Thomas, die kleine Lokomotive

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Thomas-Event auf einer britischen Museumsbahn

Thomas, die kleine Lokomotive (Originaltitel: Thomas the Tank Engine) sind kurze Geschichten, die im englischen Sprachraum bereits Klassiker sind. Der Autor dieser Geschichten war Reverend (Pfarrer) Wilbert Vere Awdry, der in den 1950er-Jahren im Sommer als Ehrenamtlicher auf der Museumsbahn Talyllyn Railway arbeitete und die Lokomotiven und Wagen als Skarloey Railway in seinen Büchern verewigte. Das erste Buch der The Railway Series erschien im Jahr 1945 - der erste Auftritt von Thomas aber erst ein Jahr später. Nach seinem Tod wurde die Reihe von seinem Sohn Christopher Awdry fortgesetzt. Bis heute sind insgesamt 35 Bücher erschienen.

Die Geschichten von Thomas und seinen Freunden handeln von der Zusammenarbeit und dem Zusammenleben ganz vieler unterschiedlicher Fahrzeuge (wobei Lokomotiven die Hauptcharaktere sind), die auf der fiktiven britischen Insel Sodor verschiedene Aufgaben zu lösen haben und ihre Arbeit verrichten sollen. Dabei verkörpern die Vehikel menschliche Eigenschaften und Wesenszüge und sollen durch ihr Handeln und den daraus entstehenden Konsequenzen meistens eine kleine Moral vermitteln. Kindgerecht werden dabei oft Themen wie Freundschaft, Teamfähigkeit, Tüchtigkeit oder Pünktlichkeit behandelt.

Derzeit werden die Geschichten als Animationsserie unter dem Namen Thomas & seine Freunde bei Super RTL im Morgenprogramm gezeigt, welche anfänglich noch „Thomas, die kleine Lokomotive, und seine Freunde“ hieß. Die Leitung übernahm Britt Allcroft, welche verschiedene Regisseure einsetzte, wie in den ersten Staffeln David Mitton, später Stephen Asquith und Greg Tiernan (seit den CGI-Staffeln). Die Loks wurden von der Firma Clearwater Model Making Systems unter David Payne hergestellt.

Unter der Regie von Britt Allcroft wurde im Jahr 2000 ein Kinofilm gedreht: Thomas, die fantastische Lokomotive mit Alec Baldwin, Peter Fonda und Mara Wilson in den Hauptrollen. Der Film selbst erzählt, wie die Insel Sodor von der Machtgier der bösen Diesellok „Diesel 10“ bedroht ist. Mit Hilfe von Zauberglitzer suchen Thomas und Mr. Schaffner (Alec Baldwin) sowie einige andere Charaktere nach der verschollenen, legendären Lokomotive „Lady“, um Diesel 10 zu besiegen.

Entstehung[Bearbeiten]

Bis zur englischsprachigen 11. Staffel wurde die Serie in den Shepperton Studios am Stadtrand von London produziert. Die Modelle der Loks wurden im Maßstab 1:32 gefertigt und basieren auf den Gehäusen der bekannten Märklin-Modelleisenbahnen der Spur 1. Das Studio hatte 1993 Ausmaße eines Flugzeughangars.

Unter den Gehäusen befand sich ein Mechanismus, der die Augen der Masken über Fernsteuerung bewegbar machte, außerdem eine Pumpe, die bei Bedarf Dampf abgab. Für jede der Figuren wurden Gesichter aus Knetmasse angefertigt, die später auf Silikonbasis und mit verschiedenen Emotionsausdrücken vervielfältigt wurden. Thomas hatte damit mehr als 40 Gesichtsausdrücke parat, während andere Loks nur fünf oder sechs Charakterzüge aufsetzen konnten. Damals waren dafür drei Vollzeit- und zwei Teilzeitmodellbauer unter der Führung eines Art Directors tätig. Die Umgebung Sodors und verschiedene Lokomotiven in Statistenrollen stammten aus der Märklin-Standardausstattung.

Über Jahre wurde die Serie mit 35-mm-Kameras gefilmt. Damit schuf man relativ echte Umgebungen, und realistische Tiefenwirkung konnte nachgeahmt werden. Die ersten Staffeln ab 1984 entstanden ausschließlich mit diesem Verfahren. Mitte der 2000er Jahre hielt die Computertechnik Einzug. Anfangs wurden Dampfelemente, fliegendes Laub oder verschiedene Niederschläge integriert. Seit HIT-Entertainment die Serie 2003 übernahm, baute man die Verwendung digitaler Technik in Form von hochauflösenden Digitalkameras und CGI-Elementen stetig aus. Die starren Knetmasken mit den Kulleraugen wichen computergenerierten Gesichtern. Heute entsteht die Serie komplett in den digitalen Studios von HOT Animation in Manchester, England.

Darsteller[Bearbeiten]

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Bei den Hauptdarstellern handelt es sich vorwiegend um Dampflokomotiven. Diese haben alle unterschiedliche Charaktere:

