Thibaut Pinot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thibaut Pinot Straßenradsport
Thibaut Pinot bei der Tour de France 2012
Thibaut Pinot bei der Tour de France 2012
zur Person
Geburtsdatum 29. Mai 1990
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Disziplin Straße
zum Team
Aktuelles Team FDJ
Funktion Fahrer
Team(s)
2010- FDJ
Wichtigste Erfolge

Thibaut Pinot (* 29. Mai 1990 in Mélisey) ist ein französischer Straßenradrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thibaut Pinot gewann in der Saison 2009 eine Etappe der Tour des Pays de Savoie, wo er Achter der Gesamtwertung wurde. Beim Giro della Valle d’Aosta startete er mit der Nationalmannschaft und konnte dort die Gesamtwertung für sich entscheiden. In der Saison 2010 wechselte Pinot, als jüngster Fahrer der UCI Pro Tour, zum französischen ProTeam Française des Jeux.

2012 gewann er bei der Tour die achte Etappe, bei seinem ersten Tourstart und als jüngster Fahrer im Feld. Der starke Kletterer ist nach eigenen Aussagen ein schwacher Abfahrer, was seine Ergebnisse im Gebirge beeinträchtigt: Er habe eine Phobie gegen Geschwindigkeit wie andere gegen Schlangen und Spinnen.[1] Aufgrund dieser Abfahrtsschwäche verlor er bei der Tour de France 2013 schon in den Pyrenäen viel Zeit und gab das Rennen nach der Etappe zum Mont Ventoux auf.

Durch gezieltes Training bekämpfte Pinot seine Phobie und verbesserte seine Fähigkeiten als Abfahrer. Unter anderem bestieg er in Le Mans einen Rennwagen und nahm in den Alpen an einer Schneerallye teil. In Folge dessen verlor Pinot auf den Abfahrten der Tour de France 2014 weniger Zeit,[2] gewann das Weiße Trikot und wurde Dritter der Gesamtwertung.

Nah Stürzen und Defekten in der ersten Woche der Tour de France 2015 spielte Pinot in der Gesamtwertung früh keine Rolle mehr un konzentrierte sich auf Etappensiege.[3] Auf der 20. Etappe nach L’Alpe d’Huez gelang ihm schließlich als Solist ein Etappensieg.[4] Er beendete die Rundfahrt schließlich auf Rang 16.

In der Saison 2016 zeigte Pinot verbesserte Zeitfahrqualitäten. Er gewann die Zeitfahren des Critérium International, bei dem er Gesamtsieger wurde, und der Tour de Romandie, bei der er Gesamtzweiter wurde, sowie die französischen Zeitfahrmeisterschaften. Bei der anschließenden Tour de France verlor er jedoch in der ersten Woche und auf der ersten Bergetappe viel Zeit. Nach einem Angriff auf der zweiten Bergetappe eroberte er für drei Tage das Gepunktete Trikot, trat jedoch auf der 13. Etappe aufgrund einer Bronchitis nicht mehr an.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009
2011
2012
2014
2015
2016

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2012 2013 2014 2015 2016
Pink jersey Giro d’Italia
Yellow jersey Tour de France 10 DNF 3 16 DNF
red jersey Vuelta a España 7 DNF

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pinot asks: „What am I doing on the Tour?“, cyclingnews.com vom 8. Juli 2013
  2. sportal.de vom 23. Juli 2014: Pinot und seine Angst vor Geschwindigkeit – Gegen die Phobie zum Sieg?
  3. Pinot: „Wenn es nicht läuft, läuft es nicht“. radsport-news.com, Januar 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  4. Pinot triumphiert in Alpe d´Huez, Froome rettet 1:12 Minuten. radsport-news.com, 25. Juli 2015, abgerufen am 16. Juli 2016.
  5. Tour de France: Pinot out with bronchitis. cyclingnews.com, 15. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]