Theodor Brinkmann

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Johann Heinrich Theodor Brinkmann (* 24. April 1877 in Marl; † 11. August 1951 in Bonn) war ein deutscher Agrarwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der katholisch getaufte, gebürtige Marler Theodor Brinkmann, Sohn des Bauern Johann Theodor Brinkmann (1843–1922) sowie dessen aus Scholven stammender Ehegattin Josefine geborene Strangemann (1852–1919), wandte sich nach dem Abitur dem Studium der Landwirtschaft und Nationalökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu, dort erwarb er 1906 den akademischen Grad eines Dr. phil.

Theodor Brinkmann heiratete im Jahre 1915 die aus Neuenahr gebürtige Charlotte, Tochter des Sanitätsrats Wilhelm Niessen (1859–1942). Aus dieser Ehe entstammten zwei Söhne sowie eine Tochter. Brinkmann verstarb im Sommer 1951 in seinem 75. Lebensjahr in Bonn.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodor Brinkmann erhielt nach seinem Studienabschluss eine Stelle als Wissenschaftlicher Assistent an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Poppelsdorf bei Bonn, dort habilitierte er sich 1908 im Fach landwirtschaftliche Betriebslehre. Im gleichen Jahr übernahm Brinkmann die Vertretung des Lehrstuhls von Friedrich Aereboe, 1911 erfolgte seine Ernennung zum ordentlichen Professor und Institutsdirektor, 1945 kurzzeitig Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1948 wurde er an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die 1934 aus der Landwirtschaftlichen Hochschule Poppelsdorf entstand, emeritiert. Zusätzlich war er 1925 sowie von 1928 bis 1930 als landwirtschaftlicher Sachverständiger in Nord- und Südamerika eingesetzt.

Theodor Brinkmann, der 1947 die Ehrendoktorwürde der landwirtschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erhielt, erwarb sich insbesondere Verdienste um die Behandlung der landwirtschaftlichen Betriebslehre als systemische Wissenschaft.

Theodor-Brinkmann-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1977 an der Universität Bonn gegründete Theodor Brinkmann-Stiftung e.V. vergibt ihm zu Ehren neben einem Wissenschaftspreis und einem Nachwuchspreis als Hauptpreis den Theodor-Brinkmann-Preis für „herausragende wissenschaftliche oder auf praktischen Erfahrungen beruhende Leistungen“ auf dem Gebiet der Agrarökonomie.[1] Preisträger waren:[2]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Entwicklung der Schweinezucht in Dänemark, Dissertation, Merseburg, 1906
  • Die dänische Landwirtschaft : die Entwicklung ihrer Produktion seit dem Auftreten der internationalen Konkurrenz und ihre Anpassung an den Weltmarkt Vermittels genossenschaftlicher Organisation, G. Fischer, Jena, 1908
  • Die Ökonomik des landwirtschaftlichen Betriebes, Tübingen, 1922
  • Betriebsführung und Geldwirtschaft des Landwirts im Zeichen der Geldentwertung, P. Parey, Berlin, 1923
  • Aus dem Betrieb und der Organisation der Amerikanischen Landwirtschaft, P. Parey, Berlin, 1927
  • Entwicklungslinien und Entwicklungsmöglichkeiten der landwirtschaftlichen Erzeugung Argentiniens, P. Parey, Berlin, 1930
  • Das Fruchtfolgebild des deutschen Ackerbaues, Bonner Universitäts-Buchdruckerei Gebrüder Scheur, Bonn, 1943

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor Brinkmann-Preise, abgerufen am 6. November 2021.
  2. Preisträger, abgerufen am 6. November 2021.