The toten Crackhuren im Kofferraum

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The toten Crackhuren im Kofferraum

The toten Crackhuren im Kofferraum live in Neunkirchen (Saar) 2012. Stehfanje, Netja, Lulu, Doreen und Kristeenager
Allgemeine Informationen
Herkunft Berlin, Deutschland
Genre(s) Electroclash, Pop-Punk
Gründung 2005
Website www.thetotencrackhurenimkofferraum.de
Gründungsmitglieder
Luise Fuckface
Schrüppe McIntosh
Lynn Love
Aktuelle Besetzung
Gesang
Luise „Lulu“ Fuckface
Gesang
Doreen K. Bieberface (Doreen Nr. 19)
Gesang
Kristeenager
Gesang
Ilay
Ehemalige Mitglieder
Tanz
Nura
Gesang
Netja Triebeltäter
Tanz
Stehfanje Fuckface
Tanz
Tanna Biertier

The toten Crackhuren im Kofferraum (abgekürzt The T.C.H.I.K. oder T.C.I.K.) sind eine Berliner Pop-Punk-/Electroclash-Band. Die Bandmitglieder treten unter den Phantasienamen Netja Triebeltäter, Luise „Lulu“ Fuckface, Stehfanje Fuckface, Kristeenager, Doreen K. Bieberface/Doreen Nr. 19, Tanna Biertier, Lynn Love und Ilay auf.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglieder der Ende November 2005 in Berlin gegründeten Band sind Luise Fuckface, Schrüppe McIntosh und Lynn Love.[3] Ende 2009 trennte und distanzierte sich Schrüppe McIntosh von dem Projekt. Die Band tritt mit bis zu drei Sängerinnen, einer variablen Anzahl von Tänzerinnen und mehreren Männern als Begleitmusikern im Hintergrund auf.

In den Anfängen bekam die Band geschäftliche Unterstützung von Frontpage-Gründer Jürgen Laarmann, von dem sie sich aber nach Streitigkeiten über die Inhalte des Vertrags nach kurzer Zeit trennte.[4] Mithilfe von Laarmann als vorläufiger Manager erhielt die Gruppe erste Auftritte im Fetisch-Musikclub KitKatClub, in dem zudem ein Meeting mit Manager Jürgen Laarmann zur Besprechung der Vertragsbedingungen stattfand, im Tresor, im White Trash Club und in besetzten Häusern der autonomen Szene. Im Tresor Club traten die Crackhuren neben WestBam auf.[5] Über ihre Myspace-Seite im Internet nahm Archi Alert, der Sänger der Punk-Rock-Band Terrorgruppe, mit den Crackhuren Kontakt auf, woraufhin Archi Alert der Manager der Combo wurde, der hilfreiche Tipps gab in Bezug auf das Schreiben sowie Produzieren von Songs und das Warmsingen vor Konzerten, so dass sich die noch unbedarfte Band The toten Crackhuren im Kofferraum mit ihrem neuen Mentor Archi Alert professionalisieren und weiterentwickeln konnte.[6] In diesem Zusammenhang komponierte Sängerin Luise "Lulu" Fuckface, die keine Noten lesen kann, sondern intuitiv aus sich heraus Melodien schöpft, auf dem Computer mit dem Programm GarageBand die Songs.

The toten Crackhuren im Kofferraum waren 2008 Vorband bei der Tour von K.I.Z, stießen dort jedoch auf ein ablehnendes Publikum, das die Toten Crackhuren bespuckte, mit Gegenständen bewarf und ausbuhte.[7] Sie sind unter anderem beim Musikfestival Rocco del Schlacko 2010 aufgetreten.[8][9] Die Choreografien der Toten Crackhuren, die von den bandeigenen Tänzerinnen zur Musik auf die Bühne gebracht wurden, setzten sich aus variierten Tanz-Moves des Videoclips zum Song Macarena von Los del Río zusammen, der im Sommer 1996 weltweit ein großer Hit gewesen war.[10]

Die Band veröffentlichte am 10. September 2010 bei Universal ihr erstes Album Jung, talentlos & gecastet[11] mit den Singles Ich und mein Pony sowie Ronny & Clyde. Das Video zu Ich und mein Pony ist an das Video Fight for Your Right von den Beastie Boys angelehnt.

