Thomas Lehr

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2011 vor dem Stadtschreiberhaus in Frankfurt-Bergen-Enkheim
Thomas Lehr bei der Vorstellung seines Romans "September, Fata Morgana"

Thomas Lehr (* 22. November 1957 in Speyer) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehr studierte 1979 bis 1983 in West-Berlin Biochemie und war danach zunächst als Programmierer an der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin tätig, ehe er freier Schriftsteller wurde. Er lebt in Berlin und hatte im Sommersemester 2011 an der FU Berlin die Heiner Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik inne.[1]

Sein bisheriges Hauptwerk Nabokovs Katze (1999) trägt deutliche autobiographische Züge und erzählt, über einen Zeitraum von 25 Jahren, die erotisch-obsessive Beziehung des Helden Georg zu seiner Muse Camille.

Lehr ist seit 2002 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Im Mai 2012 wurde er als neues Mitglied in die Akademie der Künste in Berlin berufen.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autograph von Thomas Lehr

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Von seinem Roman Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade (1992) an hat Thomas Lehr sprachmächtig in der Nachfolge jener Moderne weiter geschrieben, die bei aller Zeitbezogenheit nie Wachträume, Halluzinationen und Gedankenspiele ausgeschlossen hat. In seiner letzten Prosaarbeit 'Nabokovs Katze' erzählt Thomas Lehr die l'amour fou seines Helden in scharf ausgeleuchteten Bildern, wobei seine literarischen Mittel auf Schnitt- und Überblendungstechniken des Films verweisen. Nicht ganz ohne Grund: Der getriebene Held wechselt von der Mathematik zur Regie. Eines seiner Vorbilder ist Luis Buñuel.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/studium/gastprof/mueller/lehr.html
  2. Neue Mitglieder der Akademie der Künste Akademie der Künste, Pressemitteilung 18. Juni 2012
  3. Carsten Wette (FU Berlin): Thomas Lehr erhält den Berliner Literaturpreis 2011 - Berufung der Freien Universität Berlin auf die Heiner-Müller-Gastprofessur, in: Informationsdienst Wissenschaft vom 22. September 2010, abgerufen am 23. September 2010
  4. Welten aus Sprache in FAZ vom 9. Juni 2011, Seite 40