Theodor Benecke (Heimatforscher)

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Theodor Benecke (* 20. Oktober 1870 in Hohnstorf; † 28. Mai 1929) war ein deutscher Lehrer, Heimatforscher, Konservator und erster Direktor des Helms-Museums in Hamburg-Harburg, dem Vorläufer des Archäologischen Museums Hamburg.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodor wurde 1870 als Sohn des Lehrers August Benecke in Hohnstorf im Landkreis Lüneburg geboren. 1896 siedelte er nach Harburg, wo er eine Stelle als Volksschullehrer antrat. 1898 gehörte er zu den Gründern des Harburger Museumsverein und baute das Helms-Museum mit auf. Neben seinem Hauptberuf als Lehrer arbeitete Benecke zunächst nebenamtlich unter Albert Otto Gerber als stellvertretender Konservator am Helms-Museum. Nach dem Tode Gerbers übernahm Benecke die Stelle des Konservators. Benecke führte im Landkreis Harburg zahlreiche Ausgrabungen von frühgeschichtlichen Gräberfeldern durch und widmete sich intensiv der Heimatkunde Harburgs. Durch diese Forschungen erweiterte der die Bestände des Museums und prägte die archäologische Ausrichtung des Museums. Am 5. November 1923 wurde ihm der Posten eines Direktors des Museums übertragen. Auf Anregung des Harburger Bürgermeisters Walter Dudek wurde Benecke am 1. Dezember 1925 aus dem Schuldienst entlassen, um sich nun hauptberuflich der Entwicklung und Leitung des Helms-Museums widmen zu können. Unter Theodor Beneckes Leitung wurde das Helms-Museum zu einem modernen Museum ausgebaut. Am 28. Mai 1929 erlag Theodor Benecke einem Schlaganfall.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt Wilhelmsburg. Schüthe, Wilhelmsburg 1912.
  • als Herausgeber mit Otto Benecke: Lüneburger Heimatbuch. 2 Bände (Bd. 1: Land und wirtschaftliches Leben. Bd. 2: Volk und geistiges Leben.). Niedersachsen-Verlag Carl Schünemann, Bremen 1914.
  • Geschichtliche Nachrichten über Moorburg, Finkenwärder, Altenwerder, Lauenbruch, Ochsenwärder, Moorwärder, das Alteland, u. s. w. Kröger, Blankenese 1919 (Online).
  • Historisch-topographische Nachrichten über das ehemalige Amt Moisburg. Lühmann, Harburg 1908.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rüdiger Articus: Der „vergessene“ Gründer. In: Helms-Museum Aktuell. Nr. 22, Juni 2011, ZDB-ID 2379539-6, S. 1–2 (Digitalisat (PDF; 692 KB) [abgerufen am 5. Oktober 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rüdiger Articus: Der „vergessene“ Gründer. In: Helms-Museum Aktuell. Nr. 22, Juni 2011, S. 1–2 (Digitalisat (PDF; 692 KB) [abgerufen am 5. Oktober 2017]).