The Verge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
The Verge
The Verge Logo 2016.svg
The Verge Wordmark 2016.svg
www.theverge.com
Beschreibung Technikportal
Registrierung optional
Sprachen Englisch
Eigentümer Vox Media
Erschienen 1. November 2011
Status aktiv

The Verge ist ein amerikanisches Technikportal und Mediennetzwerk. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen von Vox Media mit Sitz in Manhattan, New York. Veröffentlicht werden Nachrichtenmeldungen, Leitartikel, Produktrezensionen, Podcasts und Videos auf einem eigenen YouTube-Kanal.

Die Seite wird mit Vox Medias proprietärer Publishing-Plattform Chorus betrieben.[1] Finanziert wird The Verge durch Werbeeinnahmen und Sponsoren. An der Spitze stehen Chefredakteur Nilay Patel, Executive Editor Dieter Bohn und Geschäftsführer von Vox Media Jim Bankoff.[2][3][4] Die Seite ist seit dem 1. November 2011 aktiv.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abspaltung von Engadget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 übernahm der Besitzer des Technologieblogs Engadget AOL mit TechCrunch ein weiteres Technikportal. Dies führte zu Konflikten zwischen Engadgets Chefredakteur Joshua Topolsky und TechCrunch-Gründer Michael Arrington.[5] Ebenfalls 2011 wurde in der Presse ein internes, den Engadget-Mitarbeitern bis dahin unbekanntes Dokument bekannt, demzufolge von nun an Seitenaufrufe wichtiger als die Qualität der veröffentlichten Inhalte seien.[6] Deshalb verließen zwischen bis April 2011 Joshua Topolsky, Nilay Patel, Joanna Stern und sechs weitere Autoren und Redakteure Engadget, um ein neues Technikportal zu gründen.[7]

Gründung von This is my Next[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von This is my Next

Anfang April gab Topolsky eine Partnerschaft zwischen der Sportwebsite SB Nation und dem neuen, noch unbenannten Projekt bekannt. Ziel war die Gründung bis Herbst 2011.[8] Bei SB Nation sah Topolsky ähnliche Interessen in Hinblick auf die Zukunft des Verlagswesens und wollte dessen Desktop-Publishing-Software nutzen.

In der Zeit bis zur Portalgründung moderierten Topolsky und Patel mit Paul Miller einen Podcast unter Namen This Is My Next und führten so den ursprünglichen Engadget-Podcast in gleicher Zusammensetzung fort. Unter demselben Namen wurde zudem ein Internetauftritt eingerichtet, der durch das Time-Magazine zu einem der besten Blogs des Jahres 2011 ausgezeichnet wurde.[9]

Offizieller Start[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von The Verge bis Oktober 2016

The Verge wurde am 1. November 2011 veröffentlicht. Zugleich wurde die Übernahme durch Vox Media bekannt.

2013 gewann The Verge fünf Webby Awards, in den Kategorien Best Writing (Editorial), Best Podcast (für The Vergecast), Best Visual Design, Best Consumer Electronics Site und Best Mobile News App.[10]

Ende März 2014 wechselte Nilay Patel The Verge zur Schwesterseite Vox und wurde dort Chefredakteur (managing editor); zuvor soll es zu Spannungen zwischen Patel und Topolsky gekommen sein.[11] Am 4. August 2014 verließ Joshua Topolsky The Verge und ging zu Bloomberg.[12] Im Zuge dessen kehrte Nilay Patel zurück und wurde Chefredakteur von The Verge, Dieter Bohn wurde zum Executive Editor.

Am 25. April 2015 gab Chefredakteur Nilay Patel den Start des Blogs Circuit Breaker bekannt, der sich auf Gadgets konzentriert. Artikel und Videos werden vor allem auf Facebook, aber auch auf anderen sozialen Netzwerken wie Instagram und einer Unterseite von The Verge selbst veröffentlicht.[13]

Im Zuge der Übernahme des Technologieblogs Recode, der durch Walter Mossberg und Kara Swisher gegründet wurde, durch Vox Media Ende Mai 2015 stießen einige namhafte Journalisten zu The Verge, darunter Gründer Mossberg selbst und Lauren Goode[14]. Mossberg arbeitete in der Folge bis zu seiner Pensionierung im Juni 2017 als weiterer Executive Editor in der Leitung mit, Lauren Goode wurde leitende Redakteurin (Senior Editor). Weil Recode in San Francisco niedergelassen war, eröffnete The Verge dort zusätzliche Büros.[15]

Zum fünften Jahrestag des offiziellen Starts wurde im November 2016 das visuelle Design des Portals verändert.[16]

Im September 2017 besuchten 78,81 Millionen individuelle Besucher[17], davon 46,2 Millionen aus den Vereinigte Staaten[18], die Website von The Verge, das sind etwa 13 Millionen mehr als bei Engadget.[19]

Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Verge definiert seine inhaltliche Positionierung folgendermaßen:

“The Verge is an ambitious multimedia effort to examine how technology will change life in the future for a massive mainstream audience.”

