Thoma Grote

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Thoma Gräfin Grote auf einer öffentlichen Präsentation der Steingutfabriken Velten-Vordamm, vor 1931

Doraline Marie Helene Gräfin Grote, genannt Thoma Grote (* 22. April 1896 auf Breese; † 21. Juli 1977 auf Göddenstedt), war eine Keramikerin, die beim Aufbau der HB-Werkstätten für Keramik mitwirkte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1896 geborene Thoma Grote studierte am Weimarer Bauhaus, absolvierte zusammen mit Julius Tinzmann den Vorkurs bei László Moholy-Nagy[1] und wurde 1923 durch Fürsprache von Charles Crodel von Gerhard Marcks auf den Dornburger Werkstätten des Weimarer Bauhauses im Marstall zugelassen.[2]

Seit dem 30. Oktober 1923 bis März 1925 war sie zusammen mit Otto Lindig, Wilhelm Löber, Karl und Max Krehan, Marguerite Friedlaender und Franz Rudolf Wildenhain, Herbert Hübner, Margarete Heymann und Renate Riedel auf der Dornburg, dann seit 1925 am Weimarer Bauhaus in Dessau.

Im Sommersemester 1927 hatte sie einen Studienaufenthalt in der Keramischen Fachschule in Höhr-Grenzhausen, und machte Bekanntschaft mit Hedwig Bollhagen, sowie Wiederbegegnung mit Marguerite Friedlaender.

Von 1928 bis 1931 war sie Mitarbeiterin des Werkes Velten der Steingutfabriken Velten-Vordamm. Zuletzt beteiligte sie sich an der Entwicklung von malbaren Glasuren für Charles Crodel für die Bemalung von Schamottöfen für den Export in die Vereinigten Staaten u. a. für die Deutsche Bauausstellung Berlin 1931.

1932 absolvierte sie die Meisterprüfung in Berlin, vermutlich in Weiterentwicklung der bemalten Schamottkeramik, und wurde Mitglied der Deutschen Keramischen Gesellschaft.

Von 1932 bis 1934 war sie in den Oranienburger Werkstätten Körting KG bei Helene Körting mit dem Schwerpunkt Glasurentwicklung tätig.[3][4]

Seit der Gründung im Jahre 1934 hatte sie Mitwirkung beim Aufbau der HB-Werkstätten in Marwitz mit dem Schwerpunkt: Gefäßentwicklung sowie Glasur- und Farbentwicklung. Grote übernahm 1938 den Vertriebs-Außendienst West in Düsseldorf bis zum Autounfall 1950, Dietrich Harkort den Außendienst Ost. Danach beschäftigte sie sich mit Gefäßentwicklung der Gerresheimer Glas AG in Düsseldorf-Gerresheim.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Moholy-Nagy, Von Material zu Architektur, 1929, S. 124–126, S. 133
  2. Thoma Grote, Studie aufgebaut auf dem spezifischen Gewicht verschiedener Holzarten, MA 1929, S. 197
  3. Thoma Gräfin Grote, Bariumnitrat bei der Herstellung von Email und Glasuren, Glashütte 63, 1933, Nr. 30, S. 796–797
  4. Gräfin Thoma Grote und F.H. Zschacke, Kann die Prüfungsvorschrift für Arzneigläser nach der Nachtragsverordnung vom 2. Juli 1931 des DAB. VI zur Beurteilung eines Glases verwendet werden?, Jahresberichte über die Leistungen der Chemischen Technologie 79, 1933, S. 345