This War of Mine

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This War of Mine
Studio PolenPolen 11 Bit Studios
Publisher DeutschlandDeutschland Deep Silver
PolenPolen 11 Bit Studios
Leitende Entwickler Pawel Miechowski
Erstveröffent-
lichung
14. November 2014
Plattform Microsoft Windows, Mac OS, Linux, Android, Apple iOS, PlayStation 4, Xbox One
Spiel-Engine Hauseigene Engine
Genre Wirtschaftssimulation, Taktikspiel
Thematik Zivilisten im Krieg
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Maus, Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
Windows XP (SP3) oder neuer, Core2Duo 2,4 GHz oder AMD Athlon X2 2,8 GHz, 2 GB RAM, 512 MB Grafikkarte ab Nvidia GeForce 9600 GS oder Radeon HD 4650, DirectX 9.0c, Internetverbindung
Medium DVD-ROM, Download
Sprache Mehrsprachig, auch deutsch
Aktuelle Version 1.4
Kopierschutz Steamworks
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 18

This War of Mine ist ein Computerspiel von 11 Bit Studios, das am 14. November 2014 erschien. Es handelt sich um eine Überlebenssimulation in 2½D, in der man eine kleine Gruppe von Menschen kontrolliert, die versuchen, in den Ruinen einer Stadt zu überleben, die dem Krieg zum Opfer gefallen ist und in der nun Chaos herrscht. Die Stadt ist hauptsächlich von weiteren Überlebenden, dem Militär und Banditen besetzt, die versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Am 29. Januar 2016 wurde unter dem Titel This War of Mine: The Little Ones eine Version mit zusätzlichen Missionen und Charakteren für PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel wirft den Spieler relativ unvorbereitet in das Geschehen. Anhand eines kurzen Textes wird das Zusammenfinden der Protagonisten erzählt. Diese werden bei Spielbeginn per Zufall bestimmt, oder ab Version 1.2 auch manuell. Anschließend kann man damit beginnen, die Ruine, in welcher die Überlebenden Zuflucht gefunden haben, nach verwertbaren Materialien zu durchsuchen, Geröll beiseite zu räumen und erste Gegenstände für das Überleben herzustellen. Das Herstellen besserer Gegenstände verbraucht dabei größere Mengen an Ressourcen und dauert länger. Am Ende jeden Tages ist es möglich, den Protagonisten Tätigkeiten wie Wache halten, Schlafen oder Plündern zuzuweisen. Bei letzterem übernimmt der Spieler die Steuerung eines Protagonisten und kann einen Ort in der Umgebung, beispielsweise ein Einfamilienhaus und ein Krankenhaus, besuchen. Im weiteren Spielverlauf kommen neue und stärker bewachte Örtlichkeiten dazu. Dabei trifft der Spieler bisweilen auf Nicht-Spieler-Charaktere, welche dem Spieler helfen, ihrerseits Hilfe erbitten, den Handel mit Gegenständen ermöglichen oder auch feindlich gesinnt sind.

Ziel des Spiels ist es, solange zu überleben, bis der Krieg letztendlich vorüber ist.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktion durch die polnischen 11 Bit Studios erfolgt auch mit Unterstützung durch Veteranen.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

“11 Bit Studios is trying to create something that leaves you with a lasting, emotional understanding of what warzone survival truly entails. It’s ambitious, but so far the ideals aren’t let down by the execution: it is aiming for a very, very difficult balance, and at least in the preview, is hitting it dead on. […] [T]he designers have built something in which it’s possible to survive, but only just …”

„Die 11-Bit-Studios versuchen etwas zu erschaffen, das einen mit einem bleibenden, emotionalen Verständnis dafür zurücklässt, was Überleben in einem Kriegsgebiet wirklich mit sich bringt. Das ist ambitioniert, aber bis jetzt wurden diese Ideale von der Umsetzung nicht vernachlässigt: Das Ziel ist eine sehr, sehr schwierige Balance, aber zumindest die Vorabversion trifft voll ins Ziel. Die Entwickler haben etwas gebaut, in dem es möglich ist zu Überleben, aber auch nur genau das.“

Mary Hamilton, The Guardian[2]

„Betten bauen, Wodka destillieren, Freunde opfern um Familienangehörige zu retten. […] This War of Mine und ist nicht nur hart und direkt, sondern auch eine in sich geschlossene Wirtschaftssimulation mit Produktionskreisläufen wie DayZ. This War of Mine präsentiert sich sehr viel nüchterner und minimalistischer als es der erste Trailer vermuten ließ. Aber das Konzept sieht jetzt schon sehr spannend aus, weil wir erstaunlich viel technisches Wissen mitbringen, kombinieren und tüfteln müssen. Warum? Weil die echten Zivilisten in ausgebombten Städten keine Pläne haben wie man Betten, Öfen oder Destillen baut, müssen wir uns dieses Knowhow auch erst erarbeiten. Interessanterweise will das Spiel dabei gar kein moralischer Zeigefinger sein, sondern mehr einen Ist-Zustand darstellen: Wir im Krieg, was tun?“

Benjamin Kratsch, PC Games[3]
Auszeichnungen
Finanzieller Erfolg

Auch finanziell ist das Spiel für 11 Bit Studios ein großer Erfolg. Die Produktion des Spiels kostete etwa 500.000 €, das Geld wurde nach zwei Tagen im Verkauf wieder eingespielt. Die Kosten für eine 11-Bit-Aktie stiegen über Nacht von 2 auf 20 €. Bis Mitte 2015, noch vor der Veröffentlichung auf Android und iOS, spielte This War of Mine 2,5 bis 3,5 Millionen € ein. Das Unternehmen sei im finanziell besten Zustand, in dem es je war, meint Karol Zajaczkowski, der Pressesprecher von 11 Bit Studios.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charlie Hall: Meet the Iraq veteran helping to make an unconventional game about war, polygon.com, 4. September 2014. Abgerufen am 12. Oktober 2014.
  2. Mary Hamilton: This War of Mine – gaming's sombre antidote to Call of Duty, The Guardian – Website, 10. Oktober 2014. Abgerufen am 12. Oktober 2014.
  3. Benjamin Kratsch: This War of Mine angespielt: Zivilisten in Permadeath-Gefahr, PC Games – Website, 20. März 2014. Abgerufen am 12. Oktober 2014.
  4. Dragon Age Inquisition Wins Another Game of the Year Award
  5. Vielfältig, bunt, ausgezeichnet: Das sind die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2015 – Pressemitteilung, 21. April 2015. Abgerufen am 22. April 2015.
  6. Robert Purchese: The people behind This War of Mine have big plans for their next game. In: eurogamer.net. Eurogamer, 3. Juni 2015, abgerufen am 1. Oktober 2015 (englisch).