„The Verge ist eine ehrgeizige multimediale Anstrengung für einen großen Leserkreis aus der Mitte der Gesellschaft, um zu untersuchen, inwiefern Technologie das Leben in der Zukunft verändern wird.“

Nilay Patel: About The Verge[20]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Verge gliedert sich in vier „Sektionen“, Technologie (technology, geleitet von Natt Garun), Kultur (culture, geleitet von Laura Hudson), Wissenschaft (science, geleitet von Elizabeth Lopatto) und Verkehrsmittel (transportation, geleitet von Tamara Warren). Teil der Technologie-Sektion ist der Gadget-Blog Circuit Breaker unter der Leitung von Jacob Kastrenakes.

Die Teams der Sektionen Technologie, Kultur und Verkehrsmittel veröffentlichen regelmäßig Produktrezensionen und Film- sowie Literaturkritiken. Produkte erhalten einen „Verge Score“ von 0 bis 10 Punkten mit genau einer Nachkommastelle (z. B. kann ein Produkt einen „Verge Score“ von 7,5 erhalten).

The Verge veröffentlicht zudem Features. Diese beinhalten Interviews mit in der Industrie bekannten Persönlichkeiten und anderen Technologie-Journalisten sowie Leitartikel über Technologie Produkte, Aspekte und Kultur und einzelne Nachrichtenmeldungen.

Podcasts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Vergecast

The Verge überträgt seit dem Start der Seite wöchentlich einen Podcast unter dem Titel The Vergecast. Chefredakteur Nilay Patel fungiert als Moderator, Dieter Bohn und Paul Miller gehören ebenfalls zur Stammbesetzung. In einigen Episoden sind darüber hinaus andere Redakteure von The Verge zu Gast, um einen Beitrag zu ihrem jeweiligen Fachgebiet vorzustellen. Die erste Folge wurde am 4. November 2011 ausgestrahlt, zunächst als Videostream ausgestrahlt,[21] seit Mai 2015 ist er als Audio-Podcast verfügbar.

Verge Extras

Seit 1. Februar 2015 stellt The Verge in unregelmäßigen Abständen Podcast-Episoden in dem als „experimentell“ beschriebenen Podcast-Kanal Verge Extras zur Verfügung.[22]

Why'd You Push That Button

Am 17. Oktober 2017 startete der Podcast Why'd You Push That Button, in dem die Redakteure Ashley Carman und Kaitlyn Tiffany die Entscheidungen beleuchten wollen, zu denen Nutzer von technologischen Instrumenten gezwungen werden und inwiefern diese Entscheidungen sich auf das alltägliche Leben auswirken.[23]

Eingestellte Podcasts

Weitere Podcasts waren The Verge Mobile Show, der sich auf den Bereich der Mobiltelefone fokussierte, der zwischen 2015 und 2017 wöchentlich erscheinende Ctrl-Walt-Delete-Podcast von Nilay Patel und Walter Mossberg, in dem die beiden Redakteure Mossbergs wöchentliche Kolumne kommentierten, und der zwischen Februar 2015 und Dezember 2016 veröffentlichte Podcast What's Tech, der für ein mit Technologie nicht vertrautem Publikum konzipiert war und diese unter Vermeidung von Fremdwörtern sowie durch eine vereinfachte Darstellung erklären wollte,[24] wofür er von Apple als einer der besten Podcasts des Jahres 2015 ausgezeichnet wurde.[25]

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem eigenen YouTube-Kanal veröffentlicht The Verge unter anderem regelmäßig Produktpräsentationen und -rezensionen, sowie Reportagen und Berichte von Technologiemessen.

Von 14. November 2011 bis 25. Juli 2012 veröffentlichte Marty Moe eine Webserie namens On The Verge.[26] Die Unterhaltungssendung im Stile einer Late-Night-Show betrachtete Technologie und Nachrichten aus dem Technologiebereich.

Seit der Veröffentlichung der zweiten Staffel der Fernsehserie Mr. Robot am 20. Juli 2016 produziert The Verge eine Talkshow, die jeweils im Anschluss an die wöchentlich erscheinenden Episoden auf den Internetauftritten von The Verge und Mr. Robot ausgestrahlt wird. Moderator ist Nilay Patel, als Gäste fungieren zwei Redakteure von The Verge, sie diskutieren die Episoden inhaltlich und liefern Hintergrundinformationen zur Informationssicherheit und Hackern.[27] Mit dem Start der dritten Staffel wurde diese Talkshow fortgesetzt.[28]

Im Jahr 2017 produzierte The Verge exklusiv auf YouTube die jeweils vierteiligen Webserien Next Level with Lauren Goode über noch nicht marktreife Zukunftstechnologien[29] und Space Craft with Loren Grush über das Astronautentraining[30]. Next Level with Lauren Goode wurde noch im selben Jahr um eine zweite Staffel mit Beginn der Ausstrahlung am 7. November 2017 verlängert.[31]

