Theodore Ziolkowski

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Theodore Joseph Ziolkowski (* 30. September 1932 in Birmingham, Alabama; † 5. Dezember 2020 in Bethlehem, Pennsylvania)[1] war ein US-amerikanischer Germanist und emeritierter Professor für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Princeton University.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodore Ziolkowski war der Sohn des polnischen Musikers Miecislaw Ziolkowski und seiner polnisch-böhmischen Frau Cecelia. Die Familie lebte in der Kleinstadt Montevallo (Alabama), wo sein Vater an der dortigen Universität Musik unterrichtete. Dort wuchs er auf und besuchte die Schule. Nach seinem Abschluss ging er an die Duke University und sollte Medizin studieren, brach dieses Studium jedoch nach einem Jahr aus Desinteresse ab. Weil sein Vater, der in Deutschland studiert hatte, ihm Deutsch beigebracht hatte und in seiner Jugend in seinem Elternhaus sowohl Polen als auch Deutsche verkehrten, entschloss er sich, zur Germanistik und Philologie zu wechseln. Er machte seinen Bachelor 1951 und 1952 seinen Master.

Auf Empfehlung seines Professors ging er danach zu Hermann J. Weigand (Sterling Professor Emeritus of Germanic Literature) nach Yale für eine Dozentur. Er erwarb dort 1957 seinen Doktorgrad. Anschließend übernahm er eine Professur an der Columbia-Universität in New York.

1964 wurde er als Professor für Germanistik nach Princeton berufen. 1969 wurde er Class of 1900 Professor of German and Comparative Literature und von 1979 bis 1992 war er Dekan der Graduiertenfakultät. 1985 war er zudem Präsident der Modern Language Association. Er lehrte als Gastprofessor an vielen Universitäten (Yale, UNY, Rutgers, Bristol, München, Leuphana Universität Lüneburg).[2] 2001 wurde er emeritiert. Ziolkowski hat mehr als 20 eigene Bücher und über 180 Schriften in englischer und deutscher Sprache verfasst.

Theodore Ziolkowski war mit einer Literaturwissenschaftlerin verheiratet; seine drei Kinder sind ebenfalls Literaturprofessoren[3] – sein Sohn Jan Ziolkowski ist Arthur Kingsley Porter Professor of Medieval Latin & Professor of Comparative Literature in Harvard.

Ziolkowski starb im Dezember 2020 im Alter von 88 Jahren.

Ehrungen, Preise und Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ausgewählte Werke auf Englisch

ausgewählte Werke in Deutsch erschienen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jamie Saxon: Theodore Ziolkowski, renowned scholar of German and European literature and ‘one of the true giants of the Princeton faculty’ dies at 88. Princeton University, 9. Dezember 2020, abgerufen am 12. Dezember 2020 (englisch).
  2. Henning Zühlsdorff: Princeton-Professor zu Besuch an der Leuphana. In: leuphana.de. 11. Februar 2016, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  3. Kevin Eagan: Interview With Theodore Ziolkowski, Author of “Lure of the Arcane”. In: Critical Margins. 4. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2020 (englisch).