  • Thomas ist als Hauptdarsteller und Namensgeber der Serie ein kleiner, hilfsbereiter und mitfühlender Held. Er besitzt keinen Schlepptender, sondern seine Wasser- und Treibstoffvorräte sind in Kästen seitlich des Kessels eingebaut: Thomas ist also eine Tenderlokomotive. Auf seinem Führerhaus trägt er die gelbe Nummer 1. Er ist hauptsächlich in hellblau gehalten, sein Chassis ist seitlich rot, der Vorderteil des Kessels samt Schornstein schwarz. Er wird zunächst als Rangierlokomotive eingesetzt. Erst nachdem er sich mehrfach bewährt, darf Thomas eine kleine Nebenstrecke befahren. Hierzu werden ihm die alten Personenwagen Annie und Clarabel zugeteilt. Seine drei gleichgroßen Treibräder sind durch eine gemeinsame Kuppelstange verbunden (Achsfolge C). Für winterliche Einsätze hat er einen blauen Schneepflug, den er ungern anzieht. Manchmal reimt Thomas gern. Er geizt nicht mit lockeren Sprüchen der Verwunderung wie „Zunder und Asche!“ oder „Ach du schnaufender Schornstein!“.
  • Edward ist eine ältere mittelgroße Lokomotive, die stets gut gelaunt ist. Streng genommen wurde er noch vor Thomas von Awdry erfunden. Gegenüber den kleinen Lokomotiven ist Edward immer sehr hilfsbereit, passt jedoch auf, dass die anderen ihre Arbeit ordentlich machen. Er ist hauptsächlich in hellblau gehalten, sein Chassis ist seitlich rot, der Vorderteil des Kessels samt Schornstein schwarz. Er besitzt einen dreiachsigen Schlepptender in Lokfarbe, auf dem die gelbe Nummer 2 steht. Vorne hat er ein zweiachsiges Drehgestell mit kleinen Rädern, hinten zwei große Treibräder, die durch eine gemeinsame Kuppelstange verbunden sind (Achsfolge 2-B).
  • Henry hat eine spitze Nase und mag Bäume und den Wald. Wenn Gordon ausfällt oder andere Aufträge hat, übernimmt Henry gelegentlich die Express-Personenzüge. Damit ist er eine der stärkeren und schnelleren Loks auf Sodor. Er ist hauptsächlich hellgrün gehalten, sein Chassis ist seitlich rot, der Vorderteil des Kessels samt Schornstein schwarz. Er hat einen dreiachsigen Schlepptender in Lokfarbe, auf dem die gelbe Nummer 3 steht, die Tenderachsen sind teils verkleidet. Vorne hat Henry ein zweiachsiges Drehgestell mit kleinen Rädern. Die drei großen Treibräder sind durch Kuppelstangen miteinander verbunden (Achsfolge 2-C). Zu seiner Anfangszeit auf Sodor war er sehr stolz auf seine Farbe und wollte sie nicht durch den Regen gefährden lassen. Er blieb daher in einem Eisenbahntunnel stehen und ließ sich durch nichts bewegen, dort herauszukommen. Man mauerte ihn letztlich im Tunnel ein. Erst als er zur Vernunft gekommen war, durfte er wieder einen Zug ziehen. Seither scheint er geläutert. Ebenso heißt dieser Tunnel bei den Loks nun Henrys Tunnel. Trotz seiner Größe hatte Henry eine zu kleine Feuerbüchse (als „Feuerraum“ fehlübersetzt). Kohle schlechter Qualität machte ihn daher schlaff und depressiv. Teurere Spezialkohle aus Wales ließ den gutmütigen Henry seinerzeit wieder auf Hochtouren laufen. Während einer unfallbedingten Überholung wurde ihm ein größerer Kessel eingebaut, und seither ist seine Stimmung deutlich besser.
  • Gordon ist eine Schnellzuglokomotive und neigt zum Prahlen. Er ist die schnellste Lokomotive Sodors und der einzige, der priorisiert den Expresszug zieht. Er ist sehr stolz, zuweilen an der Grenze zur Arroganz, aber trotzdem hilfsbereit. Auch er hat eine schmale Nase. Er ist hauptsächlich in hellblau gehalten. Sein Chassis ist seitlich rot, der Vorderteil des Kessels samt niedrigem Schornstein ist schwarz. Er hat einen dreiachsigen Schlepptender in Lokfarbe, auf dem die gelbe Nummer 4 steht. Er achtet sehr auf seine Reputation. Muss er einmal eine Arbeit annehmen, die unter seinem Niveau ist, beschämt ihn das stark. „Ist das entwürdigend!“, meint er dann dazu. Vorne hat Gordon ein zweiachsiges Drehgestell mit kleinen Rädern. Die drei großen Treibräder sind durch Kuppelstangen miteinander verbunden. Unter dem Führerhaus hat er noch eine kleine Nachlaufachse (Achsfolge 2-C-1). Seine Konstruktion ähnelt sehr stark einer Pacific-Lokomotive, die bis heute Geschwindigkeitsrekorde hält. Nachdem sowohl Gordon als auch Thomas in beschämende Unfälle verwickelt waren, weil sie sich selbst überschätzten, schlossen beide Loks ein Bündnis, sich in solchen Situationen immer gegenseitig zu helfen.
Ein Berg, den Gordon einmal mit einem Güterzug nicht überwinden konnte, heißt deswegen Gordons Berg.
  • James ist ein wenig eingebildet und eitel, u. a. wegen seiner markanten Lackierung. Er setzt oft seinen eigenen Kopf durch und versucht, Dinge zu tun, zu denen er nicht in der Lage ist. Das führt nicht selten zu großem Ärger. James ist in sattem Rot gehalten, der Vorderteil des Kessels samt Schornstein ist schwarz, sein Dampfdom leuchtet in Goldfarbe. Er besitzt einen dreiachsigen Schlepptender in Lokfarbe. Auf diesem steht die gelbe Nummer 5. Vorne hat James eine kleine Laufachse. Seine drei gleichgroßen Treibräder sind mit einer Kuppelstange miteinander verbunden (Achsfolge 1-C). Vom dicken Kontrolleur, der ihn als Güter- und Rangierlok eingestellt hat, bekommt er – nachdem er einige erste Aufträge auch durch Entgleisen vermasselt hatte – die Drohung, dass man ihn blau streichen werde, benehme er sich in Zukunft nicht besser. Dennoch erhält er noch dann und wann Hausarrest, wenn er sich danebenbenimmt. Seither versucht James, sich an die Regeln zu halten und darf manchmal sogar Gordons Schnellzug ziehen.
