Thomas Kufus

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Thomas Kufus (* 1957 in Essen) ist ein deutscher Filmproduzent.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kufus brachte sich die Grundlagen des Filmhandwerks selbst bei. Seine ersten Dokumentationen Mein Krieg und Blockade drehte er quasi als Autodidakt.[1] 1990 gründete er zusammen mit Martin Hagemann in Berlin die Firma zero film, und ab diesem Zeitpunkt produzierte er zahlreiche Dokumentarfilme. Black Box BRD, den Kufus im Jahr 2001 produzierte, erhielt unter anderem den Europäischen und Deutschen Filmpreis. Mit dem russischen Regisseur Alexander Sokurov drehte er unter anderem den Essay-Film Francofonia.

Einem breiteren Publikum wurde Kufus mit der 2008 bis 2009 gedrehten Dokumentation 24h Berlin – Ein Tag im Leben bekannt, für den er 2010 u.a. den Deutschen Fernsehpreis erhielt - eine 24-stündige Fernsehdokumentation über Berlin und seine Bewohner. 2014 strahlte ARTE und der BR das Nachfolgeprojekt 24h Jerusalem aus, ebenfalls 24 Stunden lang nonstop und in Echtzeit. Auch hierfür erhielt zero one film den Deutschen Fernsehpreis und Kufus den Produzentenpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen.

Kufus war Vorstandsvorsitzender der Deutschen Filmakademie von November 2009 bis Februar 2015.

Auszeichnungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 Europäischer Filmpreis 2001 für Black Box BRD
  • 2010 Deutscher Fernsehpreis 2010 für 24h Berlin – Ein Tag im Leben
  • 2011 Deutschen Regiepreis Metropolis, Kategorie „Bester Produzent“ für Wer wenn nicht wir (Regie: Andres Veiel).[2]
  • 2012 Deutscher Filmpreis für Gerhard Richter Painting
  • 2012 Bayerischer Filmpreis für Die Wohnung
  • 2012 Grimme Preis für Geschlossene Gesellschaft
  • 2013 Deutscher Filmpreis für More than Honey
  • 2013 Deutscher Fernsehpreis für Zeit der Helden
  • 2014 Deutscher Fernsehpreis 2014 für 24h Jerusalem
  • 2014 Produzentenpreis der Deutschen Akademie für Fernsehen für 24h Jerusalem
  • 2014 Grimme Preis für Zeit der Helden
  • 2015 Günter Rohrbach Filmpreis für Der Staat gegen Fritz Bauer (Regie: Lars Kraume)

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: Gelbe Sorte (Kameraassistenz)
  • 1990: Mein Krieg (Autor und Regisseur)
  • 1992: Blockade (Autor und Regisseur)
  • 1993: Erinnerungsbetrieb Stalingrad (Autor und Regisseur)
  • 1994: Verborgene Seiten Tikhiye stranitsy (Produzent)
  • 1996: A Tickle in the Heart (Produzent)
  • 1997: Mutter und Sohn (Produzent)
  • 1998: Mein Freund der Minister (Produzent)
  • 1999: Geburtsstation (Produzent)
  • 2000: El Acordeón del Diablo (Produzent)
  • 2001: Black Box BRD (Produzent)
  • 2001: Leben nach Microsoft (Produzent)
  • 2002: Schwarzwaldhaus 1902 (Ausführender Produzent)
  • 2003: Die Kinder sind tot (Produzent)
  • 2003: Vater und Sohn (Produzent)
  • 2004: Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus (Produzent)
  • 2004: Aus Liebe zum Volk (Produzent)
  • 2005: Abenteuer 1927 - Sommerfrische (Produzent)
  • 2005: Weiße Raben - Alptraum Tschetschenien (Produzent)
  • 2005: Unsere 50er Jahre - Wie wir wurden, was wir sind (Drehbuchautor und Regisseur, 6 Folgen)
  • 2007: Bierbichler (Produzent)
  • 2006: Das Gestüt (Produzent)
  • 2007: My Class – Was aus uns wurde (Produzent)
  • 2008: Sharon (Produzent)
  • 2008: Ein Artikel zuviel - Anna Politkowskaja und das System Putin (Produzent)
  • 2009: 24h Berlin – Ein Tag im Leben (Produzent)
  • 2010: Wiegenlieder (Produzent)
  • 2011: Wer wenn nicht wir (Produzent)
  • 2011: Die Wohnung (Produzent)
  • 2011: Gerhard Richter Painting (Produzent)
  • 2011: Geschlossene Gesellschaft (Produzent)
  • 2012: More than Honey (Produzent)
  • 2012: Goldrausch - Die Geschichte der Treuhand (Produzent)
  • 2013: Westen (Produzent)
  • 2013: Zeit der Helden (Produzent)
  • 2014: 24 h Jerusalem (Produzent)
  • 2014: Titos Brille (Produzent)
  • 2015: Der Staat gegen Fritz Bauer (Produzent)
  • 2015: Die Folgen der Tat (Produzent)
  • 2016: Francofonia (Produzent)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Guantanamo Trap / Stab. Abgerufen am 4. Mai 2011.
  2. deutscher-regiepreis.de