The Wave – Die Todeswelle

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Filmdaten
Deutscher TitelThe Wave – Die Todeswelle
OriginaltitelBølgen
ProduktionslandNorwegen
OriginalspracheNorwegisch
Erscheinungsjahr2015
Länge104 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieRoar Uthaug
DrehbuchJohn Kåre Raake,
Harald Rosenløw-Eeg
ProduktionAre Heidenstrom,
Martin Sundland
MusikMagnus Beite
KameraJohn Christian Rosenlund
SchnittChristian Siebenherz
Besetzung

The Wave – Die Todeswelle (Originaltitel: Bølgen; norwegisch für die Welle) ist ein norwegischer Katastrophenfilm aus dem Jahr 2015. Das Filmdrama wurde am 28. August 2015 in den norwegischen Kinos veröffentlicht. Die Handlung basiert auf einem Erdrutsch, der 1934 im norwegischen Tafjorden 40 Menschen tötete. Auch in der Realität beobachten Geologen Felsspalten auf einen drohenden Erdrutsch hin.[2]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ehepaar Kristian und Idun wohnt zusammen mit den Kindern Julia und Sondre nahe dem Geirangerfjord. Sie arbeitet in einem Hotel und er in einer geologischen Forschungsstation, welche Erdbewegungen in den Felswänden des Fjordes beobachtet. Die Geologen sollen mit ihren Messungen frühzeitig Alarm geben, sofern ein Tsunami durch einen Erdrutsch droht. Kristian hat eine neue Arbeitsstelle in der Ölindustrie angenommen und die Familie steht kurz vor dem Umzug. Am letzten Arbeitstag beunruhigen eintreffende Messergebnisse Kristian. Sein Vorgesetzter deutet die Messwerte jedoch als Ergebnis defekter Sensoren und möchte auf Rücksicht auf die laufende Touristensaison keinen Alarm geben. Er ordnet jedoch eine vermehrte Observation an.

Als später die Messwerte immer mehr darauf hinweisen, dass tatsächlich etwas nicht in Ordnung ist, schauen sich Kristians Chef und ein weiterer Mitarbeiter die Sensoren vor Ort an. Dabei müssen sie feststellen, dass die Sensoren tatsächlich in Ordnung waren, und eine Katastrophe unmittelbar bevorsteht. Bevor sie diese Information jedoch weitergeben können, tritt ein Felssturz auf, wobei Kristians Chef getötet wird.

Durch den Felssturz in den Fjord entsteht eine enorme Flutwelle, der befürchtete Tsunami. Den Bewohnern von Geiranger bleiben ca. 10 Minuten, um sich vor dem Tsunami auf mindestens 80 m über dem Fjordpegel zu retten. Da der Evakuierungsalarm jedoch in der Nacht ausgerufen wurde, können viele nur mit Mühe davon überzeugt werden, die Stadt zu verlassen.

Die Bewohner des Hotels sollen mit einem Bus in Sicherheit gebracht werden. Beim Durchzählen der Passagiere muss Idun feststellen, dass ihr Sohn fehlt. Während Idun im Hotel nach ihrem Sohn sucht, flieht Kristian mit seiner Tochter Julia in einem Auto aus der Gefahrenzone. Da die Evakuierung chaotisch abläuft, verstopfen die fliehenden Bewohner mit ihren Autos schnell die Fluchtstrassen und müssen zu Fuß weiter fliehen. Kristian muss jedoch feststellen, dass viele Menschen nicht die sichere Anhöhe erreichen werden und rettet sich in ein parkendes Auto.

Die Wucht des Tsunamis tötet viele Menschen im Ort und auf den Straßen. Kristian überlebt unverletzt im Auto und begibt sich in Geiranger auf die Suche nach seiner Frau und seinem Sohn. Diese haben sich im Luftschutzbunker des Hotels in Sicherheit gebracht. Wasser droht diesen jedoch zu überfluten. Kristian rettet seine Familie, indem er Trümmer vor der Bunkertür entfernt. Idun und Sondre können so aus dem Bunker tauchen und treffen später wieder mit ihrer Tochter Julia zusammen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von „Fantefilm“ mit einem Budget von geschätzten 50 Millionen norwegischen Kronen produziert. Gedreht wurde in der Gegend des behandelten Geirangerfjords in Norwegen und in den „MediaPro Studios“ in Bukarest in Rumänien. Als Filmverleiher treten Universum Film und „SquareOne Entertainment“ auf.

Bereits nach fünf Tagen hatten den Film 190.000 Zuschauer in den norwegischen Kinos gesehen.[3]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Deborah Young sei es „höchste Zeit, dass […] ein Katastrophenfilm aus Skandinavien kommt, und der norwegische Tsunami-Thriller „The Wave“ war das lange Warten wert“. Dabei, so eine andere Kritik, überzeuge der Film durch den Schauplatz. Dieser erzeuge „für Kenner dieser Naturschönheiten […] eine große Nähe zum Geschehen, welches durch die sympathischen Charaktere gestärkt wird – unterstützt von beeindruckenden Panoramen. Die Filmemacher schafften durch kurze hochqualitative Special Effect-Aufnahmen des Erdrutsches und der Flutwelle, eine richtige Dosierung für Dramatik und […] gelungenenen Filmsets einen bewegenden Katastrophenfilm. Eben weil der Handlungsverlauf nicht überraschend ist, überzeugt der Film jeden Fan der norwegischen Fjordlandschaft. […] Eine Abwechslung zu all den USA-lastigen Filmen des Genre mit anderer Bedrohungslage und weniger Tamtam.“[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde als norwegischer Beitrag für die Oscarverleihung 2016 in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ eingereicht, erhielt aber keine Nominierung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für The Wave – Die Todeswelle. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Bastian Berbner und Ole Pflüger: Felssturz bedroht Geirangerfjord. Bayerischer Rundfunk, 5. Oktober 2014, abgerufen am 24. November 2015.
  3. Norway pins Oscar hopes on ‘The Wave’. newsinenglish.no, 2. September 2015, abgerufen am 24. November 2015.
  4. Bølgen (die Welle) – ein grandios-überraschender Film aus Norwegen. blecher.info, abgerufen am 24. November 2015.