Percy beim Thomas-Day der Llangollen Railway
  • Percy ist die jüngste Lokomotive auf Sodor. Er kam zum dicken Kontrolleur, als die großen Loks streikten, weil sie ihre Züge selbst zusammenstellen und rangieren mussten. Thomas hatte da gerade eine eigene Nebenstrecke erhalten, und niemand erledigte stattdessen diese Arbeit. Der dicke Kontrolleur wählte letztlich Percy als Verstärkung für den Rangierbetrieb aus, der sich immer freut, wenn er nützlich sein kann. Mit Freude zieht er die Waggons über die Insel, am liebsten die Postwagen. Percy ist Thomas’ bester Freund. Percy ist eine kleine, dickliche (Satteltank-)Tenderlok und in grün gehalten. Sein Chassis ist außen rot, der vorderste Teil des Kessels samt Schornstein schwarz. Sein Dampfdom strahlt in leuchtendem Gold. Auf seinem Führerhaus steht die gelbe Nummer 6. Seine beiden gleich großen Treibräder sind durch eine Kuppelstange miteinander verbunden (Achsfolge B).
Toby beim Thomas-Day-Event der Avon Valley Railway
  • Toby ist die ziemlich rechteckige Lok einer Dampfstraßenbahn. Nachdem seine Nebenstrecke bei Arsdales End stillgelegt werden sollte, drohte Toby die Verschrottung. Doch der gerade dort Urlaub machende dicke Kontrolleur ist vom Dampftriebwagen begeistert und übernimmt ihn in seine Eisenbahngesellschaft. Aus Dankbarkeit arbeitet Toby besonders fleißig. Seine Räder sind seitlich durch graue Platten geschützt, ebenso hat er vorne einen grauen Prallschutz („Schienenräumer“). Sein mittelbrauner Holzaufbau verkleidet eine alte Dampfmaschine. Auf der Mitte jeder Seite trägt er die gelbe, rot umrandete Nummer 7. Auf dem hellen Dach ist der kleine schwarze Schornstein zu sehen, aus dem es kräftig raucht, sowie ein schwarzer Kondensator zu erahnen. Sein Chassis ist in rot gehalten, doch davon sieht man aufgrund der Verkleidung nur vorne an den Puffern etwas. Er hat drei Treibachsen (Achsfolge C). Seine beiden Eingänge pro Seite (vorne wie hinten) sind offen und mit von oben nach unten verlaufenden Griffen versehen. Dampftriebwagen seiner Baureihe haben auf Sodor eine lange Tradition, was ein altes rostiges Schild nahe der Stadt Great Waterton verrät.
  • Emily ist eine weibliche, hilfsbereite Lokomotive alter Bauart mit einem durch Messingbeschläge eleganten Aussehen. Kennzeichnend ist ihr mittleres Rad, das übergroß ist. Vorne hat sie ein zweiachsiges Laufgestell, und nach dem Treibrad folgt eine einzige Laufachse (Achsfolge 2-A-1). Sie bekam ihren dreiachsigen Schlepptender vom dicken Kontrolleur Sir Topham geschenkt, weil sie einst Oliver und Toad das Leben rettete. Sie ist in dunkelgrün gehalten, ihr Chassis ist seitlich braun, nur vorne an den Puffern ist es rot. Der vordere Teil ihres Kessels einschließlich des schlanken Schornsteins ist schwarz. Ihre Nase ist besonders klein und zierlich.
  • Sir Topham Hatt wird sowohl von den Lokomotiven als auch vom Sprecher fast immer der dicke Kontrolleur genannt. Er ist der Vorgesetzte aller Lokomotiven auf der Insel Sodor. Er hat eine rundliche, untersetzte Figur. Wenn er zu seinen Lokomotiven spricht, macht er dies entweder vom Bahnsteig aus oder steigt auf einen Hocker oder einen anderen Gegenstand. Er fährt ein blaues Auto, das keine eigene Persönlichkeit hat und trägt einen schwarzen Frack, einen Zylinder, mittelblaue Hosen, weißes Oberhemd, gelbe Weste, schwarze Schuhe und eine schwarze Krawatte. An körperlichen Tätigkeiten nimmt er nie teil. Sein höchstes Lob, dem alle Lokomotiven nacheifern, ist, wenn sie als „sehr nützlich“ bezeichnet.
Auch privat ist er immer elegant gekleidet: Er trägt ein blaues Jackett, grüngraue Hose, grüngraue Weste, weißes Oberhemd, eine diagonal gestreifte Krawatte in gelb und rot, ein Einstecktuch in derselben Farbkombination sowie einen hellen Hut. Sir Topham Hatt ist verheiratet mit Lady Hatt, die aber nur selten in Erscheinung tritt. Sie hat braunes, kurzes Haar und trägt einen blauen Rock, eine weiße Bluse und darüber eine hellblaue Jacke. Beide haben mindestens zwei Enkel: einen Jungen und ein etwas jüngeres Mädchen. Sie können sich zudem einen Butler leisten (als „Diener“ übersetzt). Außerdem weiß man ab Staffel 13 von seinem Zwillingsbruder Lowham Hatt.
Seit der Folge Percys Paket weiß man, dass er mit Vornamen Burthham heißt.
  • Mr. Percival ist der Leiter der Schmalspurbahnen in Sodors Bergen im Norden. Er wurde vom dicken Kontrolleur eingesetzt, als die Linien expandierten. Er wird auch als „dünner Kontrolleur“ angesprochen, seine Autorität ist unbestritten. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt er nahe des Eisenbahndepots in den Bergen.

