Thomas Grimm (Filmemacher)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Thomas Grimm (* 1954 in Aue) ist ein deutscher Filmemacher und Dokumentarist.

Thomas Grimm Filmemacher
Thomas Grimm

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grimm studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie und Ästhetik. Er schloss das Studium 1982 mit einem Diplom ab. Von 1984 bis 1986 war er Filmredakteur bei der Staatlichen Filmdokumentation des Filmarchivs der DDR, ab 1987 freiberuflich als Filmemacher und Autor tätig. 1990 bis 1991 übernahm er die Leitung der Abteilung Kirche, Familie und Soziales im Deutschen Fernsehfunk (DFF), 1992 bis 1999 war er Aufsichtsratsmitglied der Fernsehen aus Berlin AG. 1991 wurde er Gründungsabteilungsleiter Dokumentationen / Reportagen / Gespräche beim ORB. Als Geschäftsführer der Zeitzeugen TV Film- und Fernsehproduktionen GmbH produziert er unter dem Motto „Erinnerung als Verantwortung“ audiovisuelle Dokumente zur Zeitgeschichte.

1987 begann er Zeitzeugen-Interviews auf Video- und Filmmaterial aufzuzeichnen. Er nahm Porträtsendungen von Gesprächen mit Persönlichkeiten auf wie Walter Markov, Hans Mayer, Wolfgang Harich, Walter Janka, Jürgen Kuczynski, Theo Pinkus, Freia Eisner, Heiner Müller, Erica Glaser-Wallach, Richard von Weizsäcker, Ulrich, Thomas und Lothar de Maizière, Stefan Heym, Wolf Jobst Siedler, Sarah Haffner, Hans Heinz Holz, Gerd Irrlitz, Christa und Gerhard Wolf, Günter Schabowski, Egon Krenz, Willi Sitte, Uwe Holmer, Margot Honecker, Hans Modrow, Markus Wolf, Inge und Walter Jens, Sebastian Kleinschmidt, André Leysen, Carl H. Hahn, Karin Balzer, Willi Holdorf, Lothar Claesges, Klaus Kinkel, Patricio Aylwin, Boris Snetkow, Arnold Julius, Walter Frankenstein, Uwe Lehmann-Brauns und die aus Ihren Jahrhundertbiographien erzählen. Ein Teil dieser Dokumente befindet sich im „Zeitzeugen-Archiv Thomas Grimm bei der DEFA-Stiftung“.[1] Der umfangreichere Hauptteil des Filmarchives befindet sich bei Zeitzeugen TV.

Thomas Grimm lebt in Berlin und im Erzgebirge. Dort unterstützt er den Erhalt und Ausbau der Kammloipe.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985 Umsiedler 1945, Dokumentarfilm, 100 min
  • 1988: Joy Weisenborn,[2] Dokumentarfilm, 168 min
  • 1989 Off ground, Dokumentarfilm, 60 min
  • 1990/96 Deutsch und Frei, Dokumentarfilm, 60 min
  • 1991 Germanist in Deutschland. Hans Mayer. MDR, 30 min
  • 1992 Der Schwarze Kanal oder Armes DeutschlandDas Erste, 45 min
  • 1993 Freiheit wird die Welt erobern. Der Historiker Walter Markov. ORB, 30 min / 50 min
  • 1996 Noel Field – Der erfundene Spion – Co-Autor, mit Werner SchweizerDschoint Ventschr, Zürich, Dokumentarfilm, 104 min
  • 1996 Wo Deutschland endetSpiegel TV – Reportage, Co-Autor, drei Teile à 100 min – New York Award 1997
  • 1997 Heimat vom Reißbrett. WolfsburgEisenhüttenstadtMDR Fernsehen – Dokumentarfilm, 45 min
  • 1999 Die de Maizières – eine deutsch-deutsche FamilieARTE – Dokumentarfilm, 45 min
  • 2000 Geheimakte Putin – ARTE / MDR Fernsehen, 45 min
  • 2001 Die Rückkehr der Luftschiffe – Spiegel-TV / VOX, 50 min
  • 2002 Honeckers Flucht – Das Erste, 45 min
  • 2003 Die Honeckers privat – MDR Fernsehen, 45 min
  • 2004 Aufbruch zur Macht – Angela Merkel und der Demokratische Aufbruchrbb Fernsehen, 70 / 45 min
  • 2004 Das Politbüro privat – MDR Fernsehen, zwei Teile, je 45 min
  • 2005 Die Sammlung KuczynskiZentral- und Landesbibliothek Berlin, rbb Fernsehen, 45 min
  • 2006 Hinter den Kulissen der Macht – ARTE, 90 min
  • 2007 Das Politbüro auf Reisen – MDR Fernsehen Fernsehen / Das Erste, 45 min
  • 2008 Harry, Kaktus und Co. – vierteilige Dokumentation MDR Fernsehen, je 30 min
  • 2008 Wandlitz – Waldsiedlung – mit Uta Kolano, MDR Fernsehen, 45 min
  • 2008 Wir kaufen alles – MDR Fernsehen, 45 min
  • 2009 Das Ende des Politbüros – mit Jens BeckerARTE, 90 min
  • 2009 Frau Walter Jensrbb Fernsehen, 87 min
  • 2010 Suhrkamp Suhrkamp – Ein Verlag im Umbruch – rbb Fernsehen, 45 min
  • 2013 Honeckers Enkel Roberto. Eine Rückkehr nach Deutschland – MDR Fernsehen, 90 min
  • 2014 Schauprozesse – Genossen vor Gericht – rbb Fernsehen – Dokumentation, 45 min
  • 2015 Margot Honecker – Die wahre Geschichte – als Co-Autor mit Mario Sporn – ZDF-History, 45 min
  • 2016 Der Kracher von Moskau[3] rbb Fernsehen, 45 min
  • 2016 Die 50 Tage des Egon Krenz – als Co-Autor mit Mario Sporn – ZDF-History, 45 min
  • 2017 Die Honeckers – Die private Geschichte – als Co-Autor mit Mario Sporn – ZDF-History, 45 min
  • 2019 Honeckers letzte Reise - MDR Fernsehen, 90 min
  • 2020 Die kalten Ringe – Gesamtdeutsch nach Tokio 1964[4] ZZTV/rbb/bpb, 90 min

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitzeugen-Archiv Thomas Grimm bei der DEFA-Stiftung
  2. Joy Weisenborn, auf progress.film, abgerufen am 18. Mai 2020
  3. Der Kracher von Moskau. In: Grimmchronik : Erinnerung als Verantwortung. 9. Juni 2020, abgerufen am 18. Februar 2021 (deutsch).
  4. Die kalten Ringe - Gesamtdeutsch nach Tokio 1964. 29. Oktober 2020, abgerufen am 17. November 2020 (deutsch).
  5. Thomas Grimm: Der Kracher von Moskau | bpb. Abgerufen am 18. Februar 2021.
  6. Thomas Grimm, René Wiese: Die kalten Ringe | bpb. Abgerufen am 18. Februar 2021.