Produktion Gary Foster, Lee Rich
Musik Howard Shore
Kamera Rob Hahn
Schnitt Richard Pearson
Besetzung

The Score ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2001 mit Robert De Niro, Edward Norton und Marlon Brando in den Hauptrollen. Er gehört zu dem Genre der Heist-Movies und war der letzte Kinofilm mit Marlon Brando, der 2004 verstarb.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der in die Jahre gekommene kanadische Meisterdieb Nick Wells bei einem Routine-Einbruch fast erwischt worden wäre, beschließt er sich zur Ruhe zu setzen. Zusammen mit seiner Geliebten, der Flugbegleiterin Diane, will er ein legales Leben führen. Wells betreibt eine Jazzkneipe und hat es bis jetzt geschafft, eine bürgerliche Fassade aufrechtzuerhalten. Er lässt sich jedoch von seinem Auftraggeber Max zu einem letzten großen Coup überreden. Ziel ist ein französisches goldenes Königszepter im Wert von 30 Millionen Dollar. Allerdings muss Wells für diesen Auftrag zwei seiner wichtigsten Prinzipien über Bord werfen: Zum ersten Mal operiert er in seiner Heimatstadt Montreal und hat zudem noch einen Partner. Sein Partner Jack hat den komplizierten Coup schon akribisch vorbereitet: Als debiler Reinigungsmann Brian getarnt hat er Zugang zum Zollgebäude, in dem das Zepter lagert. Keiner der Wachleute sieht in ihm eine Gefahr. Mit seinem Insiderwissen sollte der Coup gelingen. Aber er braucht Nick, um den Tresor zu öffnen. Jack und Nick haben von Anfang an eine starke Antipathie gegeneinander. Jack ist Nick zu aufdringlich und unvorsichtig. Beide müssen einen Zugangscode von einem Hacker kaufen. Bei der Übergabe kommt es fast zu einer Schießerei. Nick hat diverse Bedenken und will das Projekt eigentlich abbrechen. Max bittet ihn, den Coup doch noch zu machen. Er, Max, habe sich bei einem Mafiaboss Geld geliehen und wenn Nick keinen Erfolg habe, werde er vom Mafiaboss beseitigt. Aus Solidarität mit Max entscheidet sich Nick um. Nick schleicht sich über ein Abwasserrohr in das Zollgebäude ein. Jack schaltet die Sicherheitssysteme aus. Sein Vorgesetzter enttarnt ihn, wird von ihm aber bedroht und weggesperrt. Nick öffnet den Tresor mithilfe von Wasserdruck und gelangt so an das Zepter. Jack arbeitet jedoch auf eigene Rechnung. Unmittelbar nach dem erfolgreichen Raub bedroht er Nick noch im Tresorraum mit einer Waffe und lässt sich die Tasche mit dem Zepter geben. Er zwingt Nick, seine Maske abzunehmen und setzt ihn so der Gefahr aus, auf der Videoüberwachung erkannt zu werden. Jack, enttarnt durch seinen Vorgesetzten, gelingt die Flucht.

Nick gelingt unerkannt die Flucht durch den Kanal. Kurze Zeit später ruft Jack Nick an, um seinen Triumph auszukosten. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass Nick Jack nicht traute und das Zepter unbemerkt vorher durch ein Stück Schrott ausgetauscht hatte. Während sich Nick unerkannt absetzen und sich mit seiner Freundin zur Ruhe setzen kann, eröffnet die Polizei eine landesweite Jagd auf Jack.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Frank Oz, bekannt für leichtgewichtige Komödien wie ‚In & Out‘ und ‚Bowfingers große Nummer‘, hat seinen ersten dramatischen Film zu einem persönlichen Prestigeobjekt erkoren – und hoffnungslos mit prätentiösem Schnickschnack überfrachtet. Das getragene Tempo lässt kaum Spannung aufkommen, die Pointe ist absehbar.“

Cinema[1]

„Ein ganz dem Gangsterfilm klassischer Ausrichtung verpflichteter Krimi, der die alten Mythen und Ehrbegriffe aufleben lässt und sich in erster Linie auf den Vater-Sohn-Konflikt seiner beiden Protagonisten konzentriert. Ein betont altmodisch erzählter Film in getragener, weitgehend gewaltfreier Inszenierung.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Einer der besten Heist-Filme der letzten Jahre“

Roger Ebert[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2002 gewann Angela Bassett einen NAACP Image Award als beste Nebendarstellerin.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Score wurde komplett in der Montreal Metropolitan Area gedreht. Während der Produktion stritt sich Brando regelmäßig mit dem Regisseur Oz und nannte ihn "Miss Piggy". Dies war eine Anspielung darauf, dass Oz als Puppenspieler bei der Muppet Show tätig gewesen war (zwischen 1976 bis 2001).[4][5]. Oz gab sich später selbst die Schuld an dem Zerwürfnis. Er habe sehr konfrontativ auf Brando reagiert.[6]. Brando nahm später keine Anweisungen mehr an und verlangte, dass De Niro die Szenen mit ihm drehe, was dieser auch tat[7]. Oz sagte später, dass De Niro als Mediator zwischen beiden gewirkt hätte[8].

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Methode, die im Film angewendet wird, um das Sicherheitssystem des Tresors zu umgehen, war Thema einer Folge der Serie Mythbusters, in der ein identischer Tresor mit ebendieser Methode geknackt werden sollte. Es zeigte sich, dass beim Öffnen des Tresordeckels mit Hilfe einer Sauerstofflanze der gesamte Inhalt des Tresors in Brand geriet und dabei zerstört wurde. Zudem konnte der Tresor nicht erfolgreich mit Wasser gefüllt werden, da er zwar feuerfest, jedoch nicht wasserdicht war. Es gelang zwar das System zu umgehen, und wie im Film den Tresor zu öffnen, jedoch wurde bei der Explosion ebenfalls das enthaltene Diebesgut stark in Mitleidenschaft gezogen.

Im Film betreibt der gebürtige New Yorker De Niro in Montreal eine Jazzbar namens NYC (New York City), in dem die beiden Jazzsänger Cassandra Wilson und Mose Allison Gastauftritte haben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Jaspers Filmlexikon – The Score
  2. The Score im Lexikon des internationalen Films
  3. Kritik Eberts in der Chicago Sun Times (engl.)
  4. Jess Cagle: Cinema: How To Make A Score. Time Magazine. 16. Juli 2001. Abgerufen am 27. April 2015.
  5. Jess Cagle: How To Make A Score. In: Time. 16. Juni 2001. Abgerufen am 21. Mai 2013.
  6. Capone: Capone With Frank Oz About DEATH AT A FUNERAL, What Went Wrong On STEPFORD, And (Of Course) Yoda!!. In: Aintitcool. 7. August 2007. Abgerufen am 21. Mai 2013.
  7. Nicole Kidman-Frank Oz's Tense Remake. contactmusic.com. 10. Februar 2003.
  8. Tim Robey: Brando's trousers - the truth. The Daily Telegraph. 18. September 2001. Abgerufen am 27. April 2015.