Nebendarsteller[Bearbeiten]

Gelegentlich treten bei fast allen Haupt-Lokomotiven die Lokomotivführer, Heizer, Stationsvorsteher, Signalsteller, Inspektor und Gepäckträger auf. Sie haben meist mäßigenden Charakter, wenn die Loks, die teils eher etwas kindhaftere Charaktere verkörpern, wieder über die Stränge zu schlagen drohen. Doch wenn die Loks ihren Willen durchsetzen wollen, können weder Lokführer noch Heizer etwas dagegen tun. Obwohl sie wiederkehrende Charaktere sind, tragen Lokführer und Heizer keine eigene Namen.

Außer den aufgeführten Hauptrollen gibt es zahlreiche andere Darsteller, die wie die Loks einen Namen haben, aber nicht regelmäßig in den Geschichten vorkommen. Von den aufgeführten Lokomotiven kommen die ersten acht auch im Titellied vor.

  • Annie und Clarabel, die karamellfarbigen Personenwaggons von Thomas, sind älteren Baujahres und transportieren Arbeiter und Angestellte. Sie haben jeweils grausilberne Dächer. Ihre Gesichter nehmen jeweils eine ganze Frontseite des Wagens ein. Annie kann nur Fahrgäste transportieren, Clarabell hat aber auch Abteile für Gepäck und den Schaffner.
  • Arry und Bert, zwei unfreundliche grün-gelbe Dieselloks, haben auf ihren Seiten die Aufschrift „Sodor Ironworks“. Sie denken, dass Dieselloks alles besser können als Dampfloks.
  • Arthur ist eine rotbraune Lok und transportiert am Hafen Waggons mit Seefisch.
  • Bash ist wie der baugleiche Dash eine kleine, alte Holzfäller-Lok von der Nebelinsel. Er fährt noch mit Holz anstelle von Kohlen und braucht eine Menge Schmieröl. Ursprünglich auf Sodor beheimatet, wurde er noch vor Amtsantritt des dicken Kontrolleurs von der Insel verwiesen, weil er nicht ernsthaft genug arbeitete. Bash hat einen bräunlich-orangen Kessel, das Führerhaus ist bläulich.
  • Bertie ist ein roter Bus, der auch mal die Fahrgäste von liegengebliebenen Loks übernimmt oder Wettrennen mit vielen Loks bestreitet.
  • Bill und Ben (Farbe: orangegelb, Achsen: 2) sind zwei freche Zwillingsbrüder und gehören zu einer anderen Bahngesellschaft. Sie arbeiten im Steinbruch. An ihren Seiten steht „S.C.C.“ und vorne auf dem Kessel „Brendam Bay“.
  • Billy, eine orangefarbene Dampflok, ist neu und ordnet sich anfangs schwer den Anweisungen anderer Loks unter. Erst als er liegenbleibt und Thomas ihn rettet, wird er einsichtig und leistet zufriedenstellend seinen Dienst. Er hat keinen Tender. Auf seinem Kessel steht ein Schriftzug mit seinem Namen. Seine Zähne stehen weiter auseinander als bei anderen Gesichtern.
  • Boco ist eine große und freundlich gesinnte Diesellok. Durch seine Stärke verdient er sogar den tiefen Respekt von Gordon, der insgeheim hofft, dass er nicht stärker ist.
  • Der Pfau (im Original Bulgy), ein roter Doppeldeckerbus, hat sich als Eisenbahnbus ausgegeben und wurde zu einem Hühnerstall umfunktioniert.
  • Captain ist ein blaues Boot mit gelboranger Kajüte; unter der Wasserlinie ist er rot. Als Thomas einmal auf dem Meer verloren geht, fährt der dicke Kontrolleur mit ihm einen (vergeblichen) Such- und Rettungseinsatz.
  • Charlie (Farbe: lila) ist die Lieblingslok des Kontrolleurs vom Festland. Er eifert mit Thomas um den Titel der lustigsten und spaßigsten Lok und hat keinen Tender. Auf der Seite des Führerhauses steht eine eckige weiße 14.
  • Cranky ist ein Obendreher-Ladekran am Hafen, der anfangs die Loks als unnütze Käfer ansah, bis Percy und Thomas ihn wieder aufrichten mussten, nachdem er bei einem Unfall zu Boden stürzte. Er besteht aus einer zweistöckigen Stahlrahmenkonstruktion.
  • D199, eine große hellblaue Diesellok, ist ungezogen und böse. Gleich nach der Ankunft auf Sodor wurde D199 wieder fortgeschickt.
  • Bear D7101 ist eine modern erscheinende Diesellok. Sie war zuerst blau und wurde später in dunkelgrün umlackiert, nur die Führerhäuser vorne und hinten sind gelb. Das Chassis vorne bei den Puffern ist wie gewohnt rot und das Gesicht gelb. Bear D7101 ist ein netter und hilfsbereiter Diesel und zieht manchmal auch Gordons Express, wenn Gordon zu beschäftigt ist.
  • Daisy ist ein mittelgroßer Dieseltriebwagen zur Personenbeförderung mit starkem Lidschatten, Schmollmund und Sommersprossen. Sie wurde zu Tobys Entlastung geholt. Anfänglich verhielt sich die Dame nicht sehr gut, zickte und meckerte nur. Durch ein Missgeschick mit Tieren, vor dem sie Toby eigentlich warnte, kam sie zur Vernunft. Seitdem arbeitet sie zuverlässig.
  • Dash ist wie der baugleiche Bash eine kleine alte Holzfäller-Lok von der Nebelinsel. Er fährt noch mit Holz anstelle von Kohlen und braucht eine Menge Schmieröl. Ursprünglich auf Sodor beheimatet, wurde er zu Zeiten noch vor denen des dicken Kontrolleurs von der Insel verwiesen, weil er nicht ernsthaft genug arbeitete. Sein Kessel ist bläulich, sein Führerhaus orange-bräunlich, und damit sind seine Farben umgekehrt angeordnet wie bei Bash.
  • Diesel (Farbe: schwarz, Achsen: 3), eine unfreundliche Diesellok, behauptet, dass die Diesellokomotiven bald die Dampflokomotiven ablösen werden und intrigiert häufig gegen die Dampfloks. In einem Abenteuer wird er von Thomas gerettet, als er eine nicht fertiggestellte Brücke hinunterzustürzen droht. Seine drei gleichgroßen Treibräder sind durch eine Kuppelstange miteinander verbunden (Achsfolge C). Er ist komplett in schwarz gehalten, nur sein Chassis vorne an den Puffern ist rot.
  • Diesel 10, (Farbe: beige, Achsen: 4 (D)) kann man als den durchtriebensten Charakter ansehen. Diese diabolisch dreinschauende braune Diesellok sabotiert offen das Wirken der Dampfloks. Außerdem verfügt sie auf ihrem Dach über einen Greifarm mit bedrohlichen Zacken. Eine angezettelte Revolte kann unterbunden werden, nachdem Thomas und Lady Diesel 10 besiegen.
