Thionylfluorid

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Strukturformel
Strukturformel von Thionylfluorid
Allgemeines
Name Thionylfluorid
Andere Namen

Thionyldifluorid

Summenformel F2OS
CAS-Nummer 7783-42-8
PubChem 24548
Kurzbeschreibung

farbloses Gas[1]

Eigenschaften
Molare Masse 86,06 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte

1,780 g·cm−3 (−100 °C)[1]

Schmelzpunkt

−110,5 °C[1]

Siedepunkt

−43,7 °C[1]

Löslichkeit

langsame Hydrolyse in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​310​‐​330​‐​314
P: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Thionylfluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thionylhalogenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thionylfluorid kann durch Reaktion von Thionylchlorid mit Fluorwasserstoff oder Natriumfluorid gewonnen werden.[1]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bindungslängen und -winkel von Thionylfluorid

Thionylfluorid ist ein farbloses Gas, das thermisch bis Rotglut beständig ist. Unedle Metalle wie zum Beispiel Eisen und Aluminium werden bis 125 °C, Glas gar nicht angegriffen. Es wird von eiskaltem Wasser nur langsam hydrolysiert.[1] Im festen Zustand hat es eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14).[3] Mit Fluor reagiert es zu Thionyltetrafluorid F4SO.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 187.
  2. Eintrag zu Thionylfluorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 712 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Catherine E. Housecroft: Inorganic Chemistry. Pearson Education, 2005, ISBN 0-13-039913-2, S. 450 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).