Theater an der Winkelwiese

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Spielstätte des Theaters an der Winlkelwiese: Villa Tobler in Zürich
Gedenkstein für Maria von Ostfelden in der Fassade der Villa Tobler

Das Theater an der Winkelwiese in Zürich ist ein Kleintheater im Kellerraum der von Gustav Albert Wegmann erbauten Villa Tobler. Es ist seit den 1960er-Jahren für avantgardistische Theateraufführungen bekannt und gilt als «Zentrum für zeitgenössische Dramatik in der Schweiz.»[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Architekt Jakob Zweifel eröffnete das selbst finanzierte Theater für die vor dem Nationalsozialismus geflohene Schauspielerin und Regisseurin Maria von Ostfelden, die seit den 1950er-Jahren mit unkonventionellen Theaterinszenierungen an alternativen Spielstätten hervorgetreten war. Im April 1964 mietete Zweifel die Kellerräume, und im Juni fand die Eröffnung des Theaters mit Harold Pinters Der Hausmeister statt.

Abstrakte Bühnenbilder, Maskenspiel in klassischen wie in modernen Dramen und eine collagenartige Bühnenmusik von Yehoshua Lakner prägten den Stil. Bis 1970 verstand sich die Bühne als ein auch von der internationalen Kritik beachteter Gegenpol zur Ästhetik der Produktionen im Schauspielhaus Zürich. Diesen Vorsatz teilte es seit 1966 mit dem Theater am Neumarkt Zürich.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute gehört das Theater an der Winkelwiese zu den städtisch subventionierten Bühnen. Es hat kein eigenes Ensemble und zeigt Eigenproduktionen (etwa 6 Inszenierungen pro Spielzeit) im En-suite-Spielbetrieb.

Uraufführungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katja Brunner: von den beinen zu kurz, Schauspiel, entstanden im hauseigenen Autorenprojekt „Dramenprozessor“ 2009/2010, Uraufführung am Theater an der Winkelwiese 31. März 2012 (ausgezeichnet mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2013)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniele Muscionico: Das Zürcher Theater Winkelwiese – Kleines Haus, was nun? Neue Zürcher Zeitung, 23. November 2015

Koordinaten: 47° 22′ 12,6″ N, 8° 32′ 48″ O; CH1903: 683689 / 247182