  • Douglas und Donald (Farbe: schwarz, Achsen: 6 (davon 3 am Tender), Loknummern: 9 und 10) sind Zwillingsbrüder aus Schottland. Ursprünglich sollte nur eine der beiden Loks auf Sodor ihren Dienst aufnehmen. Bald darauf hielt ein strenger Winter Einzug, und die Loks wurden als Schienenräumer und zur Beseitigung von Schneewehen unentbehrlich. Dabei retteten sie sogar den verschütteten Thomas. Zu anderen Jahreszeiten arbeiten sie als nützliche Rangierloks. Sie haben überdurchschnittlich große Schlepptender. Donald trägt darauf die gelbe Nummer 9, Douglas die gelbe Nummer 10.
  • Duck (Farbe: grün, Achsen: 3, Loknummer 8)ist eine Rangierlok, deren Aufschrift G. W. R. (Great Western Railway) lautet. In Wirklichkeit heißt er Montague, aber Duck ist ihm lieber. Als Thomas einmal ausfällt, wird Duck für ihn eingesetzt und erntet aufgrund seiner Sanftheit viel Entgegenkommen bei Waggons und Lokomotiven. Thomas’ Eifersucht darüber währt aber nur kurz.
  • Duke (Farbe: braun), auch bekannt als „Opamotive“, ist die älteste (Schmalspur-)Lok. Duke hat sehr viel Erfahrung, will jedoch den jüngeren Lokomotiven immer vorschreiben, wie sie etwas zu tun haben. Er wurde früher in höheren Kreisen eingesetzt und pflegt stets „Das würde ihrer Lordschaft gar nicht gefallen“ zu sagen, wenn ihm etwas missfällt.
Nr. 6 Douglas, für den Kindertag als Duncan verkleidet
  • Duncan ist eine vorwitzige und sehr freche Schmalspurdampflok im Schienennetz des „dünnen Kontrolleurs“. Vorbild ist die Lok Douglas der Talyllyn Railway. Duncan hat ein hohes Chassis, einen schmalen Kessel und ist eher eine kleinere Lok. Sie hat keinen Tender.
  • Elizabeth ist ein bordeauxroter LKW mit offener Ladefläche.
  • Ferdinand ist eine kleine alte Holzfäller-Lok von der Nebelinsel, fährt wie Bash und Dash noch mit Holz statt Kohlen und braucht eine Menge Schmieröl. Ursprünglich auf Sodor beheimatet, wurde er noch vor der Zeit des dicken Kontrolleurs von der Insel verwiesen, weil er nicht ernsthaft genug arbeitete. Der vordere Teil seines Kessels ist schwarz, der hintere dunkelblau. Das Führerhaus ist hellblau. Er hat einen Tender in hell- und dunkelblau.
  • Freddie, eine weiße Schmalspurlok aus den Bergen, ist wirklich mutig und bekam deshalb den Beinamen „furchtloser Freddie“.
  • George ist eine uralte, sehr mürrische Dampfwalze, die alle Loks vollmault. Bei einem Wettrennen gegen Sir Handel konnte der Sieger nicht ermittelt werden, da die Teilnehmer sich gegenseitig rempelten. Das Vorderteil ist schwarz, der Rest samt Führerhaus grün. Die Dachoberseite ist weiß.
  • Harold, der Hubschrauber, ist weiß und hat drei Rotorflügel. Anstelle von Rädern hat er dicke Pontons, dank derer er auch auf dem Wasser landen kann.
  • Harvey, eine rote Arbeitslok mit Schwenkarm (Loknummer: 27), wird eingesetzt, wenn es zu leichten Räumungsarbeiten oder Unfällen kommt.
  • Der Herzog von Boxworth und seine Frau, die Herzogin, treten recht spät auf. Gelegentlich besuchen sie Sodor. Der Herzog trägt ein marineblaues Jackett, auf dem sein Wappen in Gold auf der linken Brusttasche aufgestickt ist. Dazu trägt er ein zitronengelbes Halstuch, eine milchblaue Hose sowie einen Panama-Hut, außerdem eine gestutzte Schifferkrause samt gestutztem Oberlippenbart. Die Herzogin trägt ein mittelblaues Kleid, auf dem große rötliche Rosenblüten aufgedruckt sind, samt großer, weißer Kragenbordüre sowie einen sehr großen Hut. Das alles erinnert stark an die englischen Adelshäuser. Zahlreiche Aufträge, die der dicke Kontrolleur den Loks gibt, stammen eigentlich vom Herzog. Seit „Held der Schienen“ hat die Adelsfamilie eine Villa als separaten Wohnsitz auf Sodor. Ärger und Unruhe gibt es für die Loks auf Sodor, als sich der Herzog eine eigene Lokomotive besorgt: Spencer!
  • Hector, ein schwarzer und sehr großer Kohlewagen. Sein Name steht in großen Lettern auf der Fahrerseite. Seine imposante Erscheinung brachte ihm den Beinamen „der Schreckliche“ ein, da er von Bill und Ben kaum zu handhaben war. Aber er ist eigentlich sehr freundlich und hat sich schnell mit Thomas angefreundet.
  • Henrietta, ein brauner Personenwaggon, wird von Toby auf der Nebenstrecke gezogen und ist wohl die einzige Darstellerin ohne Gesicht. Aus ihr sollte ein Hühnerstall gemacht werden, als die Nebenstrecke von Toby stillgelegt werden sollte. Doch als der dicke Kontrolleur Toby einen Job anbot, nahm er Henrietta einfach mit.
  • Hiro (Farbe: schwarz) stammt ursprünglich aus Japan. Er wurde vor langer Zeit mit dem Schiff nach Sodor gebracht und gilt als die erste Dampflok der Insel. Damit ist er älter als Edward oder Duke. Er trug und trägt wieder den Titel „Held der Schienen“.
  • Jeremy ist ein Jet des neuen Flughafens auf Sodor. Das moderne Flugzeug hat eine weiße Lackierung und ein blaues freundliches Gesicht. Auch Jeremy ist ein Freund der Loks.
  • Güterwagen sind eine Plage für Thomas, James und andere Loks, die es noch nicht gelernt haben, mit ihnen umzugehen. Sie haben ihren eigenen Willen, ein schlechtes Gedächtnis und sind teils böswillig und schadenfroh. Mehr als einmal bringen sie die Loks, die sie unterschätzen, samt ihnen selbst zum Entgleisen. Manche Hersteller nennen sie auch verflixte Güterwagen.