Der Gadget-Blog von The Verge, Circuit Breaker, begann am 2. Oktober 2017 mit der wöchentlichen Ausstrahlung der einstündigen Live-Show Circuit Breaker Live auf Twitter. In ihr werden Gadgets vorgestellt und ausprobiert.[32]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric Eldon: A Closer Look At Chorus, The Next-Generation Publishing Platform That Runs Vox Media. techcrunch.com. 7. Mai 2012. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  2. CORRECTING and REPLACING SB Nation Announces The Verge To Launch This Fall. businesswire.com. 19. Juli 2011. Abgerufen am 13. Juni 2014.
  3. About The Verge Editorial Staff. theverge.com. Abgerufen im 16. August 2017.
  4. Marty Moe Profile Page. voxmedia.com, archiviert vom Original am 7. August 2014; abgerufen am 24. März 2017 (englisch).
  5. Jay Yarow: AOL’S NEW PROBLEM: Mike Arrington. In: Business Insider. 12. Januar 2011. Archiviert vom Original am 4. Mai 2013. Abgerufen im 13. Juni 2014.
  6. Nicholas Carlson: LEAKED: AOL’s Master Plan. In: Business Insider. 1. Februar 2011. Archiviert vom Original am 4. Mai 2013. Abgerufen im 13. Juni 2014.
  7. David Carr: No Longer Shackled by AOL. In: The New York Times, 3. April 2011. Abgerufen im 13. Juni 2014. 
  8. Chris Rovzar: AOL Loses Original Engadget Team to SB Nation. In: New York. New York Media. 4. April 2011. Archiviert vom Original am 4. Mai 2013. Abgerufen im 13. Juni 2014.
  9. Time Magazine: „The Best Blogs of 2011“, abgerufen am 27. September 2017
  10. Joshua Topolsky: „The Verge wins five Webby Awards: a thank you“ (1. Mai 2013), abgerufen am 16. Oktober 2017
  11. Kara Swisher: „Nilay Patel, No Longer Managing Editor of The Verge, Moves to Vox.com“ (23. März 2014), abgerufen am 16. Oktober 2017
  12. New York Times: „Bloomberg Hires a Founder of The Verge to Lead Online Initiatives“, abgerufen am 27. September 2017
  13. Nilay Patel: „Introducing Circuit Breaker, a new gadget blog from The Verge“ (25. April 2016) (abgerufen am 11. Oktober 2017)
  14. Nilay Patel: „The Verge and Recode are joining forces“ (26. Mai 2015), abgerufen am 16. Oktober 2017
  15. Tim Bradshaw: „Vox Media buys Recode in all-stock deal“ (27. Mai 2015), abgerufen am 16. Oktober 2017
  16. Joseph Lichterman: „As The Verge turns five, here’s how it’s thinking about building a news site for the distributed age“ (1. November 2016), abgerufen am 16. Oktober 2017
  17. SimilarWeb Theverge.com Analytics, abgerufen am 31. Oktober 2017
  18. Meldung durch Nilay Patel (3. Oktober 2017) (abgerufen am 11. Oktober 2017)
  19. SimilarWeb Engadget.com vs. Theverge.com Analytics, abgerufen am 31. Oktober 2017
  20. „About The Verge“, abgerufen am 16. Oktober 2017
  21. Nilay Patel: The VergeCast, live at 6:30PM ET / 10:30PM GMT!. In: The Verge. Abgerufen am 13. Juni 2014.
  22. Apple Podcasts: „Verge Extras“, abgerufen am 16. Oktober 2017
  23. Apple Podcasts: „Why'd You Push That Button“, abgerufen am 16. Oktober 2017
  24. Chris Plante: „The What’s Tech series finale“ (6. Dezember 2016), abgerufen am 16. Oktober 2017
  25. Andrea Rogoff: „Vox Media in the News: Week of December 21, 2015“ (22. Dezember 2015), abgerufen am 16. Oktober 2017
  26. Chad Mumm: On The Verge' arrives on Monday, November 14th with Matias Duarte. In: The Verge. 7. November 2011. Abgerufen am 24. März 2017.
  27. Jason Lynch: „USA and The Verge Team Up for a Weekly Live Digital Mr. Robot Aftershow“ (11. Juli 2016), abgerufen am 3. November 2017
  28. Russell Brandom: „Our Mr. Robot Digital After Show returns!“ (29. September 2017), abgerufen am 3. November 2017
  29. „Announcing Next Level, a new Verge video series premiering next week“ (7. Juli 2017), abgerufen am 16. Oktober 2017
  30. Loren Grush: „Our new video series Space Craft launches next week“ (11. August 2017), abgerufen am 16. Oktober 2017
  31. „Announcing Next Level season 2, The Verge’s video series on innovation“ (1. November 2017), abgerufen am 3. November 2017
  32. Nilay Patel: „Our Circuit Breaker Live gadget show starts today!“ (2. Oktober 2017), abgerufen am 16. Oktober 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: The Verge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien