Theodor von Liebenau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Theodor von Liebenau (* 3. Dezember 1840 in Luzern; † 16. November 1914 ebenda) war ein Schweizer Archivar und Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war ein Sohn von Hermann von Liebenau und der Jakobea Pfyffer von Altishofen und der Enkel von Joseph von Laßberg und der Fürstin Elisabeth zu Fürstenberg.

Von 1847 bis 1852 besuchte er die Volksschule in Luzern und wechselte dann auf das Gymnasium und Lyzeum. Ab 1861 studierte er in Innsbruck und München (1864/1865) Geschichtswissenschaften. 1865 begann er seine Berufslaufbahn im Fürstlich Fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen, aber bereits im Herbst 1866 kam er zum Luzerner Staatsarchiv. Am 1. Juli 1867 rückte er dort zum Unterarchivar auf und am 26. Juni 1871 bekam er die Stelle des Staatsarchivars. Für das Staatsarchiv konnte er den Gatterer-Apparat erwerben.

Liebenau war Mitglied der Geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz und gehörte ihrem Vorstand von 1874 bis 1898 an. Er wirkte auch in einigen kantonalen Geschichtsvereinen mit. Überdies war er in der Schweizerischen Numismatischen Gesellschaft und der Heraldischen Gesellschaft „Adler“ tätig. 1877 wurde er zum Ehrendoktor der philosophischen Fakultät und 1906 zum Ehrenbürger von Luzern ernannt. Obwohl Liebenau 1905 erblindete, konnte er seine Arbeit als Staatsarchivar von Luzern, nicht zuletzt durch die Unterstützung seiner Schwester Anna von Liebenau, bis zu seinem Tod fortsetzen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Übersicht seiner Werke findet sich bei

  • Peter Xaver Weber: Die literarischen Arbeiten von Staatsarchivar Dr. Th. von Liebenau in Luzern. Wyss, 1914

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Totenschau Schweizer Historiker 1914. In: Anzeiger für schweizerische Geschichte, Band 15 (1917), S. 57–58 online bei E-Periodica

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Theodor von Liebenau – Quellen und Volltexte