  • Lady Hatt ist die Ehefrau des dicken Kontrolleurs. Sie ist eine sanfte, freundliche Dame, die sich mit den Lokomotiven gut versteht. Sie trägt eine hellblaue Jacke mit vielen Knöpfen, einen knielangen blassgelben Rock (oder ein knielanges blassgelbes Kleid), mittelbraune Schuhe und hat ebenso mittelbraune, kaum nackenlange Haare.
  • Madge, ein weiblicher hellgrüner Lastwagen aus den Bergen von Sodor, ist eng mit den Schmalspurbahnen befreundet und kräftig genug, diese auch zu transportieren. Das Fahrerhaus ist auf drei Rädern gelagert. Vorbild ist der von 1934 bis 1968 gebaute, britische Lastwagen Mechanical Horse.
  • Mavis (Farbe: schwarz, Achsen: 3), ist eine junge weibliche Diesellok mit seitlichen Platten, die ihre Räder schützen. Sie gehört einer Bergbaugesellschaft. Seitlich ist „THE FFARQUHAR QUARRY CO. LTD“ aufgedruckt. Mavis ist eine der Dieselloks, die freundlich zu den Dampfloks ist. Ihr Gesicht ist, ähnlich wie bei Salty, von diagonalen gelb-schwarzen Warnstreifen umrahmt.
  • Mief, eine rostige, etwas dreckige dunkelgrüne Dampflok mit einer großen Brille und eigentümlichem Pfeifgeräusch, wird als Rangierlok besonders beim Transport von Müll und stinkenden Substanzen eingesetzt. Dennoch ist Mief eine tüchtige und verlässliche Lok. Der dicke Kontrolleur bezeichnet sie als „clever und einfallsreich“. Die Originalbezeichnung, welche auch auf Merchandiseprodukten aufgedruckt ist, lautet Whiff.
  • Bic Mac, eine violette Schmalspurlok, besitzt zwei Chassis (samt Kessel mit Dampfdom und Schornstein) mit Gesichtern in jeweils eine Fahrtrichtung. Sie ist also eigentlich zwei Loks in einer, hat aber nur ein einziges, vergrößertes Führerhaus (Fairlie-Bauweise). Von diesem aus ist kein Tender erreichbar. Die Reichweite ist also sehr eingeschränkt. Im englischen Original und auf Merchandiseprodukten findet man den englischen Namen Mighty Mac.
  • Molly ist ein weiterer weiblicher Nebencharakter und schillernd gelb. Die große Dampflok ist gutmütig und sehr kräftig. Ihr Kennzeichen sind zwei besonders große Treibräder pro Seite. Sie hat einen kleinen Tender in Lokfarbe.
  • Murdoch ist eine der größten und kräftigsten Loks auf Sodor. Der imposante beigefarbene Riese ist anfangs ein wenig introvertiert, nähert sich aber immer mehr seinen neuen Freunden auf Sodor an.
  • Neville ist eine schwarze, moderner wirkende Lokomotive. Sie hat einen großen, nummernlosen Tender.
  • Oliver (Farbe: grün, Achsen: 3, Loknummer: 11) ist eine grüne kleine Great-Western-Dampflok und arbeitet mit Duck zusammen auf dessen Nebenstrecke. Sein Bremswagen heißt Toad.
Nr. 2 Enid der Snowdon Mountain Railway, Vorbild für Skarloey und Rheneas
  • Peter Sam, eine grüne Schmalspur-Lok mit drei Achsen, hieß früher Stuart. Ihr Vorbild ist die Lok Edward Thomas von der Talyllyn Railway.
  • Rocky, ein Schienenkran, besteht aus mehreren Einzelwaggons.
  • Rosie ist eine kleine weibliche Dampflok in rosa und lila Farben. Sie himmelt den Titelhelden an und geht ihm zuweilen auf den Wecker. Auch sie hat wie Daisy Sommersprossen im Gesicht.
  • Rusty (Farbe: orangerot) ist eine sehr kleine Schmalspur-Diesellok.
Sir Haydn der Talyllyn Railway, verkleidet als Sir Handel, 2008
  • Salty (Farbe: rot-gelb, Achsen: 3) ist eine freundliche Diesellok mit ockerfarbenem Prallschutz, welche im Hafen von Brendam ihren Dienst schiebt. Er erzählt den anderen Loks gerne die ein oder andere Räuberpistole, wie etwa vom Piratenschatz oder von der Nebelinsel. Saltys Gesicht ist von diagonalen Warnstreifen in Gelb und Schwarz umrahmt. Wie alle Dieselloks hat er keinen Tender.
  • Sir Handel, eine blaue Schmalspur-Lok mit drei Achsen, hieß früher Falcon. Ihr Vorbild ist die Lokomotive Sir Haydn der Talyllyn Railway (ursprünglich von der Corris Railway), die diese Lok aus Werbegründen mittlerweile in Sir Handel umbenannt hat.
  • Skarloey und Rheneas sind zwei kleine rote Schmalspurloks (Loknummern: 1 und 2). Skarloey befährt die Bergstrecke auf Sodor und wurde schon von einer Schneelawine verschüttet. Rheneas hat sich durch eine Heldentat den Namen „tapfere alte Lok“ eingetragen.
  • Spencer, eine graue, aerodynamisch verkleidete Schnellzugdampflokomotive, die aber nicht auf Sodor zuhause ist, sondern einem Herzog gehört, ist vermutlich mindestens genauso schnell wie Gordon. Die Sodorloks mögen ihn nicht besonders, weil er arrogant und sehr von sich eingenommen ist. Als besonderes Kennzeichen liegt sein Gesicht windabweisend schräg am Kessel, das Kinn voran. Er hat einen vierachsigen Schlepptender in Lokfarbe. Vorne hat Spencer ein Drehgestell mit kleinen Rädern, gefolgt von drei Treibrädern und einer Nachlaufachse (Achsfolge 2-C-1). Seine Konstruktion ähnelt sehr stark der LNER-Klasse A4, die 1938 in England eingeführt wurde.
  • Stanley, eine weiße Rangierlokomotive, wurde auf Sodor gebracht, um Thomas zu ersetzen, da dieser vorübergehend neue Aufgaben in Great Waterton übernommen hatte. Er ist größer und kräftiger als Thomas und wird von allen Dampfloks gemocht.
  • Terence, ein orangefarbener Raupenschlepper, arbeitet im Wald, pflügt oder hilft bei Wintereinsätzen.
  • Tigermotte ist ein gelbes Flugzeug.
  • Trevor, der dunkelgrüne Dampftraktor, sollte verschrottet werden und gehört nun dem Pfarrer.
  • Stepney (Farbe: beige, Achsen: 3 (C)) wird meist nur Glockenblumenlokomotive genannt und befährt selbige Strecke. Er stammt aus derselben Gegend wie Oliver und wurde von Rusty gerettet, da Arry und Bert ihn verschrotten wollten.
  • Victor (Farbe: rot/schwarz) ist eine Dampflok und arbeitet in der riesigen Reparaturwerkstatt in Crovan's Gate. Er hat einen russischen Akzent und wird von Kevin, einem rollenden Lastkran, unterstützt.

