Thiobencarb

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Strukturformel
Strukturformel von Thiobencarb
Allgemeines
Name Thiobencarb
Andere Namen
  • Benthiocarb
  • S-(4-Chlorbenzyl)diethylthiocarbamat
Summenformel C12H16ClNOS
CAS-Nummer 28249-77-6
PubChem 34192
Kurzbeschreibung

schwach gelbe bis braungelbe Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 257,78 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,47 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

3,3 °C[1]

Siedepunkt

126–129 °C (1,1 Pa)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,03 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[2]
07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​410
P: 273​‐​501 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][5]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​50/53
S: 60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Thiobencarb (Benthiocarb) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiocarbamate und ein 1969 von Kumiai Chemical eingeführtes Herbizid.[6]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thiobencarb kann durch Reaktion des Produktes von Phosgen und Diethylamin mit dem Produkt der Reaktion von p-Chlorbenzylchlorid und Natriumsulfid gewonnen werden.[7]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thiobencarb USA 2011.png

Thiobencarb wird unter den Handelsnamen Saturn und Bolero als selektives Herbizid im Reisanbau verwendet. 2011 wurden in den USA noch über 250 Tonnen verbraucht.

Zulassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu Thiobencarb. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 24. April 2014.
  2. a b c Eintrag zu S-(4-Chlorbenzyl)diethylthiocarbamat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. Eintrag zu S-4-chlorobenzyl diethylthiocarbamate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Datenblatt Thiobencarb, PESTANAL bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. November 2016 (PDF).
  6. Kumiai Chemical Industry: Company History, abgerufen am 24. April 2014.
  7. Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 118 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Thiobencarb in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands; abgerufen am 16. Februar 2016.