The Trouble with Being Born

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Film
OriginaltitelThe Trouble with Being Born
ProduktionslandÖsterreich, Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2020
Länge94 Minuten
Stab
RegieSandra Wollner
DrehbuchSandra Wollner,
Roderick Warich
ProduktionLixi Frank, David Bohun, Andi G. Hess, Viktoria Stolpe, Timm Kröger, Astrid Schäfer
KameraTimm Kröger
SchnittHannes Bruun
Besetzung

The Trouble with Being Born ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm unter der Regie von Sandra Wollner, die zusammen mit Roderick Warick das Drehbuch verfasste. Der Film hatte im Februar 2020 auf der Berlinale seine Weltpremiere in der Sektion Encounters.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der filmgeschichtliche Topos des künstlichen Menschen wird hier auf ungewöhnliche Art mit dem Schwerpunkt auf der emotionalen Ebene neu präsentiert.[1] Elli ist ein Androide, eine Maschine in Gestalt eines Mädchens, ein Sexroboter.[2] Sie lebt bei Georg, den sie Papa nennt. Sie ist dazu da, ihn glücklich zu machen, denn sie wurde nach seinen Vorstellungen gebaut.[2] Sie lassen sich durch den Sommer treiben, schwimmen tagsüber im Pool und abends nimmt er sie mit ins Bett. Er liebt sie über alles und doch ist sie nur Fiktion.[2] In Wirklichkeit fällt seine Welt auseinander, seine Tochter wird nie wieder auftauchen.[3]

Georg hat Elli nach einer Erinnerung erschaffen, die ihm viel bedeutet, für sie aber nicht mehr ist als eine Programmierung. Dieser folgt sie eines Nachts, tief in den Wald hinein, einem schwächer werdenden Echo hinterher. Als sie auf ihr reales Vorbild trifft, entwickelt sich eine Odyssee, die das Publikum immer stärker in Ellis Perspektive versetzt.[2][4]

Der dystopische Film zeigt „die Geschichte einer Maschine und der Geister, die wir alle in uns tragen“,[1] das „ewige Jetzt“, den „Blick einer Maschine auf die Welt“.[3]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Trouble with Being Born ist der zweite Spielfilm der österreichischen Regisseurin Sandra Wollner.

Es handelt sich um die 2018/2019 produzierte Abschlussarbeit der Regisseurin an der Filmakademie in Ludwigsburg.[5][6] Zu sehen sind Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon und Simon Hatzl.[7]

Für die Produktion waren Lixi Frank und David Bohun (Panama Film KG), Andi G. Hess, Astrid Schäfer (Filmakademie Baden-Württemberg), Viktoria Stolpe (The Barricades) und Timm Kröger (The Barricades) verantwortlich.[8] Beteiligt war auch Das kleine Fernsehspiel ZDF.[7] Gedreht wurde unter anderem in Niederösterreich.[2] Der Verleih liegt in den Händen von Cercamon.[9]

Der Film hatte im Februar 2020 auf der Berlinale seine Weltpremiere und lief dort in der Sektion Encounters.[10] Diese Sektion will neue Stimmen des Kinos unterstützen und den verschiedenen Spielformen des Kinos mehr Raum geben.[5] Er wurde mit dem Spezialpreis der Encounters-Jury ausgezeichnet.[11]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arbeitstitel lautete Die Last geboren zu sein.[12]

The Trouble with Being Born ist der englische Titel des Buches Vom Nachteil, geboren zu sein: Gedanken und Aphorismen von Emil Cioran.

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Filmfestspiele Berlin 2020

  • Berlinale-Encounters: Spezialpreis der Jury

Romyverleihung 2020

  • Auszeichnung in der Kategorie Bester Kinofilm[13][14]

Thomas-Pluch-Drehbuchpreis 2020

  • Nominierung für den Hauptpreis
  • Auszeichnung mit dem Spezialpreis der Jury[15]

Diagonale 2020

  • Auszeichnung mit dem Großen Diagonale-Preis[16]
  • Auszeichnung mit dem Diagonale-Schauspielpreis (Dominik Warta)[16]
  • Auszeichnung mit dem Diagonale-Preis für das beste Sounddesign Spielfilm (Peter Kutin)
  • Auszeichnung mit dem Diagonale-Preis für die beste künstlerische Montage Spielfilm (Hannes Bruun)

First Steps 2020

  • Auszeichnung in der Kategorie Abendfüllender Spielfilm (Sandra Wollner)[17]
  • Nominierung für den NO FEAR Award für Nachwuchsproduzent·innen (Astrid Schäfer)[18][19]

Viennale 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Filmakademie Baden Württemberg GmbH - Alle Meldungen. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  2. a b c d e LAFC - Dreharbeiten „the trouble with being born“. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  3. a b The Trouble With Being Born. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  4. 4,4 Millionen Euro für 21 neue ORF-Kinofilmprojekte. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  5. a b Von Johanna Birnbaum: Filmfestspiele Berlin: Steirerin Sandra Wollner in neuem Berlinale-Wettbewerb dabei. 17. Januar 2020, abgerufen am 5. Februar 2020.
  6. "The Trouble with being born", 2018-2019 - in Produktion. In: filmlocations.at. Abgerufen am 5. Februar 2020.
  7. a b The Trouble With Being Born. In: crew-united.com. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  8. The Trouble With Being Born - Austrian Films. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  9. The Trouble with Being Born. In: austrianfilms.com. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  10. Programm für Berlinale-Panorama komplett. In: beta.blickpunktfilm.de. Abgerufen am 2. Februar 2020.
  11. Encounters Jury. In: berlinale.de. Abgerufen am 1. März 2020.
  12. The Trouble with Being Born (2020) - IMDb. In: imdb.com. Abgerufen am 4. Februar 2020.
  13. ROMY-Akademie-Preise: Das Spielfeld der Könner. In: Kurier.at. 11. März 2020, abgerufen am 11. März 2020.
  14. Christoph Silber: ROMY-Akademie kürt Sieger: Androiden, Unterweltler und Drogenhändler. In: Kurier.at. 19. Mai 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.
  15. Diagonale-Drehbuchpreise an Kleindienst und Moder. In: Oberösterreichisches Volksblatt. 29. April 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  16. a b Diagonale fest in weiblicher Hand. In: ORF.at. 30. Juni 2020, abgerufen am 30. Juni 2020.
  17. Preisträger·innen 2020 - First Steps. In: firststeps.de. Abgerufen am 15. September 2020.
  18. Nominierte First Steps 2020. In: firststeps.de. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  19. Die Nominierungen für die First Steps Awards 2020 stehen fest! In: firststeps.de. 24. Juli 2020, abgerufen am 28. Juli 2020.
  20. Viennale-Jahrgang für Trüffelsucher. In: ORF.at. 1. November 2020, abgerufen am 1. November 2020.