Theresienfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Theresienfeld
Wappen Österreichkarte
Wappen von Theresienfeld
Theresienfeld (Österreich)
Theresienfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 11,47 km²
Koordinaten: 47° 52′ N, 16° 15′ OKoordinaten: 47° 52′ 0″ N, 16° 15′ 0″ O
Höhe: 282 m ü. A.
Einwohner: 3.485 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 304 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2604
Vorwahl: 02622
Gemeindekennziffer: 3 23 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2604 Theresienfeld
Website: www.theresienfeld.gv.at
Politik
Bürgermeister: Theodor Schilcher (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
16
3
2
16 
Insgesamt 21 Sitze
Lage der Marktgemeinde Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreichLage der Gemeinde Theresienfeld im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hauptplatz von Theresienfeld
Hauptplatz von Theresienfeld
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Theresienfeld ist eine Marktgemeinde mit 3485 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theresienfeld liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 11,42 km² und ist nahezu quadratisch. Nur 0,94 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Es existieren keine weiteren Ortschaften und Katastralgemeinden außer Theresienfeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg, welche Hauptort für das gesamte Nord-Ost-Norikum war.

Später unter den Römern lag das heutige Theresienfeld dann in der Provinz Pannonia.

Kaiserin Maria Theresia gründete die Ortschaft 1763 als Kolonistendorf, um die Wiener Neustädter Heide einer intensiveren Nutzung zuzuführen. Das langgestreckte Breitstraßendorf in der siedlungsfeindlichen Ebene des Steinfeldes ist die einzige Ortsgründung Maria Theresias auf dem Gebiet des heutigen Österreich und wurde nach ihr benannt. Allerdings konnte das Gebiet aufgrund des Wassermangels nur bedingt landwirtschaftlicher Nutzung zugeführt werden. Fast die Hälfte der ersten Siedler stammte aus Tirol. Dies ist heute noch an den Hofnamen und dem künstlichen Bewässerungssystem Tirolerbach erkennbar.

Nach Aufhebung der Erbuntertänigkeit in Folge der Revolution von 1848/1849 wurde Theresienfeld 1850 eine eigene Gemeinde.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 61,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 6,2 % evangelisch. 4,9 % sind Muslime, 4,7 % gehören orthodoxen Kirchen an und 0,1 % sind israelitisch. 18,2 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
72,59 %
(+4,69 %p)
13,82 %
(+4,40 %p)
13,59 %
(-9,09 %p)
2010

2015


Bürgermeister der Marktgemeinde ist Theodor Schilcher, Amtsleiter Walter Wöhrer. Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung nach der Gemeinderatswahl vom 25. Jänner 2015: 16 Liste SPÖ, 3 FPÖ, 2 Liste ÖVP, andere keine Sitze.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Ein goldener Schild, in welchem ein schwarzer, golden nimbierter und ebenso bewehrter rotbezungter Doppeladler schwebt, der in seinen Fängen rechts Schwert und Zepter und links den Reichsapfel trägt. Auf seiner Brust ruht ein von der goldenen Kaiserkrone überhöhter gevierteter Mittelschild mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Herzschildchen. Das obere rechte Feld des Mittelschildes ist gespalten und rechts siebenmal von Rot und Silber quer geteilt; in seiner linken roten Hälfte steht auf der golden bekrönten Mittelkuppe eines grünen Dreiberges ein doppeltes silbernes Tatzenkreuz. Das obere linke Feld des Mittelschildes von roter Farbe weist einen goldenen, gekrönten und gewaffneten, doppelschwänzigen, silbernen Löwen auf. Das untere rechte Feld mit roter Randeinfassung ist fünfmal schrägrechts von Blau und Gold geteilt. Im unteren linken Feld von blauer Farbe schweben zwei über zweien und einem, fünf goldene Adler.

Das heutige Marktwappen, das 1924 als Ortswappen der Gemeinde verliehen wurde, scheint seit 1850 im Siegel der Gemeinde auf. Es wurde bis zu diesem Zeitpunkt als Siegeldarstellung der kaiserlichen Domänenverwaltung verwendet. Die Verleihung als Marktwappen erfolgte 1963.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Theresienfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theresienfeld liegt an der Südbahn. Es halten Züge der S-Bahn Linien S3 und S4, wodurch es Richtung Wien und Wiener Neustadt einen Stundentakt gibt. Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 100, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 21. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1189. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,03 Prozent.

Im Ortsgebiet liegt die im Juni 2005 endgültig sanierte Fischer-Deponie.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter

Theresienfeld (Mitte oben) mit seinen planmäßig angelegten Bewässerungskanälen, um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte Theresienfelds auf der Webseite der Marktgemeinde Theresienfeld („Die Geschichte Theresienfelds“ anklicken – pdf-Dokument; eingesehen am 15. August 2013)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Theresienfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien