Thomas King

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Autor Thomas King. Zum Politiker siehe Thomas Butler King; zu anderen Personen siehe Tom King.
Thomas King

Thomas King (* 24. April 1943 in Sacramento, Kalifornien, USA) ist ein indianischer Autor. Obwohl er in den USA geboren wurde, wird er häufig als kanadischer Autor gehandelt, da er seit vielen Jahren in Kanada lebt und er sich nach eigener Aussage, auch wenn er Kritik an der willkürlich gezogenen Grenze zwischen den USA und Kanada übt, seiner Wahlheimat mehr verbunden fühlt. Er ist teils Cherokee, teils griechischer und deutscher Abstammung.

Leben und Schaffen[Bearbeiten]

Thomas King hat einen Ph. D. in englischer Literatur und unterrichtet seit Jahren an diversen Universitäten. Viele Jahre war er Professor für Native Studies an der Universität in Lethbridge (Alberta). Zurzeit unterrichtet er an der Universität Guelph (Ontario) kreatives Schreiben und indianische Literatur.

Neben seiner Karriere als Universitätsprofessor und Schriftsteller war er von 1997 bis 2000 an der Radiosendung Dead Dog Cafe Comedy Hour beteiligt. Die Sendung spielte in einem fiktiven Café in der fiktiven Stadt Blossom, Alberta. Thomas King und seine beiden Mitstreiter Edna Rain (als Gracie) und Floyd Favel Starr (als Jasper) boten in ihrer Sendung eine Mischung aus humorvollen Kommentaren und ernsthafter Kritik am Umgang des Staates Kanada mit den indianischen Einwohnern.

Unter dem Pseudonym Hartley Goodweather wurde 2003 der Krimi DreadfulWater Shows Up veröffentlicht. Ein weiterer Krimi mit der Hauptperson Thumps DreadfulWater erschien 2006 unter dem Titel The Red Power Murders.
Ebenfalls 2003 hielt er im Rahmen der Massey Lectures in fünf verschiedenen Städten Kanadas eine Ringvorlesung unter dem Titel The Truth About Stories: A Native Narrative ab.

Kings Sachbuch The Inconvenient Indian (2013) wurde 2014 mit dem BC National Award for Canadian Non-Fiction und dem RBC Taylor Prize ausgezeichnet.[1] Für seinen 2014 erschienen Roman The Back of the Turtle erhielt er den Governor General’s Award for Fiction.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Medicine River. Roman. 1990. Deutsche Übersetzung: Medicine River. A1 Verlag, 2008.
  • A Coyote Columbus Story. Kinderbuch. 1992.
  • Medicine River. Drehbuch. 1993.
  • Green Grass, Running Water. Roman. 1993. Deutsche Übersetzung: Wenn Coyote tanzt. A1 Verlag, 2003.
  • One Good Story, That One. Kurzgeschichten.
  • Truth & Bright Water. Roman. 1999.
  • DreadfulWater Shows Up. Kriminalroman. 2003. Deutsche Übersetzung: DreadfulWater kreuzt auf. Unionsverlag, 2005.
  • A Short History of Indians in Canada. Kurzgeschichten. 2005.
  • The Red Power Murders. Kriminalroman. 2006.
  • Coyote Solstice Tale. 2009.
  • A Short History of Indians in Canada: Stories. 2013.
  • The Inconvenient Indian: A Curious Account of Native People in North America. 2013.
  • The Back of the Turtle. 2014

Preise[Bearbeiten]

  • 2006 McNally Robinson Aboriginal Book of the Year Award für A Short History of Indians in Canada
  • 2014 BC National Award for Canadian Non-Fiction für The Inconvenient Indian
  • 2014 RBC Taylor Prize für The Inconvenient Indian
  • 2014 Governor General’s Award for Fiction für The Back of the Turtle.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andrew Wiget (Hrsg.): Dictionary of Native American Literature. 1994, S. 459–461.
  • Jennifer Andrews: Border Trickery and Dog Bones: A Conversation with Thomas King. In: Studies in Canadian Literature. 24.2, 1999, S. 161–185.
  • Arnold Davidson u.a.: Border Crossings. Thomas King’s Cultural Inversions. 2003.
  • Eva Gruber: Thomas King: Work and Impact. 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Thomas King wins $25K RBC Taylor Prize for non-fiction" auf: cbc.ca, abgerufen am 13. August 2015.
  2. Mark Medley: Thomas King wins Governor General’s award for fiction. theglobeandmail.com, abgerufen am 13. August 2015.