Thomas Häßler

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Thomas Häßler

Thomas Häßler 2008

Spielerinformationen
Voller Name Thomas Jürgen Häßler
Geburtstag 30. Mai 1966
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 166 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
0000–1979
1979–1984
Meteor 06 Berlin
Reinickendorfer Füchse
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1984–1990
1990–1991
1991–1994
1994–1998
1998–1999
1999–2003
2003–2004
1. FC Köln
Juventus Turin
AS Rom
Karlsruher SC
Borussia Dortmund
TSV 1860 München
SV Austria Salzburg
149 (17)
32 0(1)
88 (11)
118 (28)
18 0(2)
115 (21)
19 0(1)
Nationalmannschaft
1986
1987–1988
1988–2000
Deutschland U-21
Deutschland Olympia
Deutschland
1 0(0)
12 0(0)
101 (11)
Stationen als Trainer
2006–2009
2007
2009–2010
2010–2011
1. FC Köln (Technik-Tr.)
Nigeria (Co-Tr.)
1. FC Köln Jugend (Technik-Tr.)
1. FC Köln (Technik-Tr.)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Thomas „Icke“ Häßler (* 30. Mai 1966 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er spielte zumeist im Mittelfeld. Seine größten Erfolge waren der Weltmeister-Titel 1990 und der Europameister-Titel 1996.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Auf Vereinsebene[Bearbeiten]

Häßler begann seine Karriere bei Meteor 06 Berlin, wechselte 1979 zu den Reinickendorfer Füchsen und 1984 zum 1. FC Köln. Häßler absolvierte 149 Spiele (17 Tore) für die Rheinländer, ehe er nach der WM 1990 in Italien für eine Ablösesumme von 15 Millionen Mark von Juventus Turin verpflichtet wurde. Nach nur einem Jahr in Turin wechselte er für umgerechnet 14 Millionen Mark in die italienische Hauptstadt zum AS Rom.

1994 wechselte Häßler für eine Ablösesumme von sieben Millionen Mark wieder zurück in die Bundesliga zum Karlsruher SC. Mit Thomas Häßler konnte sich der Verein jahrelang im oberen Drittel der Tabelle behaupten, 1998 stieg Häßler jedoch mit dem KSC ab.

Nach 118 Spielen und 28 Toren wechselte Häßler daraufhin zu Borussia Dortmund. Dort blieb für ihn meist nur ein Platz auf der Ersatzbank, da mit Andreas Möller seine Position bereits besetzt war und er sich mit dem damaligen Dortmunder Trainer Michael Skibbe überwarf.

Ab 1999 spielte er beim TSV 1860 München. Mit Thomas Häßler gelang es den Münchnern, in der Bundesliga-Saison 1999/2000 den vierten Platz zu belegen. Zwar scheiterte man in der Qualifikation zur Champions-League, aber dennoch konnte Häßler nochmals sein ganzes Können zeigen. In 115 Ligaspielen für 1860 München erzielte Häßler 21 Tore und bereitete 32 weitere vor. 2003 wurde sein Vertrag beim TSV aus Kostengründen nicht weiter verlängert.

Nach einer längeren vereinslosen Zeit spielte Häßler zuletzt beim SV Austria Salzburg in Österreich.

Thomas Häßler beendete seine Karriere als aktiver Fußballer am 22. August 2005 mit einem Abschiedsspiel in Köln. In einem Allstar Team spielten unter anderem Harald Schumacher, Jürgen Kohler, Hans-Peter Lehnhoff, Lothar Matthäus, Thomas Berthold und Birgit Prinz. In seiner Bundesligazeit brachte es Häßler insgesamt auf 400 Einsätze, in denen er 68 Tore erzielen konnte.[1]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

1987 nahm Häßler mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft an der Militär-Weltmeisterschaft in Italien teil und belegte den zweiten Rang.[2] In der deutschen Nationalmannschaft spielte Häßler zwischen August 1988 und Juni 2000 101 mal und erzielte dabei elf Tore.[3]

Wegen seiner Leistungen bei der EM 1992 wurde er zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. 1996 war Häßler beim EM-Triumph Deutschlands ebenfalls im Nationalkader.

Sein wohl wichtigstes Tor erzielte er am 15. November 1989 in der Qualifikation zur WM 1990 zum 2:1 gegen Wales im Müngersdorfer Stadion. Dieses Tor ebnete den Weg zur Teilnahme an der WM und ermöglichte der Nationalmannschaft so den Weltmeistertitel.

Häßler gehört mit 101 absolvierten Länderspielen neben Lothar Matthäus, Miroslav Klose, Philipp Lahm, Lukas Podolski, Jürgen Klinsmann, Bastian Schweinsteiger, Jürgen Kohler und Franz Beckenbauer zu jenen neun Spielern, die 100 oder mehr Partien für den DFB bestritten haben. Zusammen mit Jürgen Klinsmann war er deutscher Rekordspieler bei Europameisterschaften (je 13 Spiele), bis Philipp Lahm diesen Rekord mit 14 Spielen bei der EM 2012 übertraf.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Von Oktober 2006 bis Oktober 2009 war Thomas Häßler Techniktrainer der Profimannschaft des 1. FC Köln, danach war er im Jugendbereich des Vereins tätig. Von Februar bis November 2007 war Häßler zudem Assistenztrainer von Berti Vogts in der nigerianischen Nationalmannschaft. Nach dem Weggang von Ümit Özat als Techniktrainer des 1. FC Köln, kehrte Häßler im Februar 2010 in derselben Funktion wieder auf den Trainingsplatz der FC-Profis zurück. Mit der Verpflichtung von Ståle Solbakken wurde das Vertragsverhältnis zum Ende der Saison 2010/11 beendet.

Sonstiges[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Herkunft aus Berlin ist Häßlers Spitzname Icke (Berliner Dialekt: Ich).

Häßlers Ehe sorgte für Schlagzeilen, als bei 1860 München Manager Edgar Geenen entlassen wurde, da dieser ein Verhältnis mit Häßlers Ehefrau Angela hatte. Thomas und Angela Häßler trennten sich Ende 1999, sie haben drei gemeinsame Kinder.

Thomas Häßler hatte noch einen älteren Bruder, der ebenfalls Profi-Fußballspieler werden wollte. Andreas Häßler starb jedoch 1980 im Alter von 17 Jahren an Leukämie. Sein jüngerer Bruder Sascha spielte auch beim 1. FC Köln, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Er brachte es zu keinem Einsatz in der Fußball-Bundesliga.

Heute gehört Thomas Häßler dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball wurde im Jahr 2000 von Jürgen Klinsmann, weiteren Nationalspielern sowie den Dozenten des Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

Der Musikfan ist Mitbegründer des Münchener Musiklabels MTM Music.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Nationalspieler

Mit dem Verein

Persönliche Auszeichnungen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Thomas Häßler - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 26. Juli 2012. Abgerufen am 2. August 2012.
  2. kicker Sportmagazin Nr. 53/26. Wo., 25. Juni 1987, S. 2
  3. Matthias Arnhold: Thomas Häßler - Century of International Appearances. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 1. Februar 2006. Abgerufen am 2. August 2012.
Vorgänger Amt Nachfolger

Jürgen Klinsmann
Stefan Kuntz
Deutschlands Fußballer des Jahres
1989
1992

Lothar Matthäus
Andreas Köpke