Thomas Girgensohn

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Thomas Girgensohn (* 11. Mai 1898 in Kolonie Grunewald; † 31. Mai 1973 in Bonn-Bad Godesberg[1]) war ein deutscher SA-Führer, zuletzt im Rang eines Gruppenführers.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Girgensohn war der Sohn des Historikers Josef Girgensohn und dessen Ehefrau Lotta, geborene Schummer.[2] Er trat noch während seiner Schulzeit nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Offiziersanwärter im Dezember 1914 in das Deutsche Heer ein. Infolge einer Kriegsverletzung verlor er 1915 sein linkes Bein. Während eines Lazarettaufenthalts legte er 1917 sein Abitur ab. Anschließend war er als Stabsoffizier eingesetzt und wurde ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz nach Kriegsende im Rang eines Leutnants aus der Armee entlassen.[3]

Anschließend war Girgensohn als baltischer Rittmeister Stabschef der Stoßtruppe der Baltischen Landeswehr.[4] Nachdem er im November 1919 die Baltische Landeswehr verlassen hatte, nahm er ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaft auf und war später im Druckgewerbe beruflich tätig. Er war jedoch weiterhin in paramilitärischen Verbänden aktiv, so 1920 bei der Marine-Brigade Ehrhardt, danach beim Oberschlesischen Selbstschutz und von 1922 bis 1928 beim Reichsverband der Baltikumkämpfer. Ab 1928 gehörte er dem Stahlhelm an, wo er bis zum Regimentskommandeur des Wehrstahlhelm aufstieg.[3]

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde Girgensohn im Zuge der Überführung des Stahlhelms in die SA ab November 1933 in die SA-Reserve I der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg eingegliedert und schließlich in die SA übernommen. Von 1934 bis zum Kriegsende 1945 war er hauptamtlich für die Oberste SA-Führung tätig, u. a. leitete er die Abteilung Auswertung im Erziehungs-Hauptamt. Er wurde 1935 zum Standartenführer, 1941 zum Brigadeführer und 1944 zum Gruppenführer befördert.[3] 1937 trat er der NSDAP bei.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruce Campbell: The SA Generals and the Rise of Nazism, Lexington: Univ. Press of Kentucky 2004, ISBN 978-0-8131-9098-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach: Genealogisches Handbuch des Adels, Bände 92–111, C.A. Starke, 1989, S. 207.
  2. Who's who in Germany 1990, Who's Who the International red series, 1990, Teil 1, S. 459.
  3. a b c Bruce Campbell: The SA Generals and the Rise of Nazism, Lexington: Univ. Press of Kentucky 2004, S. 133–135.
  4. Claus Grimm: Vor den Toren Europas 1918–1920. Geschichte der Baltischen Landeswehr. Velmede, Hamburg 1963, S. 307.
  5. Bruce Campbell: The SA Generals and the Rise of Nazism, Lexington: Univ. Press of Kentucky 2004, S. 226.