Thomas Locher

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Thomas Locher (* 1956 in Munderkingen) ist ein deutscher Konzeptkünstler. Er ist seit Februar 2017 Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1979 bis 1985 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1981 bis 1985 an der Universität Stuttgart. Im Wintersemester 1997/98 war er Gastdozent an der Merzakademie in Stuttgart. Thomas Locher ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[1] Er lebte von 1986 bis 2000 in Köln und arbeitet und lebt nun in Berlin und Kopenhagen.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lochers konzeptuelle Arbeiten, die stark auf dem französischen Strukturalismus fussen, befassen sich mit den Problemen von Sprache und Zeichen und den Möglichkeiten, Bilder herzustellen, die die Bedeutung von Signifikat und Signifikant reflektieren, ohne dafür Begriffe und Sätze zu verwenden. Ergebnis dieser Reflexionen sind seine „Nummernarbeiten“, an Konkrete Kunst erinnernde geometrische Kompositionen mit nummerierten oder mit Buchstaben versehenen homogenen Farbflächen.

Andere Arbeiten setzen Zitate unterschiedlicher Autoren in großen Blockbuchstaben ins Bild, „kommentiert“ durch Farbbeutel, die auf der Bildoberfläche zersprungen sind. Die Zitate sind gelegentlich Klassikern der marxistischen Wirtschaftstheorie entnommen, wie z. B. Karl Marx oder Alfred Sohn-Rethel, oder offiziellen Dokumenten, wie z.B. der UNO-Konvention gegen Folter. [2] Exemplarisch ist die Serie „Marx-Arbeiten“ mit Textfragmenten aus Das Kapital von Karl Marx.

Seine Serie „Gift“ besteht aus Fotoarbeiten in Schwarzweiß mit Ausschnitten, die Hände und Gesten im Zusammenhang von Unterhandlungen, Unterredungen oder Vertragsabschlüssen zeigen. Unterlegt sind die einzelnen Bilder jeweils mit Zitaten aus Jacques Derridas Buch „Donner le Temps“.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke in öffentlichen Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Werke von ihm sind in europäischen Sammlungen, in Kanada und in den USA vertreten

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausstellungskatalog: Sabeth Buchmann et al.: Thomas Locher. Homo oeconomicus. Revolver Verlag, Wien 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kuenstlerbund.de: Mitglieder „L“ / Thomas Locher (abgerufen am 2. November 2015)
  2. [1]
  3. http://www.kunstaspekte.de/6-berlin-biennale-2010-2010-06-event/