Thomas Nelson Page

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Thomas Nelson Page (1903)

Thomas Nelson Page (* 23. April 1853 im Hanover County, Virginia; † 1. November 1922 ebenda) war ein US-amerikanischer Diplomat und Schriftsteller, der vor allem durch die Erzählung In Ole Virginia bekannt wurde, die durch das Lokalkolorit und den Dialekt afroamerikanischer Südstaatler geprägt ist.

Page zählt zu den Autoren, die die alten, von Sklavenhaltung geprägten Südstaaten der USA romantisierten. Er entwickelte sich außerdem in den USA zu einer der einflussreichsten Stimmen, die an einer Rassentrennung festhalten wollten.[1] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts behauptete er, dass die große Mehrzahl an Vergewaltigern und Kriminellen Farbige seien und dass 40 Jahre nach Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges die überwältigende Mehrheit der Farbigen ignorant und unmoralisch seien. Er verteidigte nicht nur Lynchjustiz als Recht des weißen Mannes, sondern hielt auch eine friedliche Koexistenz der Rassen für unmöglich.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch studierte er zunächst an der Washington and Lee University, die er jedoch 1872 ohne Abschluss verließ. Nach einem anschließenden einjährigen Studium an der University of Pennsylvania schloss er 1874 ein Studium der Rechtswissenschaft an der School of Law der University of Virginia ab und war nach seiner anwaltlichen Zulassung bis 1893 als Rechtsanwalt tätig.

1884 gab er sein schriftstellerisches Debüt mit Marse Chan und Meh Lady, dem in den nächsten Jahrzehnten zahlreiche weitere Romane und Erzählungen m Stil der Local color fiction folgten, die sich oftmals mit dem Leben und der Geschichte der Südstaaten sowie mit historischen Persönlichkeiten wie Robert E. Lee befassten. 1887 erschien seine bekannteste Erzählung In Ole Virginia in einem Band mit Marse Chan und anderen Geschichten. Zu seinen weiteren Veröffentlichungen gehören:

Thomas Nelson Page, 1903
  • Two Little Confederates (1888)
  • Befo' de War (1888)
  • On Newfound River (1891)
  • Elsket and Other Stories (1891)
  • The Old South (1892)
  • Pastime Stories (1894)
  • The Burial of the Guns; and Other Stories (1894, Kurzgeschichten)
  • The Old Gentleman of the Black Stock (1897)
  • Two Prisoners (1898)
  • Red Rock (1898)
  • Gordon Keith (1903)
  • Bred in the Bone (1904)
  • The Negro: The Southerner's Problem (1904)
  • The Old Dominion: Her Making and Her Manners (1908)
  • Robert E. Lee: The Southerner (1908)
  • John Marvel, Assistant (1909)
  • Robert E. Lee: Man and Soldier (1911)
  • The Land of the Spirit (1913)
  • The Stranger's Pew (1914)

1913 berief US-Präsident Woodrow Wilson ihn zum Botschafter der Vereinigten Staaten in Italien. Auf diesem Posten verblieb er während des gesamten Ersten Weltkrieges bis zu seiner Ablösung 1919. 1918 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Seine Erlebnisse und Erfahrungen in Italien verarbeitete Page schließlich 1920 in seinen Memoiren mit dem Titel Italy and the World War.

Hintergrundliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Nelson Page – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Blackmon: Slavery by another name. 2012, S. 237
VorgängerAmtNachfolger
Thomas J. O’BrienUS-Botschafter in Rom
12. Oktober 1913–21. Juni 1919
Robert Underwood Johnson