Die menschlichen Hauptrollen sind seltener und werden (mit Ausnahme von Mrs. Kindley und Bauer McCall) nicht mit Namen benannt. Oft spielt der „Dicke Kontrolleur“ eine wichtige Rolle, den alle Lokomotiven nur „Chef“ nennen. In den Bergen von Sodor gibt es bei den Schmalspurloks Mr. Percival, den „dünnen Kontrolleur“. Er trägt eine Melone und eine Brille. Auch Mrs. Kindley spielt in drei Geschichten eine wichtige Rolle. Andere Personen heißen nur „der Pfarrer“, „Thomas’ Lokführer“, „Thomas’ Heizer“, „der Vorsteher“ und so weiter.

Die Züge[Bearbeiten]

Die Züge verbinden Städte und Dörfer Sodors miteinander. Die einzelnen Züge haben meist sehr genaue Aufgaben. Die Express-Züge mit den größten Personenwaggons und großen Loks wie Gordon oder Spencer scheinen die wichtigste Funktion auszufüllen: Sie bewegen die Fahrgäste auf den Hauptstrecken. Auf den Nebenstrecken sind kleinere Loks wie Thomas oder Toby mit kleineren oder älteren Waggons unterwegs. Gelegentlich gibt es einen Nachtzug. Nicht so beliebt sind die Güterzüge. Einer davon, der fliegende Bückling, transportiert bei Morgengrauen mit hoher Geschwindigkeit Kisten mit frisch gefangenen Fischen vom Hafen über die ganze Insel.

Sonstiges[Bearbeiten]

Sprecher in der deutschen Version der Animationsserie ist unter anderem Sky du Mont, bei früheren Folgen Manfred Steffen, in der englischen Originalversion teilweise Ringo Starr. Thomas wurde in den Hörspielen der Firma Europa von dem Schauspieler Dirk Bach gesprochen.

Der „dicke Kontrolleur“ ist mitnichten ein (Fahrkarten-)Kontrolleur. Er ist nicht einmal ein kleiner Angestellter, sondern er überwacht das gesamte Bahnwesen der Insel. Die irreführende Bezeichnung „dicker Kontrolleur“ resultiert aus der falschen Übersetzung der englischen Originalbezeichnung „fat controller“. Ein passender deutscher Titel wäre „Eisenbahn-Direktor“. In den älteren deutschen Buchausgaben aus den 1980ern ist auch noch korrekterweise vom „dicken Direktor“ die Rede. Die deutsche Übersetzung der Serie enthält aber auch andere Fehler.

Im Englischen ist das Wortspiel mit seinem Nachnamen Hatt eindeutig: Denn ähnlich klingen hat (Hut, aber auch Chapeau bzw. Zylinderhut: Er trägt immer einen solchen) und head (was Kopf bzw. (Abteilungs)-Leiter oder Chef bedeutet und auf seine Stellung hinweist).

Ein weiterer Übersetzungsfehler: Thomas ist im Original eine tank locomotive. Die korrekte Übersetzung wäre Tenderlokomotive. Als Tenderloks werden Gordon, James usw. bezeichnet, die eigentlich Schlepptenderlokomotiven sind.

In der 6. Staffel wurde die Person der Jenny Packard eingeführt, die alle Miss Jenny nennen. Sie leitet die Sodor Baugesellschaft. Parallel zur 10. US-Staffel wurde versucht, ein Spin-Off von Thomas einzuführen. 13 Episoden wurden realisiert, von denen aber nur sechs Folgen im amerikanischen Fernsehen liefen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Baumaschinen aus Miss Jennys Fuhrpark, welche dann verschiedene Bauvorhaben realisieren. Thomas und Percy tauchen nur noch als Nebencharaktere auf. Die 13 Episoden sind dann auf DVD erschienen.

Zum Fuhrpark gehören:

  • Jack, der freundliche Frontlader (rot, Nr. 11).
  • Alfie, ein sehr kleiner Bagger (grün, Nr. 12).
  • Oliver, ein alter Löffelbagger, der meist bei Abrissarbeiten zum Einsatz kommt (beige).
  • Monty & Max, zwei Baulaster mit großem Temperament und großem Hang zum Unsinn (rotes Fahrerhaus, Nr. 15 & 16).
  • Kelly, der Baukran und der älteste im Trupp (dunkelblau, Nr. 17).
  • Byron, ein Bulldozer (schwarz-gelb, Nr. 18).
  • Ned, ein etwas tollpatschiger Dampfbagger (braun-orange, Nr. 19).
  • Isabella, die freundliche quietschgelbe, aber eitle Lady im Team (gelb, Nr. 22).
  • Nelson, ein riesiger Sattelschlepper, der auch Loks wie Thomas ziehen und befördern kann (schwarz, Nr. 10).
  • Patrick, ist ein Zementmischer (lila, Nr. 23).
  • Buster, eine weitere Dampfwalze Sodors, die gerne Rennen fährt (rot).

Insel Sodor[Bearbeiten]

Thomas und seine Freunde sind auf der fiktiven Insel Sodor beheimatet. Es gibt regelmäßigen Schiffsverkehr zum nahen, jedoch nie dargestellten Festland. Erst in den computeranimierten Folgen sieht man beispielsweise die Fährenfunktion der Schiffe für Loks.

