Thiès

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thiès
Thiès (Senegal)
Red pog.svg
Koordinaten 14° 47′ N, 16° 56′ WKoordinaten: 14° 47′ N, 16° 56′ W
Basisdaten
Staat Senegal

Region

Thiès
Département Thiès
Höhe 63 m
Einwohner 317.763 (2013)
Stadtzentrum mit Promenade des Thiessois und Place de France
Stadtzentrum mit Promenade des Thiessois
und Place de France
Wirtschaftskammer

Thiès [tjɛs] ist als Großstadt von über 310.000 Einwohnern im zentralen Westen des Senegal ein Bindeglied zwischen der Cap-Vert-Halbinsel mit der bevölkerungsreichen Metropolregion Dakar und dem Landesinneren. Sie ist Präfektur des Départements Thiès und der Region Thiès.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1863 von den Franzosen als Fort angelegt, beherbergt die Stadt heute unter anderem eine polytechnische Hochschule, ein Museum und eines der ältesten noch betriebenen Kinos des Senegal.

1947–1948 fand hier der senegalesische Eisenbahnarbeiter-Aufstand gegen rassistische Arbeitsbedingungen statt.

Thiès ist Sitz des 1969 geschaffenen Bistums Thiès.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Volkszählungen ergaben für die Stadt jeweils folgende Einwohnerzahlen:

Jahr Einwohner
1988 175.465
2002 237.215
2013 317.763

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den nationalen Verkehrsknotenpunkt Thiès führt die Nationalstraße N 2, Sie verbindet die Stadt nach Westen über Rufisque mit den Großstädten der Metropolregion Dakar, mit Pikine, Guédiawaye und der Hauptstadt Dakar. Nach Norden und Osten führt sie in einem großen Bogen weiter, zunächst in einigem Abstand der Grande-Côte und dann dem linken Senegalufer folgend, durch die Städte Tivaouane, Kébémer, Louga, Saint-Louis, Richard Toll, Dagana, Ourossogui und zuletzt mit Kidira an die malische Grenze. Von der N2 zweigt in Thiès die N 3 nach Osten ab. Sie verbindet die Stadt mit Khombole, Bambey, Diourbel, Mbacké, Touba, Dahra Linguère, Ranérou, Ourossogui und Matam und mit der Grenze zu Mauretanien am Ufer des Senegal. Nach Süden besteht über Nebenstraßen ein Anschluss an die N 1 zur 40 Kilometer entfernten Hafenstadt Mbour an der Petite-Côte und in den bevölkerungsreichen Süden des Landes.

Ferner verzweigen sich am Bahnhof Thiès die 1885 fertiggestellte Eisenbahnstrecke Dakar–Saint-Louis, die durch das Küstenhinterland führt, und die 1923 in Betrieb gegangene und für den Güterverkehr im Erdnussbecken und mit dem Nachbarland Mali bedeutende Linie nach Osten über Diourbel und Tambacounda zum Grenzbahnhof Kidira und über den Grenzfluss Falémé. Von dieser Hauptlinie gab es zwei Abzweigungen zum Pilgerzentrum Touba und zur Hafenstadt Kaolack.

Über den 20 km entfernt gelegenen Flughafen Dakar-Blaise Diagne ist Thiès an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist weithin für ihre Teppichindustrie bekannt. Eigens dafür wurde im Jahr 1966 eine der größten Fabriken des Landes errichtet. Weiterhin ist die Stadt Viehhandels- und Fleischverarbeitungszentrum. Die Stadt ist Straßen- und Schienen-Knotenpunkt. In der Region werden überwiegend Reis, Maniok, Erdnüsse, Hirse und Früchte produziert. Im nahegelegenen Palo wird für den Export wichtiges Aluminium-Phosphat abgebaut.

Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thiès unterhält seit 1965 eine Städtepartnerschaft zum tunesischen Sousse sowie seit 1992 zu Caen in Frankreich, und seit 1990 gibt es eine Städtefreundschaft zu Solingen in Deutschland.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entfernung messen mit google maps

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thiès – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien