Thigh Gap

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Thigh Gap

Als Thigh Gap, auch Oberschenkellücke,[1] wird bei Frauen ein durchgängig auftretender Freiraum zwischen den Innenseiten der Oberschenkel bezeichnet, der auftritt, wenn sich die Knie beim aufrechten Stehen berühren.

Das Vorhandensein einer Thigh Gap und die Größe der Lücke zwischen den Oberschenkeln hat mit der Anatomie, den Muskeln und dem Knochenbau zu tun, sodass auch normalgewichtige Frauen eine Thigh Gap haben können.[2] Je nach Stellung des Beckens kann die Lücke wiederum sehr unterschiedlich ausfallen, so kann ein breites Becken Ursache für eine breitere Thigh Gap sein,[3] während diese bei schmalem Becken „vor dem Erreichen eines gefährlichen Untergewichts“ möglicherweise gar nicht bzw. erst bei starker Abmagerung auftritt.[4][5]

„Die Oberschenkel-Lücke symbolisiert den knabenhaften Mädchentyp“, befand der Stern.[3] Das Schönheitsideal[6][3] der Oberschenkellücke wird als unnatürlich und „neuer Magertrend“[5] bezeichnet und als Weg zu Essstörungen und Magersucht gesehen.[7][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thigh gap – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Magerwahn Absurd! Immer mehr Frauen wollen eine Oberschenkellücke, Schweizer Illustrierte, 16. Oktober 2013
  2. a b Veronica Sigl: So gefährlich ist der neue Magertrend „Thigh Gap“, amica.de, abgerufen am 17. Dezember 2013.
  3. a b c Gernot Kramper: Thigh Gap – nur schön mit Lücke. Stern, 11. November 2013, abgerufen am 16. Dezember 2013: „Wer schön ist und wer nicht, das diktiert die Oberschenkel-Lücke.“
  4. jd: Thigh Gap: Gefährlicher Magertrend, maedchen.de, abgerufen am 17. Dezember 2013.
  5. a b Susanne Hamann: Der gefährliche Kult um die Lücke, rp-online.de, 18. November 2013.
  6. Nadja Schlueter: Trend zur Lücke. In: Jetzt. Süddeutsche Zeitung, 4. November 2013, abgerufen am 16. Dezember 2013: „Die Oberschenkellücke ist zum größten Schönheitsideal des Internets geworden. Das ist gefährlich, denn dieses Ideal verherrlicht das Untergewicht.“
  7. Meike Winnemuth: Normal ist nicht genug? Stern, 24. November 2013, abgerufen am 16. Dezember 2013: „Welche Lücke, fragt sich da die Ottonormalschenkelbesitzerin, gibt es die nicht nur bei Barbies, denen die Beine seitlich angeschraubt sind?“