Die Band drehte den Kurzfilm Brandenburg 1 unter der Regie von Philipp Virus, welcher auf der Website der Band und auf YouTube veröffentlicht wurde.

Die Finanzierung des am 26. Juli 2013 veröffentlichten Albums Mama ich blute erfolgte teilweise durch die Plattform Pledgemusic. Für 10 bis 300 € konnten die Pledger CDs, eine Erwähnung in den Credits oder Zeit mit der Band erwerben. Auf dem Album Mama ich blute sind u. a. Bela B. (Die Ärzte), Alex Tsitsigias (Schrottgrenze) und Jakob Häglsperger (Frittenbude) als Gäste vertreten. Die Premium Edition beinhaltete außerdem das erste Album von Luise Fuckfaces Nebenprojekt Lulu & die Einhornfarm.

The toten Crackhuren im Kofferraum nahmen am 26. September 2013 mit dem Lied Ich brauch’ keine Wohnung für Sachsen am Bundesvision Song Contest 2013 teil und belegten den 9. Platz. Über die Teilnahme am Bundesvision Song Contest erhoffte sich Sängerin Luise "Lulu" Fuckface in Bezug auf die Crackhuren einen verstärkten kommerziellen Erfolg, der jedoch ausblieb.[12]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[13]
Bitchlifecrisis
  DE 52 08.02.2019 (1 Wo.)
Gefühle
  DE 72 22.10.2021 (1 Wo.)

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Jung, talentlos und gecastet
  • 2013: Mama ich blute
  • 2019: Bitchlifecrisis
  • 2021: Gefühle

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Ich und mein Pony
  • 2010: Ronny und Clyde
  • 2013: Klaus
  • 2013: Ich brauch’ keine Wohnung
  • 2018: Jobcenterfotzen
  • 2019: OK Ciao feat. Pöbel MC
  • 2021: Bewerte mich
  • 2021: Zurück in der Gosse/Living the dream
  • 2021: Bau mir nen Schrank

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: The toten Crackhuren im Kofferraum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bio (Memento vom 3. September 2013 im Internet Archive) bei thetotencrackhurenimkofferraum.de
  2. dpa-Artikel bei www.main-netz.de
  3. Tagesspiegel: Auf Ponys gegen Prolls
  4. Die Welt ist noch nicht bereit für sie in die Tageszeitung vom 17. Februar 2010
  5. Podcast "Und dann kam Punk": Folge 51 Interview mit Lulu Fuckface von Christopher & Jobst, 2:46 Stunden auf www.spotify.com (Spotify), Dezember 2021
  6. Podcast "Und dann kam Punk": Folge 51 Interview mit Lulu Fuckface von Christopher & Jobst, 2:46 Stunden auf www.spotify.com (Spotify), Dezember 2021
  7. akf M94.5: Interview mit Maxim (Memento vom 30. Juli 2009 im Internet Archive), abgerufen am 27. Juli 2009
  8. Saarbrücker Zeitung vom 16. August 2010: Rocco del Schlacko: Super Stimmung bei 24.000 Besuchern auf dem Sauwasen@1@2Vorlage:Toter Link/www.saarbruecker-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Podcast "Und dann kam Punk": Folge 51 Interview mit Lulu Fuckface von Christopher & Jobst, 2:46 Stunden auf www.spotify.com (Spotify), Dezember 2021
  10. Podcast "Und dann kam Punk": Folge 51 Interview mit Lulu Fuckface von Christopher & Jobst, 2:46 Stunden auf www.spotify.com (Spotify), Dezember 2021
  11. Rolling Stone: The T.C.H.I.K. - "Jung, talentlos & gecastet"@1@2Vorlage:Toter Link/www.rollingstone.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. Podcast "Und dann kam Punk": Folge 51 Interview mit Lulu Fuckface von Christopher & Jobst, 2:46 Stunden auf www.spotify.com (Spotify), Dezember 2021
  13. Chartquellen: DE