Theresianum (Bamberg)

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Theresianum Bamberg
Schulform Gymnasium Kolleg
Gründung 1946
Adresse

Karmelitenplatz 1–3

Ort Bamberg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 53′ 18,9″ N, 10° 52′ 48,9″ OKoordinaten: 49° 53′ 18,9″ N, 10° 52′ 48,9″ O
Träger Deutsche Provinz der Beschuhten Karmeliten
Schüler etwa 187
Lehrkräfte 23[1]
Leitung Pater Roland Hinzer OCarm
Website www.theresianum.de

Das Spätberufenenwerk Theresianum in Bamberg mit humanistischem Gymnasium und Kolleg (Zweiter Bildungsweg) wurde 1946 gegründet. Auf ihrem Provinzkapitel im Mai 2015 beschlossen die Karmeliten der Deutschen Provinz die Schließung des traditionsreichen Spätberufenenwerkes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Hof

Unter dem Patronat der Heiligen Therese von Lisieux eröffnete die Oberdeutsche Provinz der Karmeliten am 8. Oktober 1946 das Spätberufenen-Seminar Theresianum. Pater Jakobus Beck O.Carm. (* 9. März 1905 in Hartenreuth; † 8. Mai 1967 in Bamberg), der als Gründer des Theresianums gilt, wollte jungen Kriegsheimkehrern die Möglichkeit geben, das Abitur zu machen, um katholischer Priester zu werden. In den ersten Jahren begnügte man sich mit einem ordensinternen Hausabitur, dem keinerlei öffentlich-rechtliche Bedeutung zukam. Am 5. Mai 1949 bekam die Ordensprovinz die Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur „Gründung und zum Betrieb einer Spätberufenenanstalt (höhere Lehranstalt) mit Schülerheim“. War das Theresianum am Anfang in den Räumen des Marianum (Bamberg) und im Gebäude der ehemaligen Karmelitenbrauerei untergebracht, so wurde 1958 ein kompletter Neubau für Schule und Seminar errichtet, der am 9. Juli 1959 eingeweiht wurde. Altar, Ambo, Marienfigur und andere Ausstattungsstücke der Hauskapelle wurden vom Bildhauer Friedrich Koller geschaffen. Der Verein der Freunde und Förderer des Theresianums e. V. unterstützt die Arbeit des Spätberufenenwerkes. Bis 1961 nahmen die Schüler des Theresianums an den Abiturprüfungen anderer Gymnasien in Bamberg teil. 1965 wurde die Schule als staatliche Ersatzschule anerkannt. Das Kolleg wurde 1973 genehmigt und nahm mit dem Schuljahr 1973/74 seine Arbeit auf. Am 16. November 1966 wurde dem Theresianum das Erzbischöfliche Abendgymnasium angegliedert. Ende der 80er Jahre wurde die Schulkapelle saniert und neu gestaltet. Zum 1. Januar 2007 übergab der Orden die Trägerschaft des Theresianums in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH). Das schwer in die Jahre gekommene Schulgebäude aus den späten 50er und frühen 60er Jahren schloss zum Schuljahr 2010/11 die Türen und wurde für ca. fünf Millionen Euro in zwei Bauabschnitten generalsaniert. Die Klassenräume wurden für die Zeit der Sanierung in die Räumlichkeiten des Klosters und des „Knöckleins“ ausgelagert. Die Einweihung nach der Sanierung erfolgte im Jahr 2012. Nur drei Jahre nach der feierlichen Einweihung beschloss das Provinzkapitel der Karmeliten in Deutschland die Schließung des Theresianums.

Seminar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundpfeiler des Theresianums war ursprünglich das der Schule angeschlossene Seminar für junge Männer, die einen kirchlichen Beruf ergreifen möchten. In den 70er Jahren waren in diesem „kleinen Seminar“ bis zu 80 junger Männer untergebracht. Die Zahl der Seminaristen ging jedoch in den 90er Jahren rapide zurück und betrug zuletzt nur noch 4. Zum Schuljahr 2012/13 wurde das Seminar auch für Frauen geöffnet.

Leiter des Spätberufenenwerkes Theresianum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pater Jakobus Beck OCarm, 1946–1967
  • Pater Titus Wegener OCarm, 1967–1978
  • Pater Georg Bertram OCarm, 1978–2000
  • Pater Richard Winter OCarm, 2000–2004
  • Pater Roland Hinzer OCarm, 2004–?

Unterrichtsleiter / Schulleiter am Theresianum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Georg Pfändtner, 1960–1962
  • Matthäus Gschwendtner, 1965–1968, dann kommissarisch bis 1970
  • Wilhelm Fiedler, 1970–1975
  • Anton Fichtl, 1975–1979
  • Pater Georg Bertram OCarm, 1979–2000
  • Anton Stern, 2000–2004
  • Pater Roland Hinzer OCarm, 2004-?

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auflistung der Lehrer auf der Website des Theresianums. Abgerufen am 28. September 2013.