Thomas Digges

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Illustration des kopernikanischen Universums aus Thomas Digges Buch

Thomas Digges (* 1546 in Wootton, Kent, England; † 24. August 1595 in London), Sohn von Leonard Digges, war ein englischer Kosmograph.

Er erfand den Namen des Theodoliten für das von ihm erfundene und benutzte Gerät zur vertikalen Winkelmessung. Das Gerät stellte einen der wesentlichen Entwicklungsschritte von den althergebrachten Dioptern in Richtung des modernen Theodoliten dar.[1]

Digges setzte sich für die Popularisierung der Wissenschaft ein. Als sein Lehrer gilt nach dem Tod seines Vaters der Naturphilosoph John Dee. Digges wirkte auch als Mitglied des englischen Parlamentes und war General der englischen Armee.

Eine der wesentlichen wissenschaftlichen Leistungen Digges besteht in der Auseinandersetzung mit dem kopernikanischen Weltbild. Digges wies nach, dass die Idee der Himmelsschalen wissenschaftlich nicht haltbar ist. In seinem Werk A Perfit Description of the Caelestial Orbes erläuterte er eine homogene Sternverteilung in einem unendlichen Universum.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Weichenhan: «Ergo perit coelum ...» Die Supernova des Jahres 1572 und die Überwindung der aristotelischen Kosmologie. Stuttgart 2004, S. 580−591 (zum Teil online@books.google.de)
  • Harry Nussbaumer: Revolution am Himmel: wie die kopernikanische Wende die Astronomie veränderte. Zürich 2011, S. 90–93 mit Abb. der Original-Seite und Beschreibung

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maurice Daumas: Scientific Instruments of the Seventeenth and Eighteenth Centuries and Their Makers. Portman Books, London 1989. ISBN 978-0-7134-0727-3
  2. Barbara Hunfeld: Der Blick ins All: Pt. 12: Reflexionen des Kosmos der Zeichen bei Brockes, Jean Paul, Goethe und Stifter, Seite 31-32. Verlag Niemeyer, Tübingen 2004. Buchvorschau auf Google.