Sodor liegt zwischen England und der Isle of Man. Sodor misst nach Veröffentlichungen des Panini-Verlags etwa 60 Meilen von West nach Ost (wo die nächste englische Ortschaft Barrow-in-Furness liegt) und etwa 50 Meilen von Nord nach Süd. Die offizielle Web-Seite dagegen nennt die Maße 40 auf 30 Meilen. (In der Realität befindet sich dort die Irische See.)

Im Winter gibt es auf den Gleisen teilweise meterhohe Schneeverwehungen, welche von den Loks beseitigt werden müssen. Dies legt ein nördliches, kühl-gemäßigtes Klima nahe.

In den Serien wird Sodor als hügeliges Land dargestellt, von denen die meisten recht sanft sind. Eine der lang gezogenen Steigungen heißt Gordons Hügel. Historische Windmühlen, wie man sie auch aus Holland oder Norddeutschland kennt, scheinen noch aktiv zu sein. Dies lässt Rückschlüsse auf die Windverhältnisse zu. Gelegentlich führen die Strecken an Burgruinen vorbei, die bekannteste unter ihnen ist das schottische Schloss im Norden, welches Henry mit einem neuen Fahnenmast ausstattete.[1]

Im Inneren der Insel gibt es Mittelgebirge. Hier wird auch Bergbau betrieben, unter anderem in einer Bleierz-Mine. Außerdem wird hier Kaolin, weiße Tonerde gewonnen. Außerdem arbeiten Toby und Mavis im Steinbruch. Gelegentlich gilt es, ein schmales, vergleichsweise tief eingeschnittenes Flusstal mit einer Eisenbahnbrücke zu überspannen. Hinter den Nebenstrecken reichen manchmal schroffe Hochgebirgsgipfel in die Höhe. Im Film „Rettungseinsatz Nebelinsel“ erscheinen diese Höhendifferenzen doppelt groß: Die Lok Diesel wird von Thomas gerettet, als sie von einer noch nicht fertiggestellten Eisenbahnbrücke zu stürzen droht.

Nahe Sodor liegt die sagenumwobene Nebelinsel. Diese ist wegen des ständigen Nebels nur an wenigen Tagen im Jahr von Sodor aus sichtbar. Zu ihr führt ein alter baufälliger eingleisiger Eisenbahntunnel, den Thomas von der Nebelinsel aus und Mief von Sodor aus wiederentdecken. Geografie bzw. Morphologie, Klima und Flora der Nebelinsel erinnern stark an die gemäßigten Regenwälder in Britisch-Kolumbien.

Vermarktung[Bearbeiten]

Rund um die Serie ist bereits ein großer Merchandise-Markt entstanden. So gibt es neben Tellern, Tassen, Trinkflaschen, Taschen, Besteck, T-Shirts und Kissen alle erdenklichen Formen der Lokomotiven als Modelle. Eine ganze Serie dieser Lokomotiven ist passend zu herkömmlichen Holzeisenbahnen erhältlich. Sogar Lego hat acht Lokomotiven (Thomas, Gordon, James, Percy, Spencer, Toby, Stanley und Salty) sowie den Kran Cranky aus der Serie im Duplo-Programm. Von Märklin gab es in der Spur H0 eine Startpackung „Thomas & seine Freunde“ mit der Lokomotive Thomas und drei Waggons. Die Lok „Thomas“ der Größe H0 von Märklin sowie das Thomas-Starterset mit Annie, Clarabel und einem Kesselwagen sind nicht mehr in Produktion. Untereinander sind die H0-Systeme meist nicht kompatibel.[2]

In England verfügt der Modelleisenbahn-Hersteller Hornby sowie die Firma Bachmann über ein recht großes Angebot an Modellen. In Deutschland gibt es mittlerweile Geschäfte, die ausschließlich Thomas-Produkte verkaufen.

Daneben gibt es auch im deutschen Sprachraum Kinderbücher, DVDs, Videokassetten, Hörspiel-CDs von Europa, einem Label von Sony Music Family Entertainment und Puzzles der Firma Schmidt Spiele. Ravensburger hat das in England mehrfach ausgezeichnete Produkt „Aquadoodle“, eine Malmatte, im Angebot. Beim Panini-Verlag erscheint die Kinderzeitschrift „Thomas und seine Freunde“. Diese richtet sich an Kinder ab zwei Jahren. Hauptsächlich werden dort die bekannten Filmabenteuer von Thomas und seinen Freunden nacherzählt.

Die US-Freizeitparkgruppe Six Flags hat in vier ihrer Themenparks den Kinderbereich als „Thomas Town“ thematisiert. Diese Attraktionen findet man in Six Flags „Discovery Kingdom“, „New England“, „Magic Mountain“ und „Six Flags Over Georgia“.

Thomas the Tank Engine Events[Bearbeiten]

Die Popularität der Serie veranlasste vor allem auf den britischen Inseln zahlreiche Touristik- und Museumsbahnen „Thomas the Tank Engine Events“ als Attraktion für Familien mit Kindern zu veranstalten. Dabei werden zu den Lokomotiven der Serie passende Maschinen mit Gesichtern versehen und Laiendarsteller fungieren als die menschlichen Figuren, insbesondere der „Fat Controller“ gehört zu den unvermeidbaren Auftritten bei solchen Veranstaltungen.

Ab Sommer 2007 führten immer schwerer erfüllbare Auflagen seitens des Lizenzgebers HIT Entertainment zu Verstimmungen mit den Bahnbetreibern. Neben besonderen Anforderungen an die Laiendarsteller, gehörte nun die Verpflichtung zur Abgabe eines polizeilichen Führungszeugnisses (Criminal Records Bureau check) für alle teilnehmenden Mitarbeiter zu den Lizenzbedingungen. Da die Bahnbetriebe diese Prozedur, die dem Schutz der Kinder vor sexuellen Übergriffen dienen soll, ihren mehrheitlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern nicht zumuten wollen, haben zahlreiche Bahnen ihre Verträge mit HIT Entertainment nicht verlängert und bieten nun alternative Angebote für das Familienpublikum an.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Folge 15 der Europa DVD Serie
  2. Märklin
  3. R. Jones: Major lines pull out of Thomas. In: Heritage Railway, Ausgabe 106, Dez. 2007, S. 26