Thierry Omeyer

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Thierry Omeyer
Thierry Omeyer

Thierry Omeyer am 30. Dezember 2006

Spielerinformationen
Spitzname „Titi“
Geburtstag 2. November 1976
Geburtsort Mülhausen, Frankreich
Staatsbürgerschaft FrankreichFrankreich französisch
Körpergröße 1,92 m
Spielposition Torwart
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Paris Saint-Germain
Trikotnummer 16
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
0000–1994 FrankreichFrankreich SC Cernay
1994–2000 FrankreichFrankreich SC Sélestat
2000–2006 FrankreichFrankreich Montpellier HB
2006–2013 DeutschlandDeutschland THW Kiel
2013–2014 FrankreichFrankreich Montpellier AHB
2014– FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain
Nationalmannschaft
Debüt am 19. September 1999
            gegen RumänienRumänien Rumänien
  Spiele (Tore)
FrankreichFrankreich Frankreich 358 (4)[1]

Stand: 23. August 2017

Thierry Omeyer bei der Handball-EM 2010

Thierry Omeyer (* 2. November 1976 in Mülhausen, Frankreich) ist ein französischer Handballtorwart, der beim französischen Verein Paris Saint-Germain spielt. 2008 wurde er zum Welthandballer gewählt. Er ist Ritter der französischen Ehrenlegion[2] und Offizier des französischen Nationalverdienstordens.[3] Er ist mit fünf WM-Titeln alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie[4] und mit zehn Titeln bei Handballgroßereignissen (WM, EM, Olympische Spiele) der bisher erfolgreichste Nationalspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Montpellier HB gewann Omeyer jeweils fünf französische Meisterschaften und Pokalsiege. 2003 wurde er mit Montpellier Champions League-Sieger. Mit dem THW Kiel erreichte er u. a. 2007 und 2012 das Triple mit dem Gewinn von Champions League, DHB-Pokal und Deutscher Meisterschaft. Nach der Saison 2012/13 kehrte Thierry Omeyer nach Frankreich zurück und spielte wieder für Montpellier.[5] Zur Saison 2014/15 wechselte er gemeinsam mit William Accambray zu Paris Saint-Germain.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1999 gab er in der EM-Qualifikation in Dijon im Spiel gegen Rumänien sein Debüt für die französische Nationalmannschaft. Mit ihr wurde Omeyer 2008 und 2012 Olympiasieger, 2001, 2009, 2011, 2015 und 2017 Weltmeister sowie 2006, 2010 und 2014 Europameister.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Omeyer ist 1,92 m groß und wiegt 93 kg.[7][8] Er ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Sein Zwillingsbruder Christian, der im Rückraum spielte, stand über viele Jahre im Kader des französischen Vereins SC Sélestat.[9]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit dem THW Kiel
  • mit Montpellier HB
    • Französischer Meister (5) 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006
    • Französischer Pokalsieger (6) 2001, 2002, 2003, 2005 und 2006
    • Champions League-Sieger 2003
    • Französischer Ligapokalsieger (4) 2004, 2005, 2006 und 2014
    • EHF Europa Pokal-Finalist 2013/14
  • mit Paris Saint-Germain
    • Französischer Meister (4) 2015, 2016, 2017, 2018
    • Französischer Pokalsieger (2) 2015, 2018
    • Französischer Supercup-Sieger (1) 2014
  • mit der französischen Nationalmannschaft
    • Olympiasieger 2008 und 2012
    • Weltmeister 2001, 2009, 2011, 2015 und 2017
    • Europameister 2006, 2010 und 2014
    • Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016
    • WM-Dritter 2003 und 2005, WM-Vierter 2007
    • EM-Dritter 2008, EM-Vierter 2000
    • All-Star-Team (bester Torhüter): EM 2006, OS 2008, WM 2009, WM 2011, OS 2012

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesligabilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim 7m im Spiel TV Großwallstadt-THW Kiel am 30. Dezember 2006
Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
2006/07 THW Kiel Bundesliga 34 0 0 0
2007/08 THW Kiel Bundesliga 34 0 0 0
2008/09 THW Kiel Bundesliga 34 0 0 0
2009/10 THW Kiel Bundesliga 34 1 0 1
2010/11 THW Kiel Bundesliga 34 2 0 2
2011/12 THW Kiel Bundesliga 34 0 0 0
2012/13 THW Kiel Bundesliga 34 1 0 1
2006–2013 gesamt Bundesliga 238 4 0 4

Bildserie: Thierry Omeyer bei einem Tempogegenstoß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nachname Omeyer hat deutsche Wurzeln und stammt, laut Omeyer selbst, aus der Umgebung von Mülhausen; im Deutschen kann Omeyer auch "Oh, Meyer" ausgesprochen werden.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thierry Omeyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. experts-handball.com: Thierry Omeyer, abgerufen am 23. August 2017
  2. thw-provinzial.de: Auch Daniel Narcisse als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet
  3. a b auf legiondhonneur.fr, abgerufen am 21. März 2013 und Cérémonie de remise de décorations aux médaillés Olympiques de Londres (Memento des Originals vom 12. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.elysee.fr auf elysee.fr, abgerufen am 21. März 2013
  4. Rekordweltmeister! Frankreich stürmt erneut den Thron. In: https://www.tz.de/. 29. Januar 2017 (tz.de [abgerufen am 15. Januar 2018]).
  5. Thierry Omeyer kehrt 2013 nach Frankreich zurück
  6. www.handball-world.com Ab an die Seine: Omeyer und Accambray wechseln in Frankreich vom 15. April 2014, abgerufen am 15. April 2014
  7. European Handball Federation - Thierry Omeyer / Player. Abgerufen am 22. Februar 2018 (englisch).
  8. Thierry Omeyer - PSG.fr. Abgerufen am 22. Februar 2018 (englisch).
  9. lequipe.fr: Christian, l'autre Omeyer
  10. Qatar 2015 All Star Team announced. IHF, 4. Februar 2015, abgerufen am 27. Juli 2015 (englisch).
  11. KN-Interview mit Thierry Omeyer: "Schreie sie an und zeig' Dich!". In: thw-provinzial.de. 30. Juni 2006. Abgerufen am 28. Dezember 2011.