Theodor Wilhelm Brüel

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Theodor Wilhelm Brüel (* 1810 in Lautenthal; † 1885) war ein Königlich Hannoverscher Münzmeister und Finanzrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 (silberner) Taler des Königreichs Hannover von 1865 mit dem Porträt von König Georg V., der SignaturBREHMER F.“ am Halsabschnitt und dem Mmz. B für Brüel

Theodor Wilhelm Brüel wurde als ältester Sohn des Hüttenschreibers Brüel geboren. 1822 wurde er Silberhütten-Eleve und für ein Jahr zum Studium nach Göttingen geschickt. 1836 wurde er zum Silberhütten-Gehilfen ernannt. 1837 wurde er zum weiteren Studium nach Berlin gesandt und erhielt 1838 die Stelle eines Berg-Gegenprobierers.

Bereits 1835 nahm Brüel als einer der Sachverständigen bei der ersten Ausstellung des Gewerbevereins für das Königreich Hannover teil.[1]

Am 8. Januar 1839 wurde Brüel Münzwardein an der Münze Hannover unter dem Münzmeister Carl Schlüter. Nach dem Tode Schlüters wurde er am 8. Mai 1844 zum Münzmeister ernannt. 1853 erhielt er den Titel eines Finanzrat und 1856 den eines Geheimen Finanzrats von König Georg V. von Hannover sowie die Position des Generalsekretärs des hannoverschen Finanzministeriums.[2]

1857 handelte er als Bevollmächtigter des Königreichs Hannover für den beabsichtigten Münzvertrag zwischen dem Kaiserreich Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein einerseits und den Staaten des Deutschen Zollvereins andererseits.[3]

Brüels zeichnete seine Münzen - ähnlich wie sein Vorgänger Ludewig August Brüel, der mitunter jedoch auch sein Münzmeisterzeichen LB verwendete - mit dem Buchstaben B.[4]

Auch nachdem nach der Schlacht bei Langensalza 1866 das Königreich Preußen den kleineren Staat Hannover annektiert hatte, blieb Brüel bis zu seinem Ruhestand am 1. Dezember 1868 Vorstand der hannoveraner Münze.[2]

Wilhelm Brüel war Träger der Königlichen Guelphen-Ordens IV. Klasse.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Theodor Wilhelm Brüel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Kretzschmar: Die königliche Münze zu Hannover. In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen 1902, S. 4–63, bes. S. 28ff. (Digitalisat).
  • Leonard Forrer: Biographical dictionary of medallists. Bd. 1, London 1904, S. 132 (Digitalisat).
  • Wilhelm Rothert: Allgemeine Hannoversche Biografie, Bd. 2, Im Alten Königreich Hannover 1814–1866. Sponholtz, Hannover 1914, S. 523.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz von Reden: Bericht über die von dem Gewerbe-Vereine für das Königreich Hannover in den Monaten Mai und Juni 1835 veranstaltete erste Ausstellung inländischer gewerblicher Erzeugnisse ..., in: Karl Karmarsch, Franz von Reden (Red.): Mittheilungen des Gewerbe-Vereins für das Königreich Hannover, 7. Lieferung, Hannover 1835; S. 402; online über Google-Bücher
  2. a b C. G. Thieme: Blätter für Münzfreunde. Monatsschrift für Münz- und Schaumünzkunde. Organ des Numismatischen Vereins zu Dresden, Bd. 4, 1881, S. 618; Vorschau über Google-Bücher
  3. Münzvertrag, in: Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg, Merseburg 1857, S. 205; online über Google-Bücher
  4. Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben &c. bedient haben ..., Bd. 1, Georg Franz, München 1858, S. 703; online über Google-Bücher