Thomas Böhm (Kolumnist)

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Thomas Böhm (* 1954 in Hamburg) ist ein freier Autor und Kolumnist aus Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Böhm ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. 1975 zog Böhm nach Berlin, wo er sein „erstes Geld als Striptease-Tänzer in einer Schwulenbar am Nollendorfplatz verdient“ hat. Nach eigener Aussage war er „jahrelang in der [schwulen] Community zu Hause“.[1]

Böhm begann seine journalistische Karriere bei der gerade neu gegründeten taz, wo er zuerst als Volontär und dann seit 1984 als Musikredakteur arbeitete. Danach war er bis 1990 freier Mitarbeiter des Journalistenbüros »Presstige«. Er schrieb in dieser Zeit als freier Autor unter anderem für die Zeit, den Tagesspiegel, den Stern, Vogue, tip und Zitty. Nebenher arbeitete er als Musiker und Karikaturist.[2]

Ab 1992 war er für 13 Jahre bei der B.Z., wo er unter anderem eine täglichen Hunde-Kolumne (»Shiva, meine beste Freundin«) schrieb. Über seinen politischen Werdegang schrieb er:

„Politisiert worden bin ich am 11. September 2001, als der islamische Terroranschlag die Welt erschütterte. Ich wurde an diesem Tag nach Kreuzberg geschickt, um ‚die Stimmung einzufangen.‘ Ich traf auf viele muslimische Männer, die auf den Straßen gejubelt und getanzt haben. Das wollte ich dann auch so schreiben, doch das wurde mir von der Chefredaktion untersagt, ‚weil man die Muslime nicht schlechtmachen wollte‘. Das waren dann sozusagen meine ersten erzwungenen Fake-News.[3]

Ende 2010 war er Mitbegründer der rechtspopulistischen Kleinpartei Die Freiheit, für die er ehrenamtlich als Pressesprecher arbeitete. In dieser Zeit verlor er nach eigenen Angaben seine letzten Aufträge als freier Journalist.[4] 2011 und 2012 veröffentlichte er dann in zwei Büchern die Beiträge aus seiner Hundekolumne bei der B.Z.

Böhm war von 2012 bis Anfang 2018 Chefredakteur des von ihm gegründeten Blogs „Journalistenwatch“.[5] Seine Ehefrau, Marilla Slominski, übernahm von ihm die Chefredaktion. 2015 veröffentlichte er das Buch Des Wahnsinns fette Leute, eine satirische Betrachtung gesellschaftspolitischer Verhältnisse. Böhm ist zudem seit Mai 2016 Bundesgeschäftsführer des Vereins Pax Europa[6], welcher der politischen Rechten nahe steht.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von der taz über die Love-Parade zu Jouwatch: Thomas Böhm im Gespräch bei philosophia-perennis.com. Abgerufen am 27. April 2017.
  2. Informationen zu unseren Autoren: Thomas Böhm bei pax-et-bonum.net Abgerufen am 27. April 2017
  3. Von der taz über die Love-Parade zu Jouwatch: Thomas Böhm im Gespräch bei philosophia-perennis.com. Abgerufen am 27. April 2017
  4. Von der taz über die Love-Parade zu Jouwatch: Thomas Böhm im Gespräch bei philosophia-perennis.com. Abgerufen am 27. April 2017
  5. JouWatch – Impressum. Abgerufen am 18. Dezember 2015.
  6. Thomas Böhm neuer Geschäftsführer von Pax Europa auf der Webseite von Pax Europa e.V.; Abgerufen am